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Borg vs McEnroe

Ascot Elite Entertainment Group

Ein Gespenst, eine Band und großes Tennis

Trailer für Filme sind irgendwann in den letzten Jahren zu spoilerschweren Bombastclips geworden, die alles verraten. Viel schöner zum Vorfreuen: einzelne Filmstills.

von Pia Reiser

Trailer für Filme sind zu gutgelaunten Kurzzusammenfassungen verkommen, die den fertigen Film jeglicher Geheimnisse berauben - und manchmal sind sie auch noch ein Mogelpackung. Die besseren Zündschnüre sind hingegen Filmstills. Für potentielle Vorfreude-Explosionen also weiterscrollen.

A Ghost Story

David Lowery bringt sein tragisches Liebespaar aus dem sehr superen, Western-angehauchtem „Aint them bodies saints“ wieder zusammen: Rooney Mara und Casey Affleck.

Afflecks Figur stirbt gleich zu Beginn von „A Ghost Story“ und kehrt als Gespenst zurück. Nicht in diesem semi-transparenten Zustand, wie das Filmgespenster sonst machen, sondern im Oldschool Chic mit Bettlaken über dem Kopf. Mit erotischen Aktivitäten an der Töpferscheibe á la „Ghost“ sollte man hier wohl nicht rechnen.

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A24

Landline

Die 1990er Jahre interessieren mich auch nur, wenn Jenny Slate eine Rolle spielt: Zwei Schwestern entdecken, dass ihr Vater eine Affäre hat. Millenials können hier in Spielfilmform entdecken, wie die Welt 1995 ausgesehen hat.

Jenny Slate in "landline"

magnolia pictures

Call Me By Your Name

ARMIE HAMMER! Der Schauspieler, der in „The Social Network“ so herrlich überheblich die Winklevoss-Zwillinge gespielt hat, gehört mit seinem strahlend-atlmodischen Gesicht, grad so als wär er ein Zeitgenosse von Sterling Hayden, zu meinen aktuellen Lieblingsschauspielern.

„Call Me by Your Name“ ist eine Adaption des Romans mit dem gleichen Titel. Ein Landhaus in Italien, ein heißer Sommer, ein Teenager, ein Mann, der zu Besuch kommt. Klingt nach Highsmith, wenn ihr mich fragt.

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A24

Wonderstruck

Regie führt Todd Haynes; der Film verknüpft zwei Kindheitsgeschichten, die in verschiedenen Jahrzehnten spielen. Wir reden hier von Todd Haynes, dem Meister des Melodrams („Far from Heaven“, „Carol“) und dem Neu-Denker des Biopics („I’m not there“), also was soll schiefgehen?

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A24

Band Aid

Zoe Lister-Jones führt Regie, hat das Drehbuch geschrieben und spielt die Hauptrolle. Ein Paar unternimmt einen letzten Versuch, seine Ehe zu retten und verwandelt die regelmäßigen Auseinandersetzungen in Songs. Fred Armisen bangs the drums.

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A24

Borg vs. McEnroe

Ich weiß gar nicht, ob ich Sport zu machen oder echten Sportereignissen zuzusehen schrecklicher finden, aber ich habe in den letzten Jahren seltsamerweise immer öfter an Filmen, die sich mit Sportlern beschäftigen, große Freude gehabt. Von „Rush“ bis „Eddie The Eagle“.

Schon bald wird jede Redaktion des Landes bei der Besprechung von „Borg vs McEnroe“ mit Tennis-Metaphern um sich werfen (siehe Lead-Text). Der erste Still schaut zunächst nach einem Streich von The Lonely Island und dann wie das Pressefoto eines ironischen DJ-Duos aus Portland aus. Dann aber erkennt man Shia LaBeouf. Und Richie Tennenbaum ist nicht mehr der einzige Frotteestirnbandträger der jüngeren Filmgeschichte.

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A24

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