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Die Neuvorstellungen der Woche: Bilderbuch - „Eine Nacht in Manila“ | Darwin Deez - „The World’s Best Kisser“ | Dirty Projectors - „Break-Thru“ | Gurr - „Hot Summer“

Von Eva Deutsch

Bilderbuch - „Eine Nacht in Manila“

Taufrisches von Bilderbuch: Diesmal entspannte Afro-Beats über Gitarrenspielerei, dazu Maurice Vocals, lasziv und locker. „Eine Nacht in Manila“ passt zu Sommerdrinks mit Gurke, die man viel zu spät spürt. Heißer Sand, kaputte Flip Flops, lange Zungenküsse, dann noch ein eiskaltes Cola Rum für den gemeinsamen Heimweg. Der neue Bilderbuch-Style muss auch erwähnt werden: schwarze Couleur statt Wasserstoffblond und Kurzhaarfrisur mit einrasierten Racing-Streifen, dazu Unterleiberl in Safari-Farben. Summer 2018, please come around.

FM4 Charts: Jeden Samstag von 17 bis 19 Uhr auf FM4 und nach der Sendung online

Darwin Deez - „The World’s Best Kisser“

Selbst die coolsten Typen werden einmal verlassen. Auch Darwin Deez kann davon nicht nur sprichwörtlich ein Lied singen. „The World’s Best Kisser“ ist ein Mädchen, seine Ex. Sie trägt gerne Schwarz, glaubt an nichts und trauen kann man ihr auch nicht. Trotzdem bringt sie Deez komplett aus der Fassung. Sein viertes Album trägt also nicht ohne Grund den ausufernden Titel "10 Songs That Happened When You Left Me With My Stupid Heart“. Im Gegensatz zur zeitgenössischen Musik voller fluffiger Reverbs und zuckersüßer Synthies, die Deez witzelnd als „Spotify-wave“ bezeichnet, schreibt er immer noch spärlich arrangierte und verletzliche Gitarrenlieder mit äußerst nachvollziehbaren Texten.

Dirty Projectors - „Break-Thru“

Der letzte Break-Up ist verdaut, jetzt ist Frontmann Dave Longstreth wieder frisch verliebt. Zurück sind die eingängigen Gitarren-Hooks, zurück sind auch die verschlungenen Gesangsharmonien. Im Juli erscheint das neue Album „Lamp Lit Prose“. Produziert hat es Longstreth in seinem Studio in Los Angeles. Wieder hat er eine illustre Schar von Gästen an Bord: Syd, Empress Of, Amber Mark, Haim und einige andere. Auch drei neue Bandmitglieder gibt es, alle weiblich, womöglich ein Zufall. Dirty Projectors in einer besseren Phase, frisch und knackig.

Gurr - „Hot Summer“

Die Berliner Band Gurr (sprich: Gör, Wortspiel!) rund um Andreya Casablanca, Laura Lee Jenkins und aktuell Bassistin Jil März macht genau das, was schon in den 1990ern gut ging und jetzt wieder dem Zeitgeist entspricht: Garagen-Indierock mit einer gesunden, lässigen fempower-attitude. Sie selbst nennen ihren Sound „First Wave Girl Core“. Zumindest war das noch 2016 so. Die Single „Hot Summer“ soll als Gegenmittel zu austauschbaren auto-tuned Pop Songs übers Trinken und Tanzen im Sonnenschein wirken. Hier geht es um das leise Gefühl der Verzweiflung, wenn rundherum alle glücklich sind und einen sonnigen Tag am See verbringen, man selbst aber zu Hause fünf Stunden Serien-bingeing bei runtergelassenen Rollos braucht, um wieder klar im Kopf zu werden.

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