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In Zukunft lesen ...

Die Vorfreude ist groß - was wir 2018 lesen können ...

von Zita Bereuter

Wir können zwar die Zukunft nicht lesen, aber wir können über die Zukunft lesen und wir können schon mal schauen, was wir in Zukunft lesen könnten.
Hier sind einige Vorschläge - ohne Anspruch auf Vollständigkeit!

Der erste heiße Tipp erscheint am 8. Jänner: „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger. Ein beeindruckender Antikriegs- bzw. Liebesroman, der 1944 in Mondsee spielt.
Ende Jänner sollten die Fans von Haruki Murakami sich schon mal ein paar Stunden Lesezeit reservieren – auf fast 1000 Seiten erscheint „Die Ermordung des Commendatore“ in zwei Bänden. Wer‘s gern kürzer hat - unter „Good Home“ gibt’s neue Kurzgeschichten von T.C. Boyle.

Buchcover "unter der drachenwand"

hanser verlag

Milena Michiko Flašar, erzählt im Februar in „Herr Kato spielt Familie“ von einem sonderbaren Mann. Sonderbar ist auch das Leben des Protagonisten im neuen Roman von Hans Platzgumer - „Drei Sekunden Jetzt!“ und sonderbar fühlt sich Benjamin von Stuckrad-Barre „Ich glaub, mir geht’s nicht so gut, ich muss mich mal irgendwo hinlegen. Remix 3“.

Interessantes darf man sich von Clemens Setz erwarten: In „Bot. Gespräch ohne Autor“ – gibt eine Art künstliche Intelligenz Antworten in einem Interview. Und bei der Gelegenheit sollte auch längst das „Buch der Zahlen“ von Joshua Cohen erwähnt sein.

Saskia Hennig von Lange weiß „Hier beginnt der Wald“, während der Waldrand die Gegend von Simone Hirth in „Bananama“ ist und Mario Wurmitzer seine Protagonisten in „Im Inneren des Klaviers“ in den dunklen Wald führt. „Waldes Dunkel“ von Nicole Krauss spielt allerdings in der Wüste Israels.

Von Elfriede Jelinek erscheint das bereits 1980 geschriebene Drehbuch „Eine Partie Dame“, während Partys mit Männern in „Solo“ von Christopher Wurmdobler gefeiert werden.

Angelika Reitzer erzählt eine Liebesgeschichte „Obwohl es kalt ist draußen“ und Liv Strömquist erklärt gleich das ganze Gefühl in „Der Ursprung der Liebe“.

Von der Literaturnobelpreisträgerin Toni Morisson, kann man im März in „Die Herkunft der anderen“ Vorlesungen zu Rassismus in Amerika lesen. In Romanform widmet sich Matt Ruff dem Thema in „Lovecraft Country“.

Im April gibt’s wieder was zum Lesen von David Schalko„Schwere Knochen“ - ein Epos über Verbrecherbanden der Nachkriegszeit in Wien. Und Roberto Saviano – wir erinnern uns an Gomorrah – hat seinen ersten Roman geschrieben. Er handelt von der Mafia, „Der Clan der Kinder“. Ebenfalls in Sizilien spielt der letzte Teil der Neapolitianischen Saga „Die Geschichte des verlorenen Kindes“ von Elena Ferrante, der im Sommer endlich erscheint. Und gleich noch was von Elena Ferrante: „Frantumaglia – mein geschriebenes Leben“. Das ist eine Art Selbstportrait, wobei man eigentlich nach wie vor nicht genau weiß, wer sich hinter dem Pseudonym Elena Ferrante verbirgt.

Laetitia Colombani findet bei drei Frauen ein verbindendes Merkmal - „Der Zopf" und Nunu Kaller ruft „Fuck Beauty! Warum uns der Wunsch nach makelloser Schönheit unglücklich macht und was wir dagegen tun können“. Wie Originalität, Ruhm und Selbstzerstörung zu Tragödien führen können zeigt Connie Palmen anhand von vier berühmten Frauen in „Die Sünde der Frau.“.

buchcover "super, und dir?"

ullstein

Ein äußerst interessantse Frauenleben beschreibt Katharina Adler in „Ida“ - die erste widerständige Patientin von Sigmund Freud, bekannt unter „der Fall Dora“ mit der „Petite hysterie“.
Die Frage wies einem geht stellt nicht nur Freud sondern wohl auch Kathrin Weßling - „Super, und dir?“ ist jedenfalls der Titel ihres Romandebüts.

Keine Tipps ohne Karl Ove Knausgård. Weil - auch von dem gibt’s was Neues. Er hat mit Fredrik Ekelung ein ungewöhnliches Fußballbuch geschrieben „Kein Heimspiel“. Ausgehend von der WM in Brasilien wird über Leben und Tod und vieles dazwischen reflektiert.
Zum Schluss noch eine kurze Meldung vom Sport: Surfen. In „Barbarentage“ huldigt William Finnegan, dem Surfen. Eine Autobiographie, die mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde.
In diesem Sinn – catch the book-wave!

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