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Filmflimmern

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Neu im Kino: „Goodbye Christopher Robin“, „Hereditary“, „Auf der Suche nach Oum Kulthum“. Außerdem: Shia LaBoeuf spielt seinen Vater, Taika Watiti spielt Hitler, der „Call me by your name“-Soundtrack riecht nach Pfirsich und der Trumposaurier in „Jurassic World: Fallen Kingdom“.

Von Pia Reiser

Goodbye Christopher Robin

Bevor Ewan McGregor als erwachsener Christopher Robin mit Winnie The Pooh, Piglet und dem Rest der Bande ein disneyfiziertes Abenteuer in „Christopher Robin“ erlebt, dreht sich „Goodbye Christopher Robin“ um die Enstehungsgeschichte des weltweit beliebten Kinderbuches „Winnie the Pooh“. Autor A.A. Milne - von Freunden Blue genannt, was auch seinen Gemütszustand recht gut zusammenfasst - schreibt nach seinem Einsatz im ersten Weltkrieg ein Kinderbuch, inspiriert von seinem Sohn Christopher Robin und dessen Stofftieren Winnie The Pooh, Piglet, Eeyore. Das Buch wird ein Welterfolg und alle wollen den echten Christopher Robin kennenlernen, der von nun an von Interviewtermin zu Teekränzchen mit hysterischen Pooh-Fans gereicht wird. „Goodbye Christopher Robin“ ist wunderschön anzusehen, weil die wunderschönen Menschen Domhnall Gleeson und Margot Robbie in herrliche dapper Kostüme gesteckt wurden über durchschnittliche Periodpiecigkeit kommt der Film allerdings nicht hinaus. Ein bitteres Vater-Sohn-Drama darüber, wie ein Buch, das von so vielen Kindern und Erwachsenen geliebt wird, die Kindheit des Buben, der die Inspirationsquelle dazu war, runiniert hat. Dafür gab es dann 5 vo 10 Honigtöpfe.

Hereditary

Not for the faint of heart ist „Hereditary“ mit Toni Colette und Garbiel Byrne, jetzt schon gepriesen als moderner Horror-Klassiker. Toni Colette wird sogar schon als Oscar-Kandidatin gehandelt und Vergleiche mit „The Exorcist“ und „Rosemary’s Baby“ ausgepackt. Die Ausgangssituation beschreibt Christian Fuchs mit einer schönen Architekturmetapher: Diese Familie hat einen schweren Dachschaden und mit dem Tod der Oma stürzt auch die Fassade ein. Wer sich richtig fürchten will, sollte gleich gar nicht mehr darüber wissen. Von Christian Fuchs gibts es 9 von 10 Puppenhäusern, seine ausführliche - spoilerfreie - Review gibt es hier.

Filmstill aus Hereditary

Einhorn Film

Nicht nur Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum

Auf der Suche nach Oum Kulthum

Shirin Neshats Versuch, sich in einem alles andree als gewöhnlichen Biopic an Oum Kulthum, der berühmtesten Sängerin der arabischen Welt, anzunähern, geht nicht auf. „Auf der Suche nach Oum Kulthum“ macht einen erzählerischen Umweg und erzählt von Mitra (quasi ein Alter Ego von Neshat selbst), die einen Film über Oum Kulthum drehen will. Erzählebenen vermischen sich. Neshats feministischer Ansatz vermischt sich mit der Beschäftigung mit der Macht des Kinos, doch der Film zerfasert. Maria Motter verleiht 4 von 10 Setbesuchen.

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Außerdem

  • Kann die neue Aufmerksamkeit, die es seit #metoo für eine breite Palette an Themen wie Sexismus und sexuelle Gewalt gibt, auch tatsächlich etwas ändern? Laura Dern findet - innerhalb Hollywoods - hat sich bereits etwas geändert.
  • Ewan McGregor hat wohl eine Agenda und nimmt nur mehr ganz bestimmte Rollen an: Nach „Christopher Robin“ wird er noch einmal die erwachsene Variante einer Figur spielen, die sich als Kind in der Popkultur verankert hat. In „Doctor Sleep“ wird er den erwachsenen Danny Torrace spielen, das Dreiradfahrende, Kleinfingerwackelnde Kind aus „The Shining“.
  • Tim Burton bringt den Disney-Klassiker „Dumbo“ in neuem Zirkusgewand auf die Leinwand. Trailer gibts hier.
  • Ist der fieseste Dinosaurier in „Jurassic World: Fallen Kingdom“ Donald Trump in Echsenform? Der Guardian hat nachgeforscht.
  • Der „Call me by your name"-Soundtrack wird auf Vinyl veröffentlicht und nicht nur ist es pfirsichfarbenes Vinyl, die Platte soll auch nach Pfirsich duften“ ElioElioElio-OliverOliverOliver!
  • Der wunderbare Podcast S-Town wird auf die große Leinwand kommen. Unbedingt Podcast anhören, bevor die Verfilmung in die Kinos kommt.
  • Schönes Quiz: Vulture hat Screenshots von besonders dunklen Szenen aus Serien gemacht und man muss erkennen, um welche Serie es sich handelt.
  • Stets bemüht, die Aura des Weirden beizubehalten, verscherbelt David Lynch nun T-Shirts via Amazon.
  • Apropos weird. Shia LaBeouf spielt in im Shia LaBeouf Biopic „Honey Boy“ seinen Vater.
  • Lenny Abrahamsoms („Room“, „Frank“) neuer Film führt Domhnall Gleeson als Arzt zu einem Patienten, wo man sowohl Geister als auch dunkle Familiengeheimnisse hinter jeder Ecke vermutet. (Aber, gut, nach „mother!“ kann Gleeson wohl so schnell nichts aus der Fassung bringen). Der Film heißt „The Little Stranger“ sollte aber „Der Schnurrbart des Herrn Gleeson“ heißen. Trailer gibts hier.
  • Was macht Regisseur Taika Watiti nach „Thor: Ragnarok“? Er spielt Hitler in einem Film namens „Jojo Rabbit“. Hitler als imaginärer bester Freund eines kleinen Buben während des ersten Weltkriegs. Ein Szenenbild gibt es hier.
  • Wes Anderson hat ein Café in Mailand nach seinem geschmack gestaltet. Schade, dass die KellnerInnen dort keine roten Adidas-Anzüge tragen.
  • Die Essgewohnheiten bzw Diäten von berühmten Persönlichkeiten wunderschön fotografiert. Von Karl Lagerfelds Fleisch und Cola Light-Gelage zu Jackie Kennedys Ofenkartoffel.

Termine

Ingrid Bergman und Gregory Peck in "Spellbound"

universal

„Spellbound“ am 15.06 im Metro Kinokulturhaus

14.06: Jedem Dorf sein Underground, Filmhaus, Wien
14.06: Medea, Das Kino, Salzburg
15.06: FM4 Favourites: Die Tiefseetaucher, Volxkino, Ottakringer Brauerei, Wien
15.06: Spellbound, Metro KinokulturHaus
15.0: 1984, Science Fiction im Park, Bruno Keisky Park, Wien
15.06: Hair, Kino am Dach, Wien
17.06: Der Name der Rose, Metro Kinokulturhaus, Wien
17.06: The Fantastic Mr Fox, Filmcasino, Wien
18.06: Born to be blue, Leslie Open, Graz
19.06: Leo, der Letzte, Metro Kinokulturhaus, Wien

In diesem Sinn: Good night and sweet dreams... which we’ll analyze at breakfast. („Spellbound“)

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