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Der Sänger von Farewell Dear Ghost

Christian Stipkovits

FM4 Private Sessions

Farewell Dear Ghost schmeißen die Zitatmaschine an

WG-Hopping bei den FM4 Private Sessions mit Farewell Dear Ghost

Von Nina Hochrainer

Die heimischen Indierocker Farewell Dear Ghost spielen sich dieses Wochenende durch die WGs des Landes. Erste Station war Freitag Abend die so genannte Hütten-WG in Kufstein, die ihren Namen dem rustikalen Wohnzimmer samt Kachelofen und Holzdeckenvertäfelung verdankt. Der Rest der Wohnung ist in astreinem Siebzigerjahre-Dekor gehalten. Die Feste in diesem Haus haben Legendenstatus über die Grenzen Kufsteins hinaus und gefühlt jeder zweite Partygast hat im Laufe seiner Studienzeit an der FH Kufstein mal hier gewohnt oder zumindest auf der Couch übernachtet. Wochenendschläfer, yes, that’s a thing in Kufstein.

Marlene, Evi und Steffi sind die Gastgeberinnen dieser FM4 Private Session, und sie verlangen von Farewell Dear Ghost nicht mehr und nicht weniger als die totale Hüttengaudi. Das haben sich die Jungs aber auch selbst eingebrockt, wollten sie doch dem Titel ihres aktuellen Albums „Neon Nature“ gemäß am liebsten eine Location, die sowohl modern als auch rustikal ist. Ein Hüttenzimmer in der Stadt – besser kann man diesen Wunsch nicht erfüllen.

Indie Après-Ski

Begonnen wird das Privatkonzert aber dann durchwegs beschaulich. Sänger Philipp freut sich, seine groß angelegten Indiehymnen mal wieder in ihrer Ursprünglichkeit – reduziert und akustisch - zu präsentieren und auch seinen musikalischen Helden und Vorbildern Tribut zollen zu können. Das machen Farewell Dear Ghost mit Zitaten von Lieblingssongs die sie in ihre eigenen Stücke einweben, von Wonderwall zu Mr. Brightside. Herzen brechen leise bei der Coverversion von Elvis Presleys „Can’t help falling in love“, mitgegrölt wird laut zu Opus’ „Life is life“. Kann man so machen bei einer FM4 Private Session, und wahrscheinlich nur hier.

Homecoming und Pestoröllchen

Einige Getränke, Schmusereien und einen Polizeibesuch später bricht dann ein neuer Tag heran – und mit ihm die Vorfreude auf den nächsten WG-Stopp, Destination Graz. Hier haben Farewell Dear Ghost als ehemalige Graz-Residents klaren Heimvorteil und werden in der WG von Edda und Julia fürstlich empfangen. Die beiden sind Fans der ersten Stunde und deswegen völlig zurecht die Gewinnerinnen dieser FM4 Private Session. Die Wohnung ist vorweihnachtlich dekoriert, es gibt selbstgemachte Snacks, die Gäste sind textsicher und mitsingfreudig und Farewell Dear Ghost zelebrieren eine der wohl kuscheligsten Schlafzimmer-Performances in der Geschichte der FM4 Private Sessions.

Erkenntnis nach zwei Tagen FM4 Private Session: Farewell Dear Ghost können Party machen und kuscheln. Sänger Philipp ist jedenfalls gespannt auf die dritte und letzte Station Sonntag Abend im achten Bezirk in Wien. „Kufstein hat mit der Aftershowparty die Latte sehr hoch gelegt, Graz ist da aber dank des Heimvorteils gemütlich drüber gehüpft, ich bin gespannt was noch kommt.“

Gediegener Ausklang

Zwei Tage WG-Leben zeigen ihre Spuren, vor allem in Sänger Philipps Stimme, aber das soll einer gediegenen Sonntagssession keinen Abbruch tun. Gediegen ist auch das richtige Wort um die riesige Altbauwohnung der soeben gegründeten Fünfer-Wohngemeinschaft am Bennoplatz zu beschreiben. Gourmetpunkte gibt’s für das leckere Chili am Herd und den Gin-Cheesecake.

Für Gastgeberinnen Jessi und Lisa ist die FM4 Private Session eine zweite Einweihungsparty, nur eben im Sonntags-Chill-Modus, oder wie es ein Gast beschreibt: Damit der Tatort leichter runtergeht. Nochmal zitieren Farewell Dear Ghost ihre musikalischen Helden, nochmal wird das Harmonium hervorgeholt, nochmal wird mitgelacht und mitgesungen. Und nochmal ist es so schön wie am Tag davor und an dem davor auch. Farewell - for now!

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