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Playboi Carti fetzt diabolisch

Playboi Cartis Album „Whole Lotta Red“ spaltet die Geister: Vertonte Voice Memos oder revolutionäre neue Wege?

Von Natalie Brunner

Nach langem Warten und endlosen Teases durch die zahlreichen Leaks von Playboi Carti ist zu Weihnachten sein lang erwartetes Album „Whole Lotta Red“ erschienen.

Interessant und unerwartet, meinen die dem experimentellen Album positiv Eingestellten, sinnlose Gedankenfetzten auf nicht funktionierenden Beats, meinen die Hater. Bis auf die Features mit Future, Kid Cudi und Kanye West hält sich Playboi Carti auch nicht an das „Stimme über Beats in 3 Minuten 30 Länge“-Trackformat. Kein einziger der in den letzten Jahren geleakten Carti-Songs ist auf dem Album.

Die Ästhetik des Covers von „Whole Lotta Red“ ist an das 70er-Jahre-Punk-Fanzine „Slash“ angelehnt. Auch in seiner Titelwahl hat Carti einen romantisch–kulturhistorischeren Zugang als im Hip-Hop verbreitet. „Vamp Anthem“, „M3tamorphosis“, „Slay3r“. King Vamp brachten Cardi das Lob ein: "Generation Z’s Antwort auf Nosferatu“ gemacht zu haben, andere Reviews schreiben von der „dämonischen“ Performance des mit kratzender Stimme auch zwischendurch schreienden Rappers aus Atlanta. Auch die Metal-Ikonographie inklusive umgedrehter Kreuze kommt als Überraschung und ist ein Bruch mit dem Playboi Carti, den man zu kennen glaubte.

Totentanz oder Exorzismus?

Bohrt Playboi Carti tief in den ohnehin schon schmerzenden und angefaulten Zahn der Zeit? Das hat der Hip-Hop Lesekreis bestehend aus Stefan Trischler, Mahdi Rahimi und Sebastian Seidl zu der Nummer „Vamps Anthem“ aus „Whole Lotta Red“ zu sagen:

FM4 HipHop-Lesekreis über Playboi Cartis "Vamps Anthem"

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