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Musik, Film, Heiteres

Robert Glashüttner

Videospielkultur, digital geprägte Lebenswelten.

16. 2. 2017 - 09:51

Allein auf hoher See

"Raft" ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Werden wir es schaffen, uns eine kleine, schwimmende Villa zu bauen? Oder vorher vom Hai verspeist werden?

"Wasser ist der Ursprung von allem."
(Thales von Milet)

Ein winziges Floß, eine Flasche Trinkwasser und ein Captain-Hook-Haken sind alles, das wir zu Beginn von "Raft" haben. Wir treiben mitten am Meer. Wie wir hierher gekommen sind, wissen wir nicht. Es tut aber auch nichts zur Sache, denn entscheidend ist, wie lange wir überleben können. Mit dem Haken können wir Treibgut einsammeln, das immer wieder neben uns vorbei schwimmt. Das Floß verlassen und schwimmend das Meer erkunden ist hingegen keine gute Idee. Denn die Haie sind nicht weit und machen kurzen Prozess.

Am Floß in "Raft" beim Sonnenuntergang.

Raft Developer / Robert Glashüttner

Erste Erfolge: Ein Kocher, ein Wasserreinigungsgerät und ein Pflanzenbeet.

"Raft" ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Treibgut einsammeln ist ja ganz nett, aber wenn wir nicht schnell dafür sorgen, dass wir genug zu Essen und Trinken haben, helfen uns auch die vielen Palmblätter, Holzbretter und das Leichtmetallgerümpel nichts. Also mal nachsehen, was wir tun können, um nicht zu verdursten. Wir können erst mal eine Dose basteln und danach ein Wasserreinigungsgerät. Danach kümmern wir uns um den Hunger: Wir schnitzen eine Angelschnur und bauen einen einfachen Kocher.



Langsam, aber sicher, wird die Fläche unseres Floßes größer. Wir basteln eine Fackel mit einer dazugehörigen Halterung, damit uns die stockdunkle Nacht nicht in den Wahnsinn treibt. Damit uns die Haie nicht unser vergrößertes Floß wieder klein beißen, bauen wir einen Speer, mit dem wir die Biester verjagen.

"Raft" ist für Windows auf der alternativen Games-Plattform Itch.io als freier Download verfügbar.

"Raft" ist kein allzu tiefgreifendes Spiel, aber durch den ständigen Überlebensdruck ein packendes Erlebnis, bei dem man sich in jeder Sekunde gut überlegen sollte, was man als nächstes erledigt. Auch, wenn unser Floß nach einer Weile nicht mehr ganz so fatal aussieht: Allzu gemütlich sollte man es sich nie machen.

Am Floß in "Raft" bei Nacht.

Raft Developer / Robert Glashüttner

Haben Sie Meer schon bei Nacht gesehen?

Wer "Don't Starve" mochte, wird auch "Raft" schätzen. Zwar gibt es hier nicht so viele verschiedene Dinge und Wesen zu entdecken, den ständigen Kampf ums Überleben und die damit einhergehende Rastlosigkeit hat aber das zuständige schwedische Indie-Entwicklertrio sehr gut hinbekommen.

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