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Camo & Krooked live

Martin Stonitsch

All that loving dank Drum’n’Bass: Camo & Krooked live ist Party pur

Nerdtum deluxe und Rocket Science, so beschreiben Camo & Krooked die Live-Umsetzung ihres Sounds. Tourneen führten sie von Süditalien bis nach Nordamerika. Gestern war Graz an der Reihe.

Von Maria Motter

2007 sind zwei sehr junge Österreicher mit Drum’n’Bass angetreten, die Musikwelt zu erobern. Heute sind Camo & Krooked die besten Freunde, die einander im Studio gern mal auf die Palme bringen. Das sei ihre Qualitätskontrolle, sagen sie. Längst hat das charmante Duo bei riesigen EDM-Events in den USA gespielt, nach den Konzerten in Österreich ist das nächste in Gisborne, Neuseeland, angesetzt.

Bodenständig seien Camo & Krooked geblieben, sagen jene, die sie von Anfang an kennen. Vor allem jedoch sind sie in einem Jahrzehnt Musikschaffen nie stehengeblieben. „Mosaik“ ist ihr aktuelles Album, es basiert auf Drum’n’Bass-Tempo, doch Drum’n’Bass wird gern nochmal gebrochen. Bei elektronischer Musik ist es ja immer sehr spannend, wie sie live umgesetzt wird.

Die vergangenen zwei Monate haben Camo & Krooked damit zugebracht, ihren Studioprozess auf der Bühne nachzubilden. „Wir haben unsere Analog-Synths mitgenommen bzw. wir verwenden auch im Studio originalgetreue Nachbauten von Analog-Synths auf unseren Rechnern. Die wollten wir auch kontrollieren mit einem Gerät, das ausschaut wie ein analoger Synth. Wir haben jeden Track, den wir live spielen, reproduziert, sodass wir ihn wirklich live spielen können“, freut sich Markus Wagner. „Die Songs wurden auf die Synths angepasst, die Drums neu gebastelt, Passagen herausgerendert, die man dann live auf das kleine Schlagzeug oder auf das Keyboard legt“.

Camo & Krooked live

Martin Stonitsch

Es ist die dritte Live-Show-Konzeption von Camo & Krooked. „Aber jetzt ist es so, dass ein analoger Synth den Sound eins zu eins rausspielt! Ich bin ziemlich stoked, dass wir das Werkl zum Rennen gebracht haben. Weil es ist Nerdtum deluxe und Rocket Science!“, schwärmt Reinhard Rietsch.

Camo & Krooked presents „Mosaik“ - die Österreich-Termine: 13.10., Design Center, Linz
14.10., Music Hall, Innsbruck
21.10., Conrad Sohm, Dornbirn
25.10., Beat Patrol Festival, St. Pölten

Ob Erotik-Kino, Red Rocks oder Kasematten

Auf den Kasematten, einer ehemaligen Befestigungsanlage, spielten Camo & Krooked gestern ein ausverkauftes Konzert. Was war denn die ungewöhnlichste Location, auf der sie bislang aufgetreten sind? „Das eine Ende der Skala war in Süditalien in einem verlassenen Erotik-Kino. Das war ganz schräg. Und das obere Ende war heuer Red Rocks in Nordamerika: Wir haben die Ehre gehabt, dort eingeladen zu werden. Backstage liegt eine Liste von Leuten, die dort alle gespielt haben. Es ist ein in das Felswerk gebautes Amphietheater, das ausschaut wie Tatooine, der Wüstenplanet aus Star Wars‘. Fast surreal: Rote Felsen und vor einem fünfzehntausend Leute. Wunderschön!“

In Red Rocks hätten sie sich gar nicht so sehr um die Crowd gekümmert, sondern mehr um den Ausblick. Beim gestrigen Konzert in Graz konzentrieren sich Camo & Krooked auf ihre Gerätschaft, schließlich haben sie einen MC als Dritten im Bühnen-Bunde dabei. Camo & Krooked live, da berühren die Beine selten gleichzeitig den Boden. Ein Konzert als einzige große Party, nonstop.

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