Standort: fm4.ORF.at / Meldung: "Hinter den roten Türen"

Musik, Film, Heiteres

Robert Rotifer London/Canterbury

Themsenstrandgut von der Metropole bis zur Mündung: Bier ohne Krone, Brot wie Watte und gesalzene Butter.

23. 1. 2016 - 16:46

Hinter den roten Türen

Wir müssen über Rassismus in unserer Mitte reden. Ziemlich dringend.

Also vom Zeitplan her wollte ich hier ja darüber schreiben, dass am Montag die Band Hinds in Wien spielt. Ihr Album „Leave Me Alone“ ist fantastisch, die vier Spanierinnen sind gewitzt, gescheit und schreiben tolle Songs, aber es tut mir leid, ich hatte in den letzten Tagen einfach zu viel sonstiges zu verdauen, um in meinem Kopf Platz für Musikschreibe zu machen.

Selbstzensur kann schließlich auch keine Lösung sein, nur damit man seine Ruhe vor all den Hobby-Donald Trumps hat, die jeden Widerspruch zu ihrem von einem reißerischen DieWelt-Link zum anderen angeheizten Eifer – vermutlich aus reiner Lust am Paradoxon – als „naiv“ brandmarken.

2016 schickt sich also an das Jahr zu werden, in dem der Rassismus nicht nur im Mainstream, sondern auch bei den Hipsters angekommen ist.

Er gehört nicht mehr per bloß den üblichen Verdächtigen auf der Rechten, er ist mitten unter uns, für wen immer wir uns auch halten mögen, Kinder der Popkultur.

Man schmückt ihn mit vorausgeschickten Toleranzbekenntnissen, einer aus anekdotischen Erfahrungen und selektiver Statistik geschöpften empirischen Gewissheit und dahin improvisierten kulturalistischen Kurzschlüssen, belegt durch Schilderungen der Rückständigkeit der Länder, aus denen die Leute fliehen; in der logischen Annahme, dass die von dort her Geflohenen nichts anderes im Sinn haben können, als genau jene Rückständigkeit nach Europa zu exportieren.

Man rechnet den Antirassismus extra-perfid gegen Feminismus auf, so als gäbe es eine Entweder-oder-Entscheidung zwischen Pauschalverdächtigung des muslimischen Mannes und Duldung sexueller Gewalt.
So als wäre es ein verzichtbarer Luxus, Menschen nicht nach ihrer Herkunft, sondern ihren Taten zu beurteilen.

Man unterstellt allen, die solche in einer Nicht-Monokultur buchstäblich brandgefährliche Narrative ablehnen, sie verteidigten oder verharmlosten die Verbrechen des Islamismus bzw. die Frauenfeindlichkeit im arabischen und nordafrikanischen Raum.

Man behauptet, Leute, die bei rassistischer Vorverurteilung nicht mitmachen wollen, „verdrängen das Problem“, und verlangt als Lösung nach einer Ausgrenzung, die dazu geschaffen scheint, das Problem bloß noch zu eskalieren.

Man ergeht sich in der Kollektivanalyse ganzer Ethnien und derer Sitten und Charakter – wohl wissend, dass diese Menschen genauso wie Angehörige aller anderen Kulturen und Religionen in jene hinein geboren wurden, und zwar mit allen damit einhergehenden individuellen sozialen Bindungen und Konflikten.

Trotzdem tut man dabei so - und darin liegt der Rassismus -, als wären all diese Menschen entweder allesamt automatisch denkunfähig unkritische Produkte archaischer Klan-Gesellschaften oder, noch schlimmer, Teil einer bösartigen Weltverschwörung (wo kennen wir das bloß her?).

David Bowies Witwe ist übrigens auch muslimischen Glaubens. Dass die sich noch nicht davon distanziert hat...

Und jetzt, wo all die auf meiner Timeline, die ihre hinreichend anekdotisch belegten Ängste und Befürchtungen äußern, die Obergrenze kriegen, die sie wollten, sind sie dadurch erwartungsgemäß keineswegs beruhigt, sondern verlangen nach Abschiebung derer, die schon da sind mit einer nach unten offenen Skala von Begründungen.

Dass vor der Küste Griechenlands gerade wieder einmal 45 Menschen ertrunken waren (mehrheitlich übrigens Frauen und Kinder, nur so nebenbei), fand in meiner eh schon liberal gefilterten Facebook-Welt gestern gleich gar keine Erwähnung mehr. Ersaufen dürfen sie, aber nicht Baden in Mödling.

Ein krasser Vergleich, ich weiß. Nicht halb so krass wie die Realität oder die Zahl an zustimmenden Kommentaren zum Stadtbad Mödling, die es in meinen News-Feed geschafft haben.

Natürlich checke ich hier mein Privileg als von sexuellen Übergriffen unbedrohter Mann Mitte vierzig, der selbst – um auch ein paar Privilegien zu nennen, die wir alle teilen – nicht in Armut und Wassermangel lebt, nicht ausgebombt, von Daesh verfolgt oder in die syrische Armee einberufen wurde, und der all das noch dazu aus sicherer Entfernung vom kontinentalen Aufruhr liest: Im Land jenseits des 20 Meilen breiten Wassergrabens namens Ärmelkanal, wo man jene Obergrenzen-Politik schon seit längerem praktiziert. Daher ja auch der sogenannte Dschungel von Calais, wo die Leute derzeit in ihren eigenen Exkrementen erfrieren – als kleiner Vorgeschmack darauf, wie es bald überall an den Grenzen zur Festung Europas aussehen wird.

Ich war auch leider nicht bei der Now Conference in Wien, wo man von den versammelten Bürgermeister_innen und NGO-Mitarbeiter_innen mehr darüber hätte erfahren können. Die Ironie, dass Österreichs Regierung es vorzog, auf ihrem Obergrenzengipfel unter sich zu bleiben, während all diese international geteilte Information griffbereit in der Stadt war, spricht allerdings für sich.

Aber zurück zu meiner Wahlheimat und dem Schicksal derer, die es trotz der Zäune von Calais in die Festung Großbritannien geschafft haben. Wie ich erst vergangene Woche mitkriegte, hält sich die britische Regierung nämlich auch bei der Unterbringung von Flüchtlingen an ihr bevorzugtes, universelles Lösungsmittel des Outsourcing.

Das Home Office betraute die bekannte Alleskönner-Firma G4S mit jener lästigen Aufgabe, die gab sie wiederum wie üblich an einen Subcontractor weiter, in diesem Fall einen Low-Budget-Immobiliengroßbesitzer namens Jomast, der die Asylwerber_innen geballt in Behausungen in möglichst billigen Gegenden möglichst billiger Städte wie zum Beispiel Middlesbrough unterbrachte.

Und dann ließ jene Firma die Türen der Häuser, die sie den Aylwerber_innen zuwies, einheitlich knallrot anmalen.

Wie zur hilfreichen Kennzeichnung der Ziele zur Entladung des vorhersagbaren, medial nicht weniger als in euren Breiten geschürten Volkszorns.

Das wenig überraschende Resultat sind mit Hundescheiße beschmierte Eingänge, Mobs, die Eier und Steine an die Fenster werfen, und natürlich Brandanschläge gegen alle Häuser mit roten Eingangstüren.

Betroffen sind auch davon nicht nur die allesamt so herkunftsbedingt bedrohlichen jungen Männer, sondern auch Frauen und Kinder.

Obwohl das Thema offenbar schon 2012 bei einer Sitzung des Home Affairs Select Committee im Unterhaus aufs Tapet kam, behauptete Stuart Monk, der Chef von Jomast, bei ihm habe sich bisher niemand beschwert. Die Türen seien bloß rot, weil er seine Farbe en gros einkauft, und jeder Vergleich mit "der Apartheid in Nazi-Deutschland" lächerlich.

Er vergisst dabei oder weiß gar nicht, dass nicht nur der Hass und die Diskriminierung, sondern auch die praktische Effizienz im Umgang mit Untermenschen ein Teil derer Demütigung im Nazi-System war. Man nimmt ihnen hier zwar noch nicht wie damals dort und heute in Dänemark die Wertsachen ab, aber so wie die Dinge gerade laufen, würde ich sagen, das kann noch werden.

Kann gut sein, dass mich das alles bloß deshalb so aufregt, weil ich selber nicht da wäre, wenn ein paar nette Leute in Frankreich meine Großeltern nicht unter Lebensgefahr bei sich aufgenommen hätten. Was es da nicht alles an westlichen Werten gab im aufgeklärten Deutschland inklusive Ostmark, vor denen es besser zu fliehen galt.

Gestern ging ich in der Londoner Liverpool Street Station an jenen zwei Statuen vorbei, die zum Gedenken an den Kindertransport errichtet wurden, der damals 10.000 jüdischen Kindern das Leben rettete - dank der Initiative von Menschen wie Sir Nicholas Winton bzw. gegen den Widerstand der britischen Bürokratie und der den Flüchtlingen gegenüber feindlich eingestellten Presse.

Statue zum Gedenken an den Kindertransport vor der Liverpool Street Station.

Robert Rotifer

Plakette der Statue: "in gratitude to the people of Britain for saving the lives of 10,000 unaccompanied children who fled from Nazi persecution in 1938 and 1939"

Robert Rotifer

Der Wiener Westbahnhof war damals Ausgangspunkt, nicht Endpunkt der Reise.

Statue "für das Kind" in der Liverpool Street Station

Robert Rotifer

Mein Blick blieb aber auch an der Zahl von anderthalb Millionen in der Shoa ermordeter Kinder hängen, die nicht mitdurften. So wie übrigens auch nicht die Eltern der 10.000 Kinder. Jede Rettung ein Trauma.

Plakette "Für das Kind" mit Referenz an Sir Nicholas Winton

Robert Rotifer

Der Kindertransport, so heroisch er war, war ein klassischer Fall von mit aller Härte praktizierter Obergrenze. Und die Geschichten all der Nazi-Opfer, die nicht mitfahren konnten, blieben unerzählt.

Menschen waren sie trotzdem.

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  • rosat | vor 158 Tagen, 7 Stunden, 10 Minuten

    i see a red door

    and i want to paint it black. habts ihr keine farbkübel in britannien?

    gruß rosa

    Auf dieses Posting antworten
  • kreon | vor 158 Tagen, 9 Stunden, 29 Minuten

    Bravo, Robert! Deine Virtue-Signaling-Skills sind hervorragend. Schade nur, dass dir die 1400 missbrauchten Kinder von Rotherham damals keinen Artikel wert waren. Frage: Warum bist du eigentlich weg von liberalen Diversity-London ins konservativ regierte 95%white-Canterbury gezogen? Ist der Rassismus dort nicht unerträglich?

    Auf dieses Posting antworten
    • bigbadjohn | vor 158 Tagen, 9 Stunden, 2 Minuten

      +++

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 9 Stunden,

      wieso lässt du einerseits den konservativen spießbürger der weniger gebildeten aber hochkulturaffinen("kreon" haha) mittelschicht raushängen..aber agierst aufeinmal wie eine wütende hausfrau die undifferenziert mit ihrem mann/frau argumentiert?
      die gute alte kindergartentaktik der bockigen->
      wenn man bei einem thema nichtmehr weiterkommt einfach auf das nächste thema switchen bis man es so verdreht das die eigene hysterie unweigerlich überhand gewinnt (und weils schlichtweg zu mühsam für den/die gegenüber wird um weiter zu argumentieren)

      was in 3 teufels namen hat rotherham mit dem topic zu tun.

    • arnonymous | vor 158 Tagen, 8 Stunden, 27 Minuten

      schätz mal weil dort nachweislich der folgende satz:
      "So als wäre es ein verzichtbarer Luxus, Menschen nicht nach ihrer Herkunft, sondern ihren Taten zu beurteilen."
      ins völlige gegenteil umgeschlagen ist - aufgrund ihrer herkunft wurden ja täter *nicht* belangt, um ja keine rassismusvorwúrfe aufkommen zu lassen.

      dazu passt ja auch der letzte spiegel zur staatsohnmacht oder die neuen aussagen des grünen(!) freiburger oberbürgermeisters (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/dieter-salomon-freiburgs-buergermeister-fordert-harte-linie-a-1073645.html).

      wenn die bürger das vertrauen in den staat verlieren, wird rechts gewählt. immer und immer wieder. die pegida hanseln hatten gerade ein treffen in prag, wo sich alle relevanten anti-islamischen gruppen europas koordiniert haben. da braut sich was übles zusammmen, und den eigenen bürgern dauernd rassismus vorzuwerfen wird eher nicht helfen.

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 8 Stunden, 7 Minuten

      arnonymous | vor 69 Tagen, 23 Stunden, 58 Minuten
      " jetzt sickert der nächste dreck ein. aber so geil, weils von edlen wilden gelebt wird. nur nix sagen. blumis aufgeklärter islam existiert genau wo auf der welt als staatsreligion?"
      http://fm4.orf.at/stories/1764608/

      ich hab dich nach einem seriösen link oder einer studie zum thema flüchtlinge und pegida gefragt damit du die chance hast diese offensichtliche panik zu legitimieren..nachdem von euch seit jahren nichts rational stichhaltiges geschweigedenn wissenschaftliches zum thema flüchtlinge gepostet wird..nichtmal paraphrasieren findet statt einfach nur rhetorisch entwickelte panik. und was für einen link postest du auf meine frage?
      die lebenserwartung von amerikansichen weissen unterschichtlern in nem atlantic artikel......allright..das ist deine konnotation zur thematik

      wie wütend kann die hausfrau in dir bitte sein?
      man muss panischen bürgern keinen rassismus vorwerfen.es ist eher schlicht die kognitionsfähigkeit

      und das vertrauen in den staat ist eine überholte vorstellung an die nur polarisierende gruppen glauben.linke marxisten und rechte opportunisten die an die macht wollen.politik ist ein auslaufmodel

      http://www.technologyreview.com/view/545606/how-an-ai-algorithm-learned-to-write-political-speeches/

      man muss nicht links sein um diese unbegründete panik als solche zu erkennen

      einfach neutral wertfrei analysieren

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 8 Stunden, 3 Minuten

      www.oecd.org/migration/OECD%20Migration%20Policy%20Debates%20Numero%202.pdf

    • arnonymous | vor 158 Tagen, 6 Stunden, 23 Minuten

      der atlantic artikel zitiert die studie, hier die details: http://www.pnas.org/content/112/49/15078.abstract

      brauchst noch was? vorlesen?

      "das vertrauen in den staat ist eine überholte vorstellung" - ach nein.

      deine zukunft kotzt mich an.

    • bigbadjohn | vor 158 Tagen, 6 Stunden, 12 Minuten

      mutti hat nie im ausland gearbeitet, schaut massig tumbe serien, wichst zuviel, kann keine längerfristige beziehung durchhalten und hat chaos im hirn.

      hat keinen sinn mit menschen dieser generation "keine-ahnung" zu diksutieren.

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 5 Stunden, 1 Minute

      "brauchst noch was?"
      ja bitte einen bezug zum thema^^
      zum 5ten mal

      "Rising morbidity and mortality in midlife among white non-Hispanic Americans in the 21st century"

      das du daraus jetzt einen bezug zur flüchtlingslage und einem rassismus diskurs in europa herstellen willst lässt höchstens in arische sichtweisen blicken.the "white race" welche ausstirbt ist dein bezugspunkt?
      sicher?

      magst dich vl dem bigbadjohn anschliessen und die substi rationen nachholen
      das beruhigt menschen die es benötigen

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 4 Stunden, 56 Minuten

      und das kotzen hilft dir vl um den ekel vor dir selbst als neudefinierung zu entwickeln

      https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ekel

      bitte schatzi...

      es ist eine schande wiesehr social media von der pegida fraktion überschwemmt wird weil der linkliberale besseres zu tun hat.

    • arnonymous | vor 158 Tagen, 4 Stunden, 45 Minuten

      "es ist eine schande wiesehr social media von der pegida fraktion überschwemmt wird weil der linkliberale besseres zu tun hat."

      da geb ich dir völlig recht.

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 4 Stunden, 14 Minuten

      brav

    • bolle | vor 158 Tagen, 3 Stunden, 20 Minuten

      @Vorredner

      Meint ihr wirklich, dass die Art euer Kommunikation auch nur im Geringsten erbaulich ist? Inhaltlich kommt bei mir aus euren Texten nichts an (vielleicht bin ich aber auch nur zu blöd...), was bei mir ankommt ist nur dieses gegenseitige Anpöbeln. Wenn es euch Spaß macht, nun ja. FM4 hat das m.E. eigentlich nicht verdient...

      @all: sorry, dass mir nun der Kragen geplatzt ist.

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 3 Stunden, 15 Minuten

      das passiert halt wenn man nur den subtext mitkriegt..is jetzt nicht weiter verwunderlich das du dich nicht auskennst

      niemand zwingt dich dazu;)

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 3 Stunden, 11 Minuten

      und anscheinend bist du eine sensible seele die sich rhetorisch bewusst auf anderen ebenen begibt, wenn du das "kragen platzen" nennst.

      aber lobenswert das es von dir immerhin periphäres interesse jenseits der politisch korrekten doktrin und ausserhalb der boboblase(die eine statistische minderheit darstellt) gibt

      auch brav

    • meinemutter | vor 158 Tagen, 3 Stunden, 10 Minuten

      bitte fühl dich jetzt nicht angegriffen..war nur eine neutrale feststellung

      sonst wirds nervig . und die sensibilität inhaltslos

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 8 Stunden, 37 Minuten

      debate culture in österreich...

      @bolle
      1
      hier bezeichnet jemand öffentlich flüchtlinge als einsickernden "dreck"(hast du das im subtext und subkontext mitbekommen? recht simpel zu erkennen)
      2
      der andere "kreon" , geht inhaltich genausowenig auf den artikel ein, ein artikel in dem es darum geht, dass im securitystaat england die türen von flüchtlingen rot angemalt werden als wären wir in der antike.das ist ihm anscheinend egal, kreon will einen vollkommen aus der luft gegriffenen bezug zu den horrific massenmisshandlungen in rotherham herstellen als wäre er der spindoctor eines fpö gemeinderats in unterbremstätten.diese analogie allein ist schon etwas pathologisch

      3
      dann frage ich den typen der flüchtlinge als dreck bezeichnet, nach seriösen links zum thema EU-flüchtlinge um ihnen eine chance zu geben ihre offensichtliche flüchtlingshysterie wenigstens in einem wissenschaftlichen diskurs wiederzugeben(nachdem ich ihnen den mehrwert von flüchtlingen 100mal wissenschaftlich verlinkt vorgelegt habe).dann könnte man inhaltich einsteigen und einen diskurs führen.oder vl sind sie ja bill mahers oder "herr karls" und wollen einfach nur antoganistisch eine debatte entfachen um im subtext der zerreibenden meiungsverschiedenheit auf essenzen zu kommen.
      das wär ja auch ok.
      dann könnte man the debate INHALTLICH und mit offenem visier gestalten. etwas was die amerikaner in ihrer kultur verankert...

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 8 Stunden, 36 Minuten

      haben(highschool debate contest) und was wir ösis anscheinend nicht wirklich kennen und beim grammar und PKschnösel der "guten sitte", stecken bleiben ...die usa hat halt auch mehr medien ala stephen colbert, bill maher undco:
      gebildete menschen die auf die etikette scheissen, sich selbst im überzogenen narzismus nicht so ernst nehmen und manchmal den "herrn karl" spielen um sich zB von glenn greenwalds(snowden aufdecker, aka eine rhetorisch gut geölte maschine) vor der kamera inhaltlich zerfetzen zu lassen im auftrag der epistemologischen wahrheitsverbreitung.
      https://www.youtube.com/watch?v=wjEEM1XCfTk
      um eben in der meinungsverschiedenheit zu den essenzen oder intermediären silverlinings zu kommen!DEBATTEN führen und nicht beim grammarnazi oder PKschnösel stecken bleiben .comprende? inhaltlich themenbezogenes sehe ich von dir übrigens gar nichts ausser nices petting und zustimmen("nett sein" ist kein inhalt) oder deinem naserümpfen ohne einem ernsthaften versuch sich hier zu beteiligen.(kann ich dir auch nicht verübeln, aber eine eigene meinung kann man immer haben auch wenn man andere nicht gleich versteht.erst dann kann jemand bei deiner meinung "einhacken" oder eben nicht. aber du bist dir jetzt anscheinend zu gut dafür.ok) das schlichte "naserümpfen" was du jetzt einbringst ist keine debatte .sry du prinzessin die "microaggressions" nervlich anscheinend nicht aushält.schade! denn...

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 8 Stunden, 34 Minuten

      denn wir brauchen hier mehr stimmen der vernunft weil zensur auch keine lösung ist.+social media wird nicht weniger definitionsmächtig in zukunft.
      www.cl.cam.ac.uk/~ey204/pubs/2011_CCR.pdf

      was bringt nun arnonymous als antwort, auf die frage nach "science and proof" zu EU flüchtlingen und pegida hysterie? er bringt die sinkende lebenserwartung von weissen amerikanern ohne wiederum inhaltlich darauf einzugehen.....er suggeriert also eine angst die "weisse rasse" könne aussterben? (vl hat grundsätzlich vor diversifizierung in der evolution angst. vl steht er mehr auf inzucht und "gründereffekt" bzw "purging" who knows. das ist natürlich reine spekulation weil er inaltlich auf sowas natürlich nicht näher eingeht lässt er die tür für spekulationen weit offen..wie soll er auch näher drauf eingehen ohne sich komplett in bullshit zu verfangen nachdem die frage eigentlich auf EU flüchtlinge bezogen war?)

      keine spekulation ist hingegen was diese menschen weiss auf schwarz hier seit jahren schreiben!ohne reaktionen!die orf.at taktik ging nicht auf.niemand antwortete auf derartig horrenden shit!hab lang gewartet.
      ich bin selbst ein verfechter für meinungsfreiheit und gegen zensur also antworte ich.auch wenns den pingeligen lukas tagwerkers undco von fm4 nicht in die PC doktrin passt weil sie im "antiaggressive communication seminar" 2 kuschlbär-sticker für wegtrainierte microaggression ins...

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 8 Stunden, 33 Minuten

      für wegtrainierte microaggression ins HÜ-heft bekommen(unweigerlich passiv aggressiv werden wie man bei seinem letzten kommentar erkennen konnte. natur des menschen mit pseudowissenschaft verdrängen etc gähn)...( ein anderer teil von fm4 ist e cool, und weniger auf triggerswords aus als wären sie facebookmarketing mit stumpfen esowissenschaftlichen wortindexanalysen weit entfernt von seriöser sozialwissenschaft)

      hier stehen jedes monat astreine neonazi bemerkungen unbeantwortet im jugendkultursender österreichs.(und ich hab fucking wolfgang schüssel gewählt weil er ein stratege war! also hab eine far-not-links perception! aber das in der mitte ein extremer rechtsruck vollzogen wurde fällt mittlerweile einfach auf wenn man neutral analysieren will .da ist keine balance da.genau wie im forum. niemand schreibt dagegen!

      und dazu fällt dir nicht mehr ein als deine nase zu rümpfen?

      traurig

    • kreon | vor 157 Tagen, 2 Stunden, 3 Minuten

      @meinemutter

      Warum redest du?

      Deine Meinung ist komplett irrelevant, seitdem du bewiesen hast, dass du unfähig bist, auf eine einfache Frage zu antworten, die ich dir hier gestellt habe:

      http://fm4.orf.at/stories/1766084

      „Wie tragen Menschen aus einer fremden (mit westlichen Werten nicht zu vereinbarenden) Kultur, die diese in Ö weiter pflegen, zur Verbesserung der Ö-Kultur bei?“

      Feigling.

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 1 Stunde, 2 Minuten

      na geh komm. frag das doch gleich karlheinz

      endlich stellst du mal eine konkrete gretchen frage

      wo soll man nur anfangen?
      schonmal von david alaba gehört?marco arnautovic
      millionen menschen in extase versetzen
      schonmal einen verstopften abfluss gehabt?
      wer sorgt dafür das du wieder in ruhe scheissen kannst?
      der dragan der habibi oder der hansi?

      willst du was gutes essen?
      geh zum naschmarkt ali

      willst du eine in die goschn weil du ein kleiner futnazi bist haha?
      geh zu mir

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 56 Minuten

      abgesehen davon wenn man jetzt mit dir wirklich einen kulturellen diskurs anfangen will

      hast du eine oma oder einen opa?bzw hattest welche?
      in welcher kultur sind die aufgewachsen?
      in derselben wie du?mitnichten! die sind im blockwart erzkatholischen siebtelbauern shit aufgewachsen! goschn für die frau gabs damals!

      machst du dann trotzdem eine antiopa anti oma-hotline?

      reiss dich zam mit deiner analogie..massenrapes in england mit flüchtlingen konnotieren..dafür dürfen dir mindestens 5 yugos das handy abknöpfen..allein für die deppate ansag

    • meinemutter | vor 157 Tagen, 42 Minuten

      wer argumentiert und protestiert gegen omas und opas nur weil sie eine veralterte kultur haben???und es gibt millionen davon iiiinnerhalb unserer grenzen..huch!
      das ist dein ansatz?? die kulturen sind nicht kompatibel?

      (ihre kinder logischerweis weniger usw secondos übernehmen die zukunft)http://www.washingtonpost.com/wp-srv/style/longterm/books/chap1/newsecondgeneration.htm

      aber hauptsache Rotherham unter diesem artikel erwähnen
      na oida! ganz a lustiger

    • kreon | vor 156 Tagen, 2 Stunden, 47 Minuten

      Halleluja! Endlich stehst du zu deinem Österreich-Hass. Jawohl, Omas und Opas Kultur, die unsere freie Gesellschaft in Ö geschafft hat, hassen, und gleichzeitig Leute importieren, die diese freie Gesellschaft verachten und zerstören wollen. Deine Sehnsucht nach Unterwerfung ist verstörend. Bist du ein Power-Bottom?

  • staunerin | vor 158 Tagen, 14 Stunden, 13 Minuten

    Danke vielmals Robert Rotifer! Wer auch immer diese Haltung als naiv, links, unrealistisch, und sonst wie klassifiziert, versteht nicht: Es geht hier nicht mehr ums Klassifizieren. Das ist der Punkt! Ist dies das Zeitalter, wo den Menschen die Differenzierungsfähigkeit verloren geht?

    Auf dieses Posting antworten
  • meinemutter | vor 158 Tagen, 21 Stunden, 18 Minuten

    im grunde ist es ein typisch verzerrtes wahrnehmungsproblem das (wie immer) medial projiziert wird.
    man sieht in den zeitungen "menschenmassen" "horden" hinter zäunen, aber im endefekt bewegt jede fussball WM/EM 100mal mehr menschen innerhalb von 3 wochen.. oder der winterschlussverkauf etc

    wenn man den focus auf eine gruppierung richtet dann sieht man ausserdem in der alltäglichen menschenmassen mehr davon.
    wenn man auf der autobahn acht gibt wieviele mercedes es im schnitt gibt, wird man automatisch mehr mercedes wahrnehmen weil man sein bewusstsein auf diese eine marke lenkt und den überblick auf alle autos verdrängt.klassische unschärfe relation oder klassische bias.den trick verwendet jede gruppierung die auf etwas aufmerksam machen will..die progressiven genau wie die rechten.
    damit bekommt die "untere" mitte(aka heutzeitungmitte aka unsere "gemäßigten" republicans) panik.
    authentische echte panik

    menschen die man dazu gebracht hat an etwas wirklich zu glauben sind eine gefährliche waffe weil sie nicht schauspielen.
    der linksliberale bekommt mitleid mit sowas..was auch gefährlich zynisch wird..ein kreislauf

    es kann uns nur out of the box shit helfe...david gott alaba muss zum islam konvertiere...mach den ali man

    Auf dieses Posting antworten
    • meinemutter | vor 158 Tagen, 6 Stunden, 27 Minuten

      https://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung

  • bolle | vor 159 Tagen, 3 Stunden, 1 Minute

    Sehr lesenwert und zum Nachdenken anregend. Danke!

    Auf dieses Posting antworten
  • gerettet | vor 159 Tagen, 10 Stunden, 6 Minuten

    Danke!

    Auf dieses Posting antworten
  • salemthecat | vor 159 Tagen, 12 Stunden, 27 Minuten

    Naiv

    ist noch das verträglichste Vokabel zu obigem Sermon:

    Eine Vielzahl an Menschen kommt derzeit nach Europa, die in gänzlich anderer Weise _sozialisiert_ wurden. Da gehören archaische Clan/Sippe Strukturen dazu, so wie religiös tradierte Menschenbilder, die oft in einem voraufklärerischen Zustand stecken. Vom teilweise mit der Muttermilch aufgenommenen Antisemitismus (siehe Schulbücher im arabischen Raum) gar nicht zu reden. Das haben sowohl die IKG als auch andere jüdische Gemeinden in Europa schon thematisiert. Die öffentliche Diskussion darüber, ob man heute Kippa tragen soll, sagt eigentlich viel darüber aus, dass der Wunsch nach Bereicherung auch ordentlich nach hinten losgehen kann.

    Europa hat viel Blut und Menschenleben verbraucht, um in ein postaufklärerisches säkulares Zeitalter zu treten, wo Menschenrechte, Gleichberechtigung und persönliche Freiheit im grossen und ganzen funktionieren. Sinn von Migration kann nicht sein, dass das aufgrund von appeasement geopfert wird. Hier gilt wie anderswo: wehret den Anfängen. Das ist die große Aufgabe dieses Jahrhunderts.

    Auf dieses Posting antworten
    • meinemutter | vor 158 Tagen, 21 Stunden, 33 Minuten

      du schreibst sie sind "gänzlich anders sozialisiert worden" ohne näher darauf einzugehen.
      unklar auch ob du überhaupt von sozialisierung und dessen methoden ahnung hast

      sind sie vl sozialisiert wie orthodoxe jüdische frauen am herd?
      https://en.wikipedia.org/wiki/Women_in_Judaism
      oder wie unseren gut christlichen omas die am stammtisch soviel zu sagen hatten wie die 11 säuglinge die sie grossziehen mussten?

      aber brav nachgedacht
      kurz aber brav

  • gedge | vor 159 Tagen, 16 Stunden, 26 Minuten

    klar,Arschlöcher gibt's überall, ist schlicht Statistik. wer aber glaubt, Herkunft (und somit die persönliche Einbettung in ein spezifisches, sozio-kulturelles Koordinatensystem/ gesellschaftliches Klima) habe GAR NICHTS mit der Bewertung/Verortung des Ausmaßes/der Qualität bestimmter Taten zu tun, sollte vielleicht doch auch das hier lesen:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

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  • kwikstep | vor 160 Tagen, 1 Stunde, 40 Minuten

    da hat er recht. türen rot - puh.

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  • makronaut | vor 160 Tagen, 2 Stunden, 32 Minuten

    danke – musste mal gesagt werden.

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