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Blick auf den Linzer Hafen beim Bubble Days

Christian Stipkovits | FM4

Streetart, Musik und Wassersport

Das Bubble Days bemüht sich um ein breites Publikum und schafft den Spagat zwischen Volksfest, Sportevent und Festival.

von Daniel Grabner

Wahrscheinlich wegen der Grillhendl, der Heurigenbänke und dem langgezogenen Areal, an dem tagsüber Jungfamilien und auch ältere Semester am Wasser des Linzer Hafens entlang, an der FM4 Bühne vorbei zum „Urban Beach“ schlendern.

Viele halten die rot-weiß-roten Fähnchen eines Bierherstellers in den Händen und tragen Strohhüte mit dem Logo des Hauptsponsors. Über Lautsprecher fordert ein Moderator die Menschen dazu auf, in den Himmel zu schauen, das Sky-Dive-Team mit Energydrink-Referenz springt in regelmäßigen Abständen aus einem Helikopter. Ein paar Meter weiter surren Modellflugzeuge über den Rasen. Dazu passt es auch, den samstäglichen Programmpunkt der Kollegen Duscher und Gratzer „FM4 Frühschoppen“ zu nennen.

Duscher und Gratzer beim Bubble Days 2017

Christian Stipkovits | FM4

Aber dann hat es doch auch was von einem Festival, wenn sich gegen Nachmittag die ersten Menschen vor der Bühne versammeln, um z.B. Schnipo Schranke zu sehen, oder später, wenn es dunkel ist, im spärlichen Scheinwerferlicht zum Beatgewummere von Elektro Guzzi und Austrian Apparel zu tanzen, kopfzunicken und all das zu tun, was man eben bei Elektronik-Acts auf Festivals sonst so macht.

Der niedrige Damm zur Donau ist voll mit Menschen, die im Gras sitzen und einfach eine gute Zeit haben. Allerdings: Die „Cash-Less-Cards“, die jeder lösen muss, um konsumieren zu können, sind (leider) sehr Festival-like. Holt man sich irgendwann sein erstes Getränk fernab der Wasserspender, wird man beim Zahlen schnell daran erinnert, dass ein Gratis-Festival wie das Bubble Days eben doch seinen Preis hat.

Der Spagat geht sich aus

Das Bubble Days möchte ein Festival für alle sein, und das gelingt irgendwie auch. Der Grillhendl-Stand, vegane Snacks, die meterhohen Murals à la Banksy im „Mural-Harbor“, ein Wake-Board-Lift und Acts wie die Antilopen Gang oder Jugo Ürdens: Das alles hat nebeneinander Platz und ist seit Jahren Teil des Konzepts, dessen weiterer „Schwerpunkt“ sämtliche Spielarten des Wassersports sind.

Yoga am SUP-Board

So konnte man einen Stand-Up–Paddling Yoga-Kurs belegen. Yoga also nicht in geschlossenen Räumen und auf festem Boden, sondern in der freien Natur auf einem wackeligen SUP-Board am Wasser. Nur anbinden sollte man sein Board irgendwo, oder „einen kleinen Anker“ dabei haben, wie Trainerin Nicole aus Vorarlberg erklärt.

Wake Boarding und Wake Surfing und Pumptrack

Am Wakeboardlift konnte man nicht wie letztes Jahr beim „Wake of Steel“ den Profis zusehen, sondern selbst aufs Board steigen. Tipps gab’s via Headset im „Realtime-Coaching“ von erfahrenen Wakerboardern. Melanie aus Wien hat ein 15-minütiges Coaching mit dem vielfach ausgezeichneten Wakeboard-Profi Daniel „Fetzy“ Fetz gewonnen, der dann später auch beim „Wakesurf Invitational“ mitgemacht hat. Den Contest im Wakesurfing (dabei surft man auf der Bugwelle eines Motorboots) konnte er allerdings nicht für sich entscheiden - nicht zuletzt, weil er, wie viele andere übrigens auch, die Bubble Days als Polter-Location genutzt hat.

Wer ein Skateboard dabei hatte und lieber trocken bleiben wollte, konnte auf der Wellenbahn des nahegelegenen Pumptracks herum cruisen.

Im Tretboot mit Scheibsta und die Buben

Neben all den fancy Wassersportarten ist das Tretbootfahren wohl die niederschwelligste und irgendwie auch romantischste Fortbewegungsweise am Wasser. Auf so einem Tretboot haben uns Scheibsta und die Buben dann vor ihrem Auftritt am Samstag mehr als bereitwillig ein Ständchen gespielt.

Dass nicht nur Scheibsta und die Buben, sondern auch Schnipo Schranke, Edgar Wasser, Elektro Guzzi, Austrian Apparel, Jugo Ürdens und die Antilopen Gang am Bubble Days gespielt haben, beweisen diese schönen Konzertfotos.

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