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Lola Marsh

Christian Stipkovits

Sonne im Herzen

Bei den FM4 Private Sessions mit Lola Marsh geht trotz Sturmtief Herwart die Sonne auf. So geschehen am Sonntag bei Raffaela und Mike in St. Georgen/Attergau und am Montag im Haus Hawi in Wien Favoriten.

Von Daniela Derntl

Kalt, stürmisch und nass war der letzte Sonntagnachmittag im Oktober. Das ideale Wetter also, um zuhause zu bleiben und zu chillen. Und das geht natürlich viel besser mit guten Freunden und guter Musik – zum Beispiel der von Lola Marsh.

Im Rahmen der FM4 Private Sessions hat die israelische Indie-Pop-Band bei Raffaela und Mike in St. Georgen/Attergau vorbei geschaut. Das Pärchen darf dort eine alte, große Garage ihr Eigen nennen, die sie in eine loftartige Siebdruck-Werkstatt namens „Anti-Form“ verwandelt haben. Die Geräte mussten weichen, damit ihre 60 Freundinnen und Bekannten samt Kind und Kegel Platz hatten, zuvor haben sie aber noch ein gold-schwarzes Band-Plakat entworfen, über das sich Lola Marsh natürlich sehr gefreut haben.

Raffaela und Mike sind erprobte und zuvorkommende Gastgeber, nicht zum ersten Mal veranstalten die Beiden einen solchen Konzert-Nachmittag. Der Kühlschrank war voll, die Töpfe auch: es gab veganes Curry für die vegane Sängerin und jede Menge Kuchen und Kaffee. Jeder hat etwas mitgebracht, vor allem gute Laune und ein offenes Ohr: 30 Minuten lang haben die sehr charmante Sängerin Yael, der Gitarrist Gil und der Drummer Dekel den Freundeskreis mit einem Akustik-Set verzaubert, sogar die kleinen Kinder lauschten gespannt und andächtig. Alle haben mitgesummt, gesungen und gepfiffen. Gänsehaut bei „You’re Mine“, strahlende Gesichter bei „Wishing Girl“ und große Euphorie beim finalen Nancy-Sinatra-Cover von „These Boots Are Made for Walkin‘“. Danach noch gemeinsam abhängen, essen, trinken, CDs signieren und Fotos machen. Ein Sonntagnachmittag, wie er besser kaum sein kann.

Montag - Wien

Von Oberösterreich ging es dann weiter nach Wien, wo Lola Marsh am Montagabend ein restlos ausverkauftes Konzert im Porgy&Bess gespielt haben. Zuvor haben sie aber noch im Haus Hawi in Wien Favoriten vorbei geschaut.

Haus Hawi

Das Haus Hawi ist ein Projekt der Caritas Wien, in dem 140 Personen aus aller Welt unkonventionell und kostengünstig zusammen leben. Die eine Hälfte sind Studierende, die andere Hälfte sind Flüchtlinge. Sie alle verbindet der Wunsch nach einer guten Ausbildung, guten Zukunftschancen und generell einer guten Zeit. Und deshalb hat die Studentin Patricia Nigrini Lola Marsh ins Wohnzimmer des Wohnheims eingeladen. Gemeinsam haben die Bewohner und Bewohnerinnen stundenlang geputzt und ausgezeichnet gekocht, damit sich die Band hier so richtig wohl fühlen kann – und so war es dann auch.

Anfangs war das Publikum noch etwas scheu und unsicher, doch Sängerin Yael hat den Respektsabstand schnell und routiniert beiseite geräumt. Die Kommunikation mit dem Publikum vor, nach und während dem Konzert verläuft nämlich genauso einfach, unkompliziert und herzlich wie das Akustik-Set selbst. Ein freundliches Wort hier, ein Lächeln da. Lola Marsh sind entwaffnend sympathisch, Wahre Eisbrecher, die viele Menschen gerne bei sich begrüßt hätten.

Insgesamt haben wir rund 80 Einladungen für die FM4 Private Session mit Lola Marsh erhalten und die Auswahl ist uns nicht gerade leicht gefallen. Ihr habt soviel Liebe und Mühe in die Einsendungen gesteckt, dafür sagen wir und auch die Band ganz groß DANKE!

Zu den Leider-Nein-Kandidatinnen hat auch die WG von Katharina, Bettina und Elisabeth gezählt, obwohl die drei Wiener Studentinnen sogar eine Video-Botschaft an die Band geschickt haben, inklusive einem textlich leicht veränderten Cover von „You’re Mine“.

Doch leider konnte ihre WG nicht ganz mit dem Haus Hawi mithalten, und deshalb haben wir sie kurzerhand dorthin eingeladen, wo sie ohne große Organisationsmühen dem Publikum und der Band ihr Cover nach dem Konzert vorgespielt haben. Gitarrist Gil war zu Tränen gerührt, Sängerin Yael hat das Ganze mit dem Handy dokumentiert.

Zwei Konzertnachmittage auf Augenhöhe mit den Fans waren auch für Lola Marsh etwas ganz Besonderes: „The People are so nice. The three Girls who did the Cover of ‚You’re Mine‘ were terrific and the hospitality was amazing. We got a selfmade Band-Poster from Raffaela and Mike and we’re going to put it in our studio in Tel Aviv. They’re both really talented and the vibes in their studio were so inspiring and really amazing. We don’t’ take that for granted. We were really touched by everything. That’s not something that happens everyday.“ Indeed.

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