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A MAZE Berlin

Rainer Sigl

A MAZE Berlin 2018: „F*ck the Mainstream!“

Das 7. International Games and Playful Media Festival in Berlin ist eröffnet.

Von Rainer Sigl

Sieben Jahre sind eine lange Zeit im jungen Leben der blühenden Independent-Games-Szene. Als 2012 zum ersten Mal die A MAZE Berlin als Festival für Indie-Spielkultur gefeiert wurde - FM4 war dabei -, war der Erfolg des heute größten europäischen Indie-Games-Treffpunkts noch nicht abzusehen. Noch weiter zurück, vor zehn Jahren, als sich Festival-Chef Thorsten S. Wiedemann 2008 zum allerersten Mal als Vorläufer der jetzigen Veranstaltung mit Gleichgesinnten unter der frischgeborenen Namen „A MAZE“ zu einem kaum „Festival“ zu nennenden Treffen einfand, folgten kaum 50 Menschen seinem Ruf.

Heute werden hier ein paar tausend Besucher erwartet, die den internationalen Talk-Gästen lauschen, die ausgestellten Spiele ausprobieren oder an Workshops teilnehmen wollen. Die A MAZE ist groß geworden, genau wie Indie-Games. Zu groß, wie manche, auch Entwickler, angesichts der kaum zu überblickenden Fluten an Spielen immer wieder beklagen.

Grund genug, seit einigen Jahren den Fokus der A MAZE zu verschärfen: Wie in den Jahren zuvor gilt das Hauptaugenmerk in Berlin, wo die A MAZE vom 25. bis inklusive 29.4. heuer am gewohnten Ort, dem RAW Gelände in Friedríchshain, stattfindet, nicht dem kommerzielle Indie-Mainstream, sondern dem künstlerischen, alternativen Experiment mit dem Medium.

AMAZE Berlin

Rainer Sigl

Das dichte Vortragsprogramm wird erstmals drei Tage lang bis Samstag fortgesetzt - unter der dieses Jahr allgegenwärtigen Alufolie.

„Artworks beyond games“

Aus den Zwängen des Begriffs „Spiel“ hat man sich deshalb auch gern befreit: „Artworks beyond games“ wären das, was die Macher der A MAZE interessiere, wie Thorsten Wiedemann am Abend der Eröffnung mit gewohnt sympathischem Pathos verkündete: „We fuck the mainstream and stay underground!“

Dieses Selbstverständnis zeigt sich auch in den ausgestellten Spielen, die hier ausprobiert werden können: Über 80 Spiele, von VR-Titeln über Mobile- und Konsolen-Spiele bis hin zu verspielten Installationen, die man realistischerweise nur hier, im Festivalkontext, physisch bewundern und spielen kann, zeigen die Bandbreite an „Playful Media“.

Die begleitenden Vorträge spannen auch heuer wieder den Bogen von akademischen Game-Studies über philosophische, komische und pragmatisch-technische Themen aus dem bunten Spiele-Universum abseits des großen Mainstreams. „Technology is used as playground for artistic expression and innovative interaction with audiences interested in critical reflection and meaningful interaction“, wie es im Programm heißt.

AMAZE Berlin

Rainer Sigl

Spannendes im Keller: Die Ausstellung „The Devolution of SUPERHOT“ gibt Einblick in die Entstehung eines Indie-Spiels.

FM4 vor Ort

Wie in den letzten sieben Jahren sind Robert Glashüttner und ich auch dieses Jahr wieder vor Ort, um laufend im Programm vom größten Indie-Treffpunkt Europas zu berichten. Am Freitagabend erfolgt wieder die Verleihung der Awards für die „Most A MAZING Games“ - diesmal in sechs Kategorien. Die Nominierten zeigen schön die Bandbreite der Spiele, durch die man sich hier mit Neugierde wühlen darf.

Die A MAZE Berlin 2018 - 7th International Games and Playful Media Festival findet vom 25. bis 29.4. in Berlin statt.

Die A MAZE ist längst ein Fixpunkt im Kalender für Freunde des Spielens abseits des Mainstreams - ein bunter, verlässlich unkonventioneller Gegenpol zu den zur gleichen Zeit stattfindenden Gamesindustrie-Veranstaltungen der Berliner Gamesweek. Bis Sonntag ist Berlin der Nabel der Indie-Welt.

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