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Mavi Phoenix - von Linz in die internationalen Clubs

Mavi Phoenix ist unter den Top 5 jener heimischen Acts, die ihr für den FM4 Award bei den diesjährigen Amadeus Austrian Music Awards vorgeschlagen habt. Die Linzer Künstlerin verfolgt seit ca. 10 Jahren ihren ganz eigenen Weg und macht dabei sehr viel richtig.

Von Alex „DJ Phekt“ Hertel

Nominiert für den FM4 Award 2018!

Mavi Phoenix ist nominiert für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards 2018. Wer den Award gewinnt, entscheidet einzig und allein das FM4 Publikum!

Bis Donnerstag 22. März, Punkt 10 Uhr vormittag kannst du deine Stimme für deinen Favoriten aus den Top 5 abgeben.

Hier geht’s zur Übersicht aller Nominierten und zur Abstimmung.

Die Geschichte wurde schon mehrmals erzählt, sie klingt nach wie vor wie der Anfang eines Pop-Märchens: Mit elf Jahren bekommt die Linzer Schülerin Marlene Nader von ihrem Vater ein Macbook geschenkt. Darauf befindet sich die übliche vorinstallierte, rudimentäre Audio-Software, mit der viele User nie in Berührung kommen. Für die Musik- und MTV-begeisterte Linzerin beginnt an diesem Punkt die Verwandlung in Mavi Phoenix.

Sie bastelt an ersten Beat-Skizzen und Arrangements für selbst geschriebene Songs, mit denen sie ganz unbescheiden die Welt erobern möchte. Das geht natürlich nicht im charmant oberösterreichischen Dialekt, mit dem Marlene Nader in Interviews spricht.

Global gedacht

Als österreichische Künstlerin in englischer Sprache zu singen, birgt ein gewisses Risiko. Man muss das wirklich gut können, um nicht provinziell oder gar peinlich zu klingen. Mavi Phoenix muss sich diesbezüglich keine Sorgen machen. Sie war auf einer englisch-sprachigen Schule und spricht fast akzentfrei. Das kleine bisschen Färbung in ihrer Sprache, das man bei genauem Hinhören wahrnimmt, verleiht ihrem Sound eine individuelle Note, ohne „gekünstelt“ zu klingen.

Mavi Phoenix

Niko Ostermann

Das Internet wird zum ersten Release-Ventil für Frühwerke der jungen Künstlerin, die Tyler the Creator und Kanye West neben Miley Cyrus als frühe Inspirationsquellen nennt.

Auf ihrer ersten EP „My Fault“, die 2014 mit Hilfe des Left Boy-Produzenten Simon Herzog entstanden ist, findet sich der Track „Green Queen“. Ihr erster Song, der in regelmäßiger FM4-Rotation zu hören ist und der ihr überregionale Aufmerksamkeit beschert. Wer ist diese Mavi Phoenix und was ist das für ein Sound?

Der berühmte Zeitgeist

Im Zusammenhang mit ihrer Musik fallen immer wieder Bezeichnungen wie „Lo-Fi-Pop“ oder „Autotune-R&B-Rap“. Wie auch immer man ihre Musik bezeichnen möchte, Mavi Phoenix hat aus vielerlei Einflüssen ihre eigene Soundidentität herausgeschält und damit - bewusst oder unbewusst - den berühmten Zeitgeist getroffen. Davon zeugen Reaktionen renommierter internationaler Musikblogs, Bands und Medien.

Bei Mavi Phoenix hat sich dank viel Arbeit und kritischer Selbstreflexion alles organisch in eine Richtung entwickelt, die ein sehr stimmiges Gesamtbild abgibt. Ihre Produktionen, die sie mittlerweile gemeinsam mit dem Linzer Produzenten Alex The Flipper verfeinert, funktionieren genauso gut in Clubs in London oder Kapstadt wie in Paris, Berlin oder New York. Die für ihre Musik typische Verfremdung der Stimme, der raffinierte Einsatz von Effekten, dazu sehr schön inszenierte Musikvideos zu Songs, die eingängig sind, ohne cheesy zu klingen, haben einen hohen Wiedererkennungswert. Mavi Phoenix überschwemmt die Welt nicht mit Lückenfüllern, man hat eher das Gefühl, dass jede Single ein durchdachtes Statement. Ihre 2017 erschienene „Young Prophet“-EP hat sie zum Beispiel in ihrer Ursprungsform kurz vor dem Release komplett verworfen und noch einmal neu produziert.

Auch optisch passt Mavi Phoenix mit ihrem 90er Jahre-Throwback-Look, weißen Tennissocken und 2nd Hand-Chic gut als Identifikationsfigur für Mode-affine Menschen der Gegenwart. Gar nicht so unwichtig für den Erfolg im Social Media-Zeitalter.

Viel Luft nach oben

Gefragt nach aktuell interessanten Acts aus Österreich fällt heute schnell der Name Mavi Phoenix. Als Support-Act von Bilderbuch konnte sie in den letzten Jahren viel Live-Erfahrung sammeln und sich im gesamten deutschsprachigen Raum einem neuen Publikum vorstellen. Auch international scheint die Nachfrage zu wachsen. In den letzten Monaten war sie laut ihrem Instagram-Account (dessen Anzahl an Followern sich in einem Jahr verzehnfacht hat) unter anderem in New York, Barcelona und Südafrika.

Die Linzer Künstlerin scheint auch eine gute Networkerin zu sein, in New York hat sie z.B. den Produzenten Tank God (verantwortlich für den Post Malone-Hit „Rockstar“) getroffen. Wir sind gespannt, was da 2018 noch alles auf uns zukommen wird. Mavi Phoenix ist durchaus zuzutrauen, dass sie mit ihrem Sound in Zukunft die ganze Welt erobert. Ihr größtes Ziel ist ein Grammy-Award, wie sie in einem Interview augenzwinkernd erzählt.

Nach zwei Amadeus-Nominierungen 2017 habt ihr sie heuer in die Top 5 der Anwärter für den diesjährigen FM4-Award gewählt. Alle Pfeile deuten bei Mavi Phoenix nach oben.

Nominiert für den FM4 Award 2018!

Mavi Phoenix ist nominiert für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards 2018. Wer den Award gewinnt, entscheidet einzig und allein das FM4 Publikum!

Bis Donnerstag 22. März, Punkt 10 Uhr vormittag kannst du deine Stimme für deinen Favoriten aus den Top 5 abgeben.

Hier geht’s zur Übersicht aller Nominierten und zur Abstimmung.

Mavi Phonix war zu Gast in der Morningshow. Hier kannst du das Interview nachhören

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