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Am Strand von Land's End

Ustwo Games

Eine meditative Reise

In „Land’s End“ machen wir uns auf den Weg durch eine seltsame, schöne Welt.

Von Michael Fiedler

2014 hat ein ungewöhnliches Handyspiel wochenlang die Game-Charts dominiert: In Monument Valley begleiten wir ein Mädchen durch eine ebenso minimalistische wie komplexe Welt voller optischer Täuschungen und unmöglicher geometrischer Figuren. Das erste Virtual Reality Spiel der Macher von „Monument Valley“ ist zwar auch schon zwei Jahre alt, aber diesen Sommer auch für die Oculus Go erschienen. Grund genug, das Spiel auf der mobilen Konsole auszuprobieren.

Etwas Altes,...

Die sphärischen Klänge, mit denen uns „Land’s End“ begrüßt, sind schon ein bisschen das Kennzeichen des Entwicklungsstudios Ustwo Games, sofort werden Erinnerungen an das geniale Puzzlen in „Monument Valley“ wach.

Land’s End ist für diverse VR Systeme erschienen, wir haben es auf der Oculus Go getestet, wo das Spiel etwa 5 Euro kostet.

Grafisch ist „Land’s End“ sehr einfach gehalten: Grauer Stein mit wiederkehrendem Muster, gleichmäßig grüne Grasflächen, harte Kanten. Stilisierte Vögel ziehen vorbei, hin und wieder tauchen stumme Schemen auf. Das Meer, an dessen Stränden und Klippen wir uns entlangbewegen, ist im Gegensatz dazu schon fast opulent gehalten, da spiegeln sich die Wolken und das Sonnenlicht und die Brandung schäumt.

Aus der Ich-perspektive bewegen wir uns ganz ohne Hintergrundgeschichte nur durch Kopfbewegungen durch diese Landschaft, fixieren den nächsten Wegpunkt und gleiten dann darauf zu. Abzweigungen gibt es nur selten, wenn zwei Rätsel lösen müssen, um den Weg fortzusetzen.

Am Strand von Land's End

Ustwo Games

Diese Puzzles sind recht einfach, Punkte mit einander verbinden oder Steine richtig stapeln, damit ein Tor aufgeht oder ein Portal aktiviert wird. Durch die fliegen wir sanft durch die Luft in neue Bereiche.

Wie schon bei „Monument Valley“ wird schnell klar, dass es nicht allzu lang dauern wird, bis wir am Ende angelangt sind sind, die Landschaft will genossen werden. Selbst wer sich viel Zeit lässt, hat nach nur drei Stunden die fünf Episoden durchgespielt.

etwas Neues,...

Auch wenn zu Beginn kurz die Steuerung erklärt wird, notwendig wäre das nicht: Die wenigen Funktionen sind selbsterklärend. Ausschließlich durch Kopfbewegungen im virtuellen Raum steuern wir durch die Landschaft, verbinden wir Punkte, bringen wir Felsblöcke schwebend in Position. Diese Art der Steuerung ist dem Umstand geschuldet, dass das Spiel zunächst für Smartphones erschienen ist, die in VR-Brillen eingespannt werden - und bei denen halt nicht von Haus aus ein externer Controller dabei ist.

etwas Geborgtes,...

„Land’s End“ wirkt wie eine VR-Meditationsapp mit einfachen Puzzles zwischendurch. Es ist schön, entspannend und ganz anders, als die meisten Virtual Reality Spiele. Ich würde wirklich gerne mehr Zeit in dieser seltsamen Welt verbringen, wenn es nur mehr zu tun gäbe …

etwas Verabsäumtes.

Und hier liegt auch die große Schwäche von „Land’s End“. Ein wenig mehr Ideen bei den Rätseln, ein kreativerer Umgang mit der simplen Steuerung, ein kleines bisschen mehr Handlung wäre nicht nur schön gewesen, das hätte ich mir eigentlich fix erwartet.

FM4 Spielekammerl: Heute, 11.10., ab 17:00 werden Robert Glashüttner und Michael Fiedler sich zum Beispiel das wilde Schlagzeug-Lichtschwert Spiel „Beatsaber“ anschauen.

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