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Musik, Film, Heiteres

Simon Welebil

Abenteuer im Kopf, drinnen, draußen und im Netz

4. 2. 2017 - 09:07

Air+Style Tag 1

Zahlreiche Rider und Riderinnen kämpfen um den Einzug ins Finale, mit musikalischer Untermalung von Millencolin und Bilderbuch.

Air+Style Schanze vor der Innsbrucker Nordkette

Simon Welebil / FM4

Der harte Weg ins Finale

Das sportliche Programm am Eröffnungstag ist schwierig zu vermarkten, steht doch „nur“ die Qualifikation auf dem Programm. Hier rächt sich, dass das Head-to-Head Format zugunsten mehr Fairness für die Rider aufgegeben worden ist, denn das Spannungsmoment fehlt komplett. Für die Top-Fahrer wie Vorjahrssieger Seb Toutant ist der Cut, aus 29 Ridern 13 zu machen, nicht besonders hart. Er meint, er habe noch nicht auf sein bestes Snowboarden zurückgreifen müssen.

Die vier österreichischen Snowboarder am Start hingegen haben von Anfang an Probleme. Niemand aus dem Quartett von Werni Stock, Philipp Kundratitz, Clemens Schattschneider und Clemens Millauer kann seinen ersten Trick stehen. Vor dem zweiten Run beginnt deshalb schon die Zitterpartie. Clemens Schattschneider, der Rider mit der schönsten Comeback-Story im Feld zeigt, dass er wieder Spaß am Snowboarden hat und macht in seinem Warm-Up Run schon einen Frontflip im Inrun. Im Contest zeigt er dann, dass er selbst nach zwei Jahren Pause nicht viel verlernt hat und probiert mächtige Triple Corks, doch die Landung haut an diesem Tag nicht hin.

Clemens Millauer ist am Freitag der einzige heimische Rider, der einen Trick landen kann. Mit seinem Switch BS Double Cork 1260 Stalefish erreicht er Platz 13 nach dem ersten Durchgang und qualifiziert sich wie schon im Jahr zuvor als einziger heimischer Rider das Halbfinale. Für sein zweites Air+Style Semifinale in dieser Saison nach Peking verspricht Clemens jetzt mehr Risiko und eine gute Show. Letztere wollen auch die Frauen bieten, die am Samstag zum ersten Mal in der Air+Style Geschichte am Big Air Contest teilnehmen. Anna Gasser hat schon beim Training gezeigt, dass auf diesem Kicker einiges drinnen ist.

Clemens Millauer und Anna Gasser im Kofferraum eines Autos

Simon Welebil / FM4

Clemens Millauer und Anna Gasser

The future and the past

von Christoph Sepin

Als die Sonne untergeht, gibt es am Air+Style einen Abstecher in die Vergangenheit und die Zukunft der musikalischen Geschichte. Niemand anderes als die schwedische Punk-Institution Millencolin spielt nach den Boardern und Boarderinnen eine flotte Show alter Hits. Es ist mittlerweile kalt geworden in Innsbruck, obwohl es tagsüber um die zehn Grad gehabt hat. Gut also, dass die Band aus Örebro ein Set zum Aufwärmen spielt, voller Energie, schnell und positiv. Ist auch notwendig, denn am Freitag finden noch alle Konzerte Open Air statt. Der Kopfhörersoundtrack zahlreicher Skater, Skaterinnen, Snowboarder und Snowboarderinnen wird damit live auf der Bühne umgesetzt.

So richtig übervoll ist es nicht geworden, was ganz praktisch ist, weil man dadurch bequem in die erste Reihe vorspazieren kann. Dort befinden sich schon einige junge Bilderbuch-Fans an die Absperrung gequetscht, die es gar nicht mehr erwarten können, bis die Band endlich zu spielen beginnt. Zum ersten Mal Innsbruck mit neuen Liedern, zum ersten Mal Air+Style und vielleicht sogar das erste Innsbruck-Konzert, das nicht im legendären Weekender Club stattfindet, jede Menge Premieren heute für Bilderbuch.

Das wird ein Set der großen Hits auf der Open-Air-Bühne, das mit der neuen Workaholic-Hymne "I love Stress" begonnen wird. Smooth wie immer, präsentiert sich die Band, gut wie immer, passt wie immer. Und den Leuten taugt's ordentlich, wenn Innsbruck, die Snowboarder und Snowboarderinnen, die Frontflips und Backflips von Maurice Ernst auf der Bühne hochgelebt gelassen werden.

Und auch der Weekender Club, der heuer zusperren wird, kriegt noch ein letztes Hurra. Dort haben Bilderbuch nämlich eine ganz besondere Nummer zum ersten Mal live gespielt. Ein Lied, das aus der österreichischen Musiklandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Und als der erste Riff von "Maschin" beginnt, gehen im Publikum die Hände vor Begeisterung in die Höhe. In Memoriam Weekender, für immer "Maschin". Und da kann dann auch wirklich jeder und jede mitsingen.

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