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Der einzig wahre Erbe von „Descent“

Das Original-Entwicklerteam des 90er-Jahre-Kultspiels „Descent“ bringt mit „Overload“ eine krachende Reinkarnation seines schwindelerregenden Weltraumshooters.

Von Rainer Sigl

Es gibt Menschen, denen beim Spielen von First-Person-Shootern schlecht wird. Motion-Sickness nennt man das, und angeblich leidet fast die Hälfte aller Spielerinnen und Spieler zumindest hin und wieder unter dieser Übelkeit. Wenn wir uns noch dazu nicht nur wie sonst im virtuellen Raum bewegen, sondern schwerelos in alle Richtungen flitzen, also auch nach oben und unten, wird aber auch allen anderen schon mal schlecht.

„Six Degrees of Freedom“, kurz: 6DOF heißt dieses Konzept, und es ist vor allem mit einem absoluten Spieleklassiker verbunden. In „Descent“ aus dem Jahr 1995 war man als Pilot eines kleinen Raumschiffs im Inneren riesiger Weltraumstationen unterwegs, und wo oben und unten ist, war schon nach den ersten Sekunden nicht mehr zweifelsfrei festzustellen.

Ein Albtraum für Menschen mit schlechter Orientierung - und schwindlig wurde einem auch dabei. „Descent“ ist Kult; höchste Zeit, dass es wieder da ist. Der neue Name: „Overload“.

„Descent“ in Hochglanzbombast

Das Entwicklerteam des 90er-Jahre-Kultspiels bringt mit „Overload“ nichts weniger als eine aktualisierte Version des Klassikers „Descent“ zurück auf die Bildschirme; aus rechtlichen Gründen darf man den Namen allerdings nicht mehr verwenden. Abgesehen davon hat sich kaum etwas geändert, nur dass das schwerelose Spektakel jetzt richtig bombastisch aussieht. Oder besser gesagt: „Overload“ sieht genau so beeindruckend aus, wie man mit der rosa Nostalgiebrille das eigentlich ganz schön angegraute Original in verklärter Erinnerung hat.

Erschienen ist „Overload“ für WIndows, Mac und Linux; und für die VR-Headsets Oculus Rift und HTC Vive.

Wie die schwebenden bösen Roboterdrohnen bunte Laser und Raketen verschießen oder funkensprühend mit schicken Partikeleffekten explodieren, ist eine wahre Augenweide. Unsere Aufgabe ist es, in jeder Runde den Reaktor einer Raumstation zu zerstören, die Wachsysteme auszuschalten und dann möglichst schnell zu flüchten, bevor alles in die Luft fliegt - klingt simpel, ist aber nicht nur wegen der Gegner gar nicht so einfach. Wer Lust auf schnelles und unkompliziertes Ballern hat, kann sich neben der Kampagne auch in Arena-Modi für Single- und Multiplayer abreagieren.

Overload

Revival

Simpel, aber gut

Oben, unten, hinten, vorne, links und rechts sind nur relativ, wenn man mit Höllentempo durch die verwinkelten Gänge der bunten Raumstationen von „Overload“ düst - da wird auch Menschen schlecht, die sonst nicht dafür anfällig sind.

Trotzdem bleibt man fasziniert dran, denn ein derart bombastisches Feuerwerk hat man lange nicht mehr gesehen. „Overload“ ist simpel, schnell und beeindruckend explosiv, und die Mischung aus rasanten Feuergefechten und vorsichtigem Erkunden ist noch immer genauso unterhaltsam wie im Kultspiel aus den 90ern. Ein rasanter Spaß nicht nur für Nostalgiker.

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