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Snowboarder im Tiefschnee

freerideworldtour.com/jbernard

Der Start der Freeride World Tour wird zur Parade der Superstars

Travis Rice, Terje Haakonsen und Gigi Rüf testen heuer ihr Können auf der Freeride World Tour. Aber auch die österreichischen FreeriderInnen wollen wieder um die Titel mitfahren. Stefan Häusl und Manu Mandl etwa feiern in Japan zwei ganz unterschiedliche Comebacks.

Von Simon Welebil

Die Freeride World Tour beginnt dieses Wochenende mit einigen Premieren und Überraschungen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte gibt es einen Freeride World Tour Stop in Hakuba in Japan, und das hat anscheinend so viel Strahlkraft, dass sich einige der größten Namen aus dem Snowboard-Sport um eine Teilnahme gekümmert und Wildcards ergattert haben.

Travis Rice im FM4-Studio

Simon Welebil

Travis Rice im FM4-Studio

Dass Travis Rice mit einem Start bei der Freeride World Tour flirtet, konnte man sich schon in der vergangenen Saison denken. Eben in jenem Hakuba, wo jetzt der Auftakt der FWT stattfindet, hat er letztes Jahr an einem Freeride Qualifier Event teilgenommen, und ihn auch gleich gewonnen, mit Tricks, die man im Freeride-Contest-Bereich so wohl noch nicht gesehen hat.

Eigentlich wollte sich Travis Rice nach seinem mehrjährigen Videoprojekt „The Fourth Phase“ wieder seinem Backcountry-Contest-Schöpfung „Ultra Natural“ widmen, wie er im FM4 Interview erzählt hat, aber anscheinend wird er mit der Freeride World Tour auch warm. Zumindest in Japan sollten die Bedingungen seinem Riding entgegenkommen: eine Menge Powder und viele Bäume, um sich zu spielen.

Snowboard-Legenden springen auf

Doch nicht nur Travis Rice ist in Japan mit von der Partie. Der Vorarlberger-Style-Ikone Gigi Rüf hat es Japan, wo er viele seiner besten Videoparts gedreht hat, auch angetan. Die japanische Freeride Legende Tadashi Fuse will es sich in seiem Heimatland auch nicht nehmen lassen und dann hat sich auch noch Terje Haakonsen, der wohl legendärste Freestyle-Snowboarder der Geschichte angekündigt.

Gigi Rüf snowboardet in Japan

freerideworldtour.com/Piratecrew

Gigi Rüf in Japan

In der Snowboard-Kategorie der Männer wird damit mit ziemlicher Sicherheit die Entwicklung eintreten, die der dreimalige FWT-Champion Xavier de le Rue vorausgesagt hat, dass wir harte Freestyle Tricks in steilsten Wänden sehen werden. Ob die etablierten FWT-Rider wie Sammy Luebke oder der Vorarlberger Thomas Feursten, der letztes Jahr eine tolle FWT-Debütsaison hingelegt hat, da mithalten können, wird sich am Samstag zeigen.
Das Judging wird auf jeden Fall interessant.

Zwei Comeback-Storys

FreeriderInnen aus Österreich haben in den vergangenen Jahren immer auch eine starke Rolle auf der FWT gespielt. Bei den weiblichen Schifahrerinnen sind etwa fünf Jahre hintereinander mit Lorraine Huber, Eva Walkner und Nadine Wallner österreichische Riderinnen FWT-Champions geworden. Auch sie werden heuer wohl mit wieder vorne mitmischen wollen.

Zwei andere RiderInnen, Freeski-Veteran Stefan Häusl und die Wiener Snowboarderin Manu Mandl feiern in Japan ihr Comeback auf der Freeride World Tour, allerdings unter total unterschiedlichen Voraussetzungen.

Stefan Häusl und Manu Mandl

Simon Welebil / Radio FM4

Stefan Häusl und Manu Mandl auf der Alpinmesse Innsbruck

Der 41-jährige Stefan Häusl hat sich letzten Winter, nach über einem Jahrzehnt Contests auf der Tour, die erste schwere Verletzung seiner Karriere zugezogen. Beim ersten Drop im ersten Contest hat er sich das Kreuzband gerissen. Andere in seinem Alter hätten so eine Verletzung vielleicht zum Anlass genommen, ihre Karriere zu beenden. Stefan jedoch nicht. Fast ein Jahr lang hat er ein Reha-Programm abgespult und ist jetzt wieder voll motiviert, sich mit der jüngeren Generation zu messen.

Manu Mandls Comeback hat einen anderen Hintergrund. In ihrer Debütsaison auf der FWT war der Hund drinnen. Bei ihrem allerersten Contest stürzt sie, noch bevor der Lauf eigentlich losgeht. „Ich war noch nicht bereit dafür“, sagt sie im Interview. Gerade in der weiblichen Snowboardkategorie, wo nur sechs Riderinnen am Start sind, ist ein Totalausfall nur mehr schwer wettzumachen. Mitten in der Saison beginnt sie ihren Notfallplan zu aktivieren und fährt parallel zu den FWT-Contests auch die Freeride World Qualifier (FWQ) Tour mit. Obwohl sie in der Saison 2016/17 aus der FWT rausfällt schafft sie das fast unmögliche Vorhaben, sich noch in derselben Saison wieder über die FWQ-Tour zu requalifizieren.

„Niemals aufgeben“, benennt Manu Mandl ihr Motto aus dem letzten Jahr, für das sie jetzt mit einer weiteren Saison in der höchsten Freeride-Contestklasse belohnt wird. Japan lässt auch ihr Freerider-Herz höher schlagen. Für den legendären Powder dort hat sie sich extra längere und breitere Snowboards eingepackt.

FWT in Hakuba, Japan

Falls das Wetter mitspielt beginnt der erste Stop der Freeride World Tour 2018 in Hakuba am 20.1.2018 um 01:00 mitteleuropäischer Zeit. Der ganze Event wird auf freerideworldtour.com und auf Facebook live gestreamt.

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