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Fabio Wibmer

David Robinson/red Bull Content Pool

Große Lines und spektakuläre Tricks

Egal ob Trialbike, Downhill- oder Mountainbike: Dem Tiroler Fabio Wibmer genügen zwei Räder, um das Internet zu crashen. Die Tricks des 22-jährige machen ihn zu einem der beliebtesten österreichischen Youtuber, gerade erst hat er eine Million Youtube-Abonnenten gefeiert.

Von Viktoria Waldegger

Er springt aus dem Hubschrauber auf die Skipiste oder macht einen Backflip von einer Brücke in den Inn, das alles auf dem Fahrrad. Unter den Youtube-Videos von Fabio Wibmer finden sich häufig Kommentare wie „Fake“ und „Das geht doch gar nicht“. Der 22-Jährige macht auf dem Rad Tricks, die andere gar nicht glauben können. Er selbst nimmt diese Kommentare als Kompliment: „Die Leute finden anscheinend wirklich krass, was ich mache, wenn sie glauben, dass das gefaked ist“. Für Skeptiker gibt es ja auch die Behind-the-Scenes-Videos, die zeigen wie die Aufnahmen entstanden sind.

Vom Dorfleben zum Online-Weltstar

2008 hat Fabio sein erstes Video auf Youtube hochgeladen, mittlerweile hat er eine Million Youtube-Abonnenten. Sein Channel ist unter den Top 100 der beliebtesten Sportkanäle weltweit. Seine Videos erhalten innerhalb weniger Tage hunderttausende Klicks. Im Internet ist Fabio also ein Megastar, im echten Leben kommt er aus einem 100-Einwohner-Dorf im beschaulichen Osttirol. „Man kann sich vorstellen, dass man dort kreativ wird, weil man gar nicht so viel machen kann“, schmunzelt Fabio. „Das einzige, was ich damals hatte, waren eine Motocrossmaschine und ein Fahrrad. Da macht man dann Sachen auf die andere eigentlich nicht kommen“.

Irgendwann haben Fabio aber die drei Mauern in seinem Heimatdorf nicht mehr ausgereicht. Um sich weiterzuentwickeln, ist er nach Innsbruck gezogen. Die Stadt ist perfekt fürs Ausprobieren der Tricks, sagt er, immer wieder baut er sie auch in seine Videos ein. Etwa bei seinem legendären Backflip von einer Fußgängerbrücke in den Inn.

Vollzeitjob: Vom Trick bis zum fertigen Video

Ursprünglich ist Fabio nach Innsbruck gekommen, um Sportmanagement zu studieren. Das ist aber beim Plan geblieben. Seit einem Jahr hat Fabio einen großen offiziellen Sponsor. Seine Zeit verbringt er seitdem auf dem Rad oder am Computer, beim Planen und Bearbeiten von Videos. Er kann mittlerweile vom Radfahren leben, auch wenn er damit nie gerechnet hat: „Dass es so ausartet, habe ich nie geglaubt. Ich habe mit dem Radfahren und den Videos angefangen, weil es mir Spaß gemacht hat. Und ich habe mir gedacht, wenn ich mal vierzig bin und mir diese Videos anschaue, ist das sicher geil“. Den Gedanken, das professionell ausüben zu können oder müssen, hatte Fabio aber nie. Das sieht er heute vielleicht sogar als sein Erfolgsrezept: Er macht die Videos aus Spaß.

Fabio Wibmer

David Robinson/red Bull Content Pool

Stunts, die es auf dem Rad (noch) nicht gibt

Inspiration für seine Tricks holt sich Fabio von anderen Sportarten: von Parcours bis Gymnastik. Außerdem von seinen Fans, die ihn immer wieder zu Challenges herausfordern. Die Videos sind seine Wettkämpfe, dabei tritt er meistens gegen sich selber an. Jedes Video versucht er besser, spannender, kreativer zu machen als das vorherige. Weitere Sprünge oder bessere Geschichten sind ihm dabei wichtig, er will seine Grenzen testen.

Als er eine Million Youtube-Abonnenten geschafft hat, wollte Fabio für sich und seinen Fans etwas Besonderes machen: Seinen bisher aufwändigsten Kurzfilm. In „Fabiolous Escape 2“ springt er mit dem Rad aus einem Hubschrauber direkt auf die Skipiste. Wie immer verpackt Fabio dabei die spektakulären Stunts und Tricks in eine kleine Geschichte. Das ist dem 22-Jährigen wichtig, er will nicht nur Tricks aneinanderreihen, sondern auch unterhalten.

Für sein neues Video hat Fabio allerdings mit einem gebrochenen Schlüsselbein bezahlt. Deshalb heißt es erstmal, eine Pause einlegen. Diese Pause wird aber nicht allzu lange dauern, ist sich Fabio sicher. Ideen für neue Videos hat er jedenfalls genug.

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