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#reichenhetze: Die beschämendsten Tweets über Diskriminierung

Nachdem Bundeskanzler Kurz kürzlich im deutschen Fernsehen von einer Hetze gegen Reiche sprach, konterte das Internet mit dem Hashtag #reichenhetze, unter dem Alltagsrassismus aufgezeigt wird.

Von Jan Hestmann

Unter dem Hashtag #Reichenhetze kann man aktuell unzählige Schilderungen von Alltags-Rassismus lesen. Die getweeteten Erinnerungen von Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft oder bloß ihres Namens in Österreich diskriminiert wurden, sind von einer ungefilterten Heftigkeit, die einen im Boden versinken lässt.

Dass Alltagsrassismus in Österreich ein großes Problem ist, zeigt unter anderem auch der jährliche Rassismus-Report von ZARA.

Auslöser für die Online-Debatte war ein Sager von Bundeskanzler Sebastian Kurz in der deutschen ARD-Talkshow „Maischberger“. Dort hatte er bedauert, dass eine Hetze gegen reiche Menschen stattfinden würden.

Wörtlich sagte er: „Natürlich habe ich eine rote Linie und die gibt es nicht nur nach rechts sondern auch in andere Richtungen. Wir haben erlebt, zum Beispiel seitens anderer Parteien, dass gegen Menschen, die reich sind, die viel verdienen, gehetzt wurde. Das ist genauso falsch, wie wenn gegen andere Gruppen gehetzt wird. Insofern halte ich es für richtig und für notwendig, rote Linien zu haben.“

Wo seine rote Linie verläuft, hat Kurz in der Talkshow allerdings nicht verraten. Dass er in seiner Aussage die Hetze gegen Reiche mit der „gegen andere Gruppen“ auf eine Ebene stellte, ließ das Internet prompt reagieren. Unter dem Hashtag #reichenhetze thematisieren Nutzer und Nutzerinnen nun eben nicht eine Hetze gegen Reiche, sondern alltäglichen Rassismus.

Hier eine Auswahl an besonders beschämenden Tweets. Mehr kann man unter #reichenhetze nachlesen.

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