FM4-Logo

jetzt live:

Aktueller Musiktitel:

Erde mit Gürtel

pixabay/FM4

Wir nehmen den Earth Overshoot Day und schieben ihn nach hinten!

Jedes Jahr kommt der Tag früher, von dem an wir über die Ressourcen leben, die uns die Welt zur Verfügung stellt. Heuer ist das bereits am 1.August so weit. Von nun an leben wir nicht mehr nachhaltig, sondern brauchen die Erde gewissermaßen auf.

Von Nadine Cobbina

Nicht die Apokalypse droht, aber trotzdem gibt es eine Verbindung zwischen dem „Weltuntergangs-Tag“ und dem „Earth Overshoot Day“ oder „Welterschöpfungstag“. Denn vom Welterschöpfungstag an nehmen wir uns, was uns eigentlich nicht mehr zusteht, mehr als die Erde produzieren kann.

Für die Berechnung des Welterschöpfungstages wird die Biokapazität der Erde (also die natürliche Reproduktion der Ressourcen der Erde und der Abbau von Treibhausgasen) dem weltweiten ökologischen Fußabdruck der Menschheit gegenübergestellt (also alles, was wir verbrauchen). Mit unserem derzeitigen Rohstoffverbrauch bräuchten wir jedes Jahr die Ressourcen von 1,7 Erden. Die Ressourcen der 1. Erde haben wir heuer schon am 1. August aufgebraucht.

Der Welterschöpfungstag kommt immer früher. Im Jahr 2016 fiel er noch auf den 8. August. Innerhalb von zwei Jahren ist er also eine Woche nach vorne gewandert und daran sind vor allem wir in Österreich und anderen entwickelten Industrieländern Schuld. Wir leben weit über unsere Verhältnisse. Würden weltweit alle so verschwenderisch leben wie wir, wären die Erdressourcen bereits am 15. April aufgebraucht.

Einen großen Teil unseres ökologischen Fußabdrucks, nämlich 60% davon, machen CO² Emissionen aus. Sie zu minimieren wäre der erste Schritt, den Welterschöpfungstag wieder ein bisschen nach hinten zu veschieben.

So schieben wir den Earth Overhoot Day nach hinten:

Nachhaltiger zu leben sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, doch der Verzicht fällt uns allen schwer. Ein paar kleine Anregungen können vielleicht dennoch eine Änderung zu mehr Nachhaltigkeit bewirken, Tag für Tag.

MONTAG: No More-Stuff-Monday!

Mood am Montag sollte sein, sich zu fragen, was man wirklich braucht? Was hast du eigentlich alles und was benötigst du davon? Lebst du im Überschuss und besitzt Dinge, die du herschenken oder tauschen kannst? Somit werden Ressourcen nämlich wieder umverteilt und länger genutzt.

Musst du überhaupt etwas (online) kaufen? Oder kannst du eher geben?

Lege deine Einkaufs-Liste an, die du bist zum nächsten, übernächsten Montag aufbewahrst und überprüfe dann, ob das immer noch von Wichtigkeit ist. Denn unsere (vor allem online getätigten) Impulseinkäufe verbrauchen jede Menge Ressourcen in Herstellung und Logistik - vor allem das Einkaufen und zurückschicken schadet unserer Erde sehr.

#boycottonlineshops #localshopsdoitbetter #knowyourstuff

DIENSTAG - Tuesday: A Due to our earth!

Nutze die Natur und erfreue dich an ihr, dann schätzt man sie auch mehr: Sammle Müll ein, der im Wald zurückgelassen wurde, oder geh’ zumindest Müll trennen. Pflanze etwas ein und das Wichtigste: geh zu Fuß! Du darfst auch den Tretroller oder das Rad nehmen, doch einen Tag in der Woche auf Autos und Öffis verzichten, hilft unserer Gesundheit und der Erde.

#naturelove #bike #walk

MITTWOCH: Der Mitte-finden-Tag

Was wirklich wichtig ist, um eine Situation zu ändern, ist das Bewusstsein dahinter. Weißt du, was du wirklich willst und brauchst? Nimm dir an diesem Tag die Zeit, zu reflektieren:
Was hast du innerhalb der letzten Woche an Lebensmittel verschwendet und weggeschmissen?

Die Verschwendung von Nahrungsmitteln rückt den Earth Overshoot Day nämlich auch nach vorne.

Mach ein Foto deiner Lebensmittel und schau es dir eine Woche später an. Erinnerst du dich, wann du was gegessen hast? Was verdorben ist oder was immer noch in deiner Küche liegt? Versuchen wir einfach, weniger zu verschwenden. Das hilft bereits.

#bewusstessen #bewusstleben #lessconsume

DONNERSTAG: Der Donner-Wetter-Blitz-Tag!

An diesem Tag widmen wir uns den großen Themen, die den Himmel zum Donnern und Blitzen bringen. Wie unser Stromverbrauch. Auf Öko-Strom wechseln, ist Tipp #1. Zertifizierter Ökostrom spart CO2, weil er überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Somit wird der Klimawandel verlangsamt. Klimaschädliche Kohlekraft und gefährliche Atomenergie könnten so von uns allen vermieden werden.

Was wir auch vermeiden können ist zu fliegen. Denn jeder Flug zerrt extrem an der Erde. Wo kann man stattdessen mit dem Zug hinreisen, auf Geschäftsreise oder in den Urlaub?

Und falls doch mal fliegen, dann gibt’s fast bei allen Fluganbietern zumindest die Möglichkeit, für ein paar Euro den C02-Austausch zu kompensieren.

#regiotravel #train #noflight #ecoenergie #railjourney

FREITAG: wird somit zum TierFREItag!

Vegetarische und vegane Ernährung hilft, die Umwelt zu schonen, da Kühe einerseits selbst sehr viel CO2 und das noch viel klimaschädlichere Methan produzieren und die Produktion von tierischen Lebensmitteln auch viel Energie verbraucht.

Somit ist es sinnvoll, zumindest einmal in der Woche auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Der Freitag bietet sich dafür an und wird easy zum „TierFREItag“, an dem Gemüse und Hülsenfrüchte, Obst und Co. am Speiseplan stehen. Das bringt Abwechslung ins eigene Leben und hilft der Erde, ihre Ressourcen reproduzieren zu können.

#govegan #govegeterien #lessmeat

SAMSTAG: Satt-Saturday
Was macht dich satt und was glücklich? An einem Tag wäre es möglich, sich wirklich nur satt zu machen und nicht unbedingt glücklich zu essen. So kannst du deinen Lebensmittel-Konsum im Gleichgewicht halten. Was auch immer gut ist: Lebensmittel-In-Ordnung-Ware kaufen. Lieber das Brot vom Vortag retten und den -50%-Käse, als sie in den Müll wandern zu lassen

Und brauch ich wirklich die Avocado aus Peru, die Bananen aus Equador und die Tomaten aus Marokko? Die treiben den Treibhausausstoß nämlich auch nach oben. Am Samstag reicht auch der saionsale und regionale Apfel, die Bio-Milch aus der Umgebung und die Beeren aus der Steiermark.

SONNTAG: Second-Hand&DIY-Sunday

Am Sonntag kann man z.B. einen Flohmarkt besuchen. Dort findet man immer wieder Dinge, die andere nicht brauchen und die das eigene Leben bereichern. Für Kleidung sind Second-Hand-Shops zu empfehlen, oder Tauschbörse-Apps. Das Gekaufte kann man dann bei einem netten Spaziergang am Sonntag abholen.

Auch selber machen hilft, den Welterschöpfungstag nach hinten zu schieben. Waschmittel kann man zum Beispiel aus Kastanien machen, Brot selber backen, generell den Kuchen selbst backen, nicht kaufen. Bastle dir aus alten Stoffresten selber Kosmetikpads und Putzlappen, oder putz die Wohnung mit selbstgemachten Putzmitteln aus Essig und Zitrone.

#secondhandrules #secondhandfashion #fairfashion #diy #saveourplanet

Die Möglichkeiten die Welt zu schonen sind so so endlos wie das Internet und seine Tipps. Weltretten ist dennoch alles andere als leicht. Aber vielleicht erleben wir den Welterschöpfungstag auch einmal erst wieder im September.

Aktuell:

Werbung X