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Filmflimmern

Neu im Kino: „War for the Planet of the Apes“ und „Emoji - Der Film“. Außerdem: Sommerkino-Tipps, eine Schnurrbart-Kontroverse, einen Spielberg-Supercut und Teaser-Trailer zu Darren Aronofskys neuem Film.

Von Pia Reiser

War for the Planet of the Apes

„Planet der Affen“ aus dem Jahr 1968, der Sci-Fi-Film über einen Astronauten, der auf einem von Affen beherrschten Planeten landet, ist mit all seiner Gesellschaftskritik und seinen Allegorien auf Machtmissbrauch und die Verbrechen der Weißen ein Paradebeispiel für einen philosophischen und politischen Film, der in Form eines Popcorn-Abenteuers daherkommt. Nach einem eher missglückten Remake von Tim Burton im Jahr 2001 hat sich „Planet der Affen“ 2011 mit „Rise of the Planet of the Apes“ und „Dawn of the Planet of the Apes“ (2014) zu einem hochgeschätzten Franchise entwickelt, für die dämliche Betitelung im deutschen Sprachraum (ich sag nur Prevolution!) kann die Filmreihe ja nichts.

Wie schon beim letzten Affenabenteuer führt auch beim neuesten Film aus dem „Planet der Affen“-Universum Matt Reeves Regie, viel diskutiert wurde vorab das Plakat, auf dem einer der Affen eine Jacke trägt wie „Black Lives Matter“-Aktivist DeRay Mckesson. In „War for the Planet of the Apes“ kommt es nun - im Franchisekino wird ja eskaliert, bis gar nichts mehr geht, danach kommt dann der Spin-Off - zum Krieg zwischen den Affen und einer Armee, angeführt von einem skrupellosen Colonel (Woody Harrelson).

Christian Fuchs nennt den Film einen „haarige Hommage“ an „Apocalypse Now“ und vergibt 7 von 10 Bananen.

Filmstill Planet der Affen

Centfox

Emoji - Der Film

Vielleicht steckt auch in „Emoji - Der Film“ eine ordentliche Portion Philosophie und Politik, doch das wird wahrscheinlich erst in 20 Jahren in einer verloren geglaubten Filmkritik von Slavoj Zizek entdeckt werden. Bis dahin muss jetzt mal Kulturpessimismus reichen:

Ich hasse Emojis. Ich hab sie schon gehasst, als sie sich noch Emoticons nannten. Ich hasse sogar das Wort „Emoji“. Nun haben Smiley und seine dämlichen Herz-Smiley-Freunde einen Film, wahrscheinlich geformt aus buntem Pixel-Abfall von „Trolls“. Kurzinhalt gefällig? „Gene, a multi-expressional emoji, sets out on a journey to become a normal emoji.“ Kack-Emoji Hilfsausdruck. Vulture hat die gemeinsten Zeilen aus Reviews zusammengetragen.

FM4 Redakteurin Conny Lee ist versöhnlicher gestimmt und vergibt 5 von 10 schief lächelnden Emojis.

emojis

sony

Und sonst so?

Ich bin sehr froh darüber, in Zeiten zu leben, in denen es Aufregungen mit dem fast Conan-Doyle-artigen, schönen Titel „Moustache controversy“ gibt. Henry Cavill hat sich für die Dreharbeiten des nächsten „Mission Impossible“-Films einen Schnurrbart wachsen lassen. Da nun Szenen für „Justice League“ nachgedreht werden, in dem Cavill als Superman bekanntlich schnurrbartlos agiert und der Bart nicht abrasiert werden darf, muss der Schnurrbart in der Postproduktion entfernt werden. Meine liebste Sommerloch-Film-Geschichte bis jetzt. Die staunenden Gesichter aus Spielberg-Filmen - meist schnurrbartlos - gibt es auf nowness in einem sehr schönen Video zu bestaunen.

Apropos Staunen, es gibt einen ersten Teaser-Trailer zu „mother!“, Darren Aronofskys Film mit Jennifer Lawrence, da gibt es sicher einiges zu sehen, ich bleib aber den immer viel zu viel verratenden Trailern fern und halte mich an das grandiose Poster. Auch bei meinem zukünftigen Lieblingsfilm „Call me by your name“ halte ich mich vom gerade veröffentlichten Trailer fern, auch wenn es schwer fällt. Wer immer schon mal wissen wollte, wie es bei den Dreharbeiten zu „Dune“ ausgeschaut hat, Sean Young hat damals mitgefilmt.

Bei „The Verge“ hat man sich Gedanken zur title sequence vulgo Vorspann gemacht und wer denn den noch braucht in den Zeiten der Binge-Watcherei. Rami Malek wird Freddie Mercury spielen; Steve Coogan und John C. Reilly geben Laurel und Hardy. „England is Mine“, der Film über Morrissey vor dem Erfolg mit „The Smiths", startet am 4. August in Großbritannien, mal sehen, was Morrissey dazu zu sagen hat. We don’t want to upset him“, sagt Regisseur Mark Gill. Und außerdem nicht vergessen, bis zum 20. Oktober kann man noch beim famosen Landjäger Kürzestfilmfestival seine 12-Sekünder einreichen.

Sommerkino-Tipps

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„The Wolfpack“

3. August, The Wolfpack, Kino am Dach, Wien
3. August: 8x8x3 Richtig schön wars nur mit dir, dotdotdot, Wien
4. August: Toni Erdmann, Volxkino, Wien
4. August: Dark City, frameout, Wien
5. August: Blue Velvet, Kino wie noch nie
6. August: Elle, Kino im Schloss, Wien
9. August: The third Man, Open Air Kino im Zeughaus, Innsbruck

In diesem Sinn: „Remember, never trust anybody over 30.“ (Planet of the Apes)

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