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ÖH Wahl

Antreten mit Kalauern und Freibier-Versprechen!

Die ÖH Wahlen werden gerne als Spielwiese für die große Politik gesehen. Oder auch als Spielwiese für Spaßfraktionen. Auch heuer ist wieder eine dabei: No Ma’am bringt in punkto Schmähs die Neunziger Jahre zurück.

von Irmi Wutscher

Die ÖH Wahlen werden von vielen Wahlberechtigten nicht besonders ernst genommen – Stichwort Wahlbeteiligung von 25 Prozent - aber auch so manchem Kandidaten oder Kandidatin ist die ÖH schlicht und einfach wurscht.

2015 sagt Marcel Pierre Hintner von der LISTE, dem ÖH Ableger von der Partei: „Wir wissen natürlich, dass uns die ÖH scheißegal ist und die Studierenden uns nicht interessieren. Wir nützen diese Gelegenheit, um den Menschen die Partei ein wenig näher zu bringen und um die Uniräumlichkeiten für Partys zu verwenden.“

Die ÖH-Wahlen auf FM4

Wir begleiten die ÖH Wahl 2017 hier auf FM4.

wahl2017.oeh.ac.at: Die offizielle Seite der ÖH mit allen Infos zur Wahl.

Die Liste hat bei den ÖH Wahlen 2015 dann aber immerhin 2,4 Prozent der Stimmen und somit ein Mandat in der ÖH Bundesvertretung geholt und damit genauso viele Stimmen wie der RFS und die beiden Kommunistischen Listen. Wofür sie dieses dann in der Bundesvertretung eingesetzt haben, ist nicht bekannt.

Heuer tritt Die Liste nicht mehr an, sie war aber nicht die erste und wird nicht die letzte Spaßfraktion bei ÖH Wahlen sein – ein Wort, das übrigens sämtliche unter diesem Terminus subsumierten Fraktionen strikt ablehnen!

Al Bundy lässt grüßen

Dieses Jahr hat eine altbekannte Fraktion genügend Unterschriften gesammelt, um bundesweit anzutreten: Die Liste No Ma’am. Das riecht nicht nur stark nach Neunziger Jahre und einer Fernsehserie, von der die heute 20-Jährigen noch nie was gehört haben – das kommt auch aus dieser Zeit. Denn so schreibt uns No Ma’am via Email: "20 Jahre Erfahrung in den Bereichen des eskalativen Feierns und der unprodukiven Oppositionspolitik sprechen für uns. Zu einer persönlichen Stellungnahme war die Fraktion nicht zu erreichen.

No Ma’am ist bei den letzten ÖH-Wahlen 2015 nicht bundesweit angetreten.

Online findest du sie unter no-maam.at

Gegründet hat sich No Ma’am 1997 angeblich aufgrund eines Gewinns von 1000 Schilling via Rubellos und nach einer Konfrontation mit einer Frauensprecherin der Uni Linz. So sieht ihre Ahnengalerie auch aus – fast nur weiße Männer wohin das Auge blickt. Spitznamen scheinen sie auch gern zu mögen. Seit den Neunzigern sind die No Ma’ams in Linz vor allem als Partyveranstalter bekannt.

Weltfrieden, Freibier, dreilagiges Klopapier

2013 hat No Ma’am zum ersten Mal ein Mandat in der ÖH Bundesvertretung erlangt. Dazwischen sind sie nicht angetreten. Was sind die heurigen Wahlversprechen?

„An unserer politischen Agenda halten wir weiterhin fest. Weltfrieden, Freibier und dreilagiges Klopapier bleiben natürlich weiterhin unsere edelsten Ziele.“

In die Wahl als Spitzenkandidat geht der so genannte Popolist Philipp Roithinger. Damit ist gemeint: Popolismus, als zeitgemäße Antwort auf die gegenwärtigen Probleme in- und außerhalb unserer schönen Bierrepublik, erscheint uns dabei als die gangbarste Alternative für Deutschland.

Koalitionsaussichten hat No Ma’am wohl keine. Alle anderen antretenden Fraktionen betonen, sie wollen nur mit jenen Fraktionen reden, „die ÖH Politik ernst nehmen.“

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