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Screenshot von "Keep Talking and Nobody Explodes"

Steel Crate Games

Ein ungleiches Paar

Was machen die anderen, während eine Person das VR-Headset auf hat? Sie schnappen sich ein Gamepad, setzen sich vor einen normalen Bildschirm und spielen mit!

Von Robert Glashüttner

Vor zwei Jahren war der große Kick-off des modernen Virtual-Reality-Zeitalters. Der große Durchbruch war es nicht, aber man merkt, dass VR in vielen Bereichen präsent ist. Es wird ein langfristiger Erfolg werden, kulturell und kommerziell.

Einer der bemerkenswerten Aspekte an Virtual Reality ist die Vielseitigkeit. Die (interaktive) Visualisierungstechnik kommt in unterschiedlichen, meist kreativen Branchen zum Einsatz: Film, Architektur, Computerspiele. Auch zur Simulation diverser Einsätze - etwa bei der Feuerwehr, wie wir es letzte Woche beim Ars Electronica Festival beobachten konnten - eignet sich Virtual Reality gut.

Hilfe hinterm Headset

Der Wermutstropfen vor allem bei Virtual-Reality-Games ist, dass pro Ort und Einsatz meist nur ein VR-Headset verfügbar ist. Dann hat eine Person das Headset auf und die anderen Menschen drum herum wissen nie so recht, was da drin eigentlich so vor sich geht. Doch das muss nicht sein, denn es gibt einige aktuelle Games, bei denen man kooperativ spielt. Dabei trägt eine/r das Headset, die andere Person schaut auf einen normalen Bildschirm, und man zieht gemeinsam an einem Strang.

„Keep Talking and Nobody Explodes“

Anfang des Sommers haben Michael Fiedler, Conny Lee und ich „Keep Talking and Nobody Explodes“ gespielt. Das Game ist in seiner Grundversion zwar schon drei Jahre alt, wurde aber erst in den letzten Monaten für diverse VR-Systeme umgesetzt. In der Virtual Reality sieht man eine Bombe mit diversen Drähten, Schaltern, und so weiter. Sie oder er muss den anderen SpielerInnen nun alles genau beschreiben, damit diese in der Bombenentschärfungsanleitung nach Antworten suchen. Das Ganze endet natürlich oft in einem sehr amüsanten Chaos. Profis feilen bei „Keep Talking and Nobody Explodes“ an ihrer Sprache und führen eigene Fachbegriffe ein, damit jede und jeder immer weiß, wovon man spricht.

Screenshot von "Eye in the Sky"

VinLia Games

„Eye in the Sky“

„Eye in the Sky“

Auch bei „Eye in the Sky“ helfen wir uns gegenseitig. Die Person mit VR-Headset spielt das namensgebende große, fliegende Roboterauge mit Händen, die andere Spielerin sitzt mit Gamecontroller vor einem normalen Bildschirm und steuert einen kleinen Bodenroboter. Zu zweit löst man Puzzles, wo der eine dem anderen Gegenstände reicht oder Elemente ein- und ausschaltet. Bei „Eye in the Sky“ steht das gemeinsame Rätsel lösen mehr im Vordergrund als effiziente Kommunikation.

Screenshot von "Carly and the Reaperman"

Odd Raven Studios

„Carly and the Reaperman“

„Carly and the Reaperman“

Ein höchst ungewöhnliches Team spielen wir in „Carly and the Reaperman“. Carly ist ein kleines Mädchen, das in eine fremdartige Dimension gerät. Dort muss sie verlorenen Seelen helfen, Ruhe zu finden. Der Reaperman ist ein riesiger Totenschädel inklusive Skeletthände. Das klingt gruselig, ist aber in Wahrheit amüsant und jugendfrei in Szene gesetzt.

Während Carly läuft und springt, muss der Reaperman ihr Brücken und Kisten zurechtlegen, damit sie große Abgründe überwinden kann. Als Reaperman muss man das Mädchen und die Umgebung immer im Blick haben, als Carly muss man sich geschickt bewegen und dem Skelettfreund Tipps geben. Wir haben das Game erst vor ein paar Tagen am Ars Electronica Festival im FM4 Spielekammerl gespielt.

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