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Wegweiser zur ÖH-Wahl

APA/HERBERT NEUBAUER

ÖH-Wahl 2019

Ein handlicher Überblick zu den Positionen aller Fraktionen bei der ÖH-Wahl

Auf dem Hochschul-Hochstuhl: Die Spitzenkandidat*innen der neun bundesweit antretenden Fraktionen haben sich unseren Fragen gestellt. Sie kämpfen um die 55 Sitze in der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschüler_innenschaft und den Vorsitz in der Bundes-ÖH.

Unmittelbar nach der EU-Wahl findet dieses Jahr für alle Studierenden an Universitäten, Fachhochschulen (FH), Pädagogischen Hochschulen (PH) und Privatuniversitäten die ÖH-Wahl statt. Von 27. bis 29. Mai kann abgestimmt werden, an manchen Standorten kann man auch schon am 24. Mai wählen. Neben der Bundesvertretung - sozusagen dem Studierendenparlament - werden auf lokaler Ebene auch die Hochschul- und Studienvertretungen für die nächsten zwei Jahre gewählt.

ÖH-Wahl FAQ:

Was du zur ÖH-Wahl 2019 alles wissen musst findst du hier in einem kompakten Überblcik.

Der ÖH-Vorsitz (auch Exekutive genannt) bestand zuletzt aus Vertretern des Verbands Sozialistischer Student_innen (VSStÖ), den Grünen und Alternativen Studierenden (GRAS) und den Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ).

Die ÖH ist Servicestelle und Interessensvertretung für alle Studierende. Es gibt eine Pflichtmitgliedschaft. Die ÖH sitzt als Interessensvertretung mit der Regierung und Uni-Gremien am Verhandlungstisch, ringt dabei jedoch immer wieder um ihre Relevanz und ihren politischen Einfluss. Dieser ist nämlich geringer, als es die ÖH und viele Studierende wohl gerne hätten. Dieses Problem schlägt sich seit Jahren auch in der Wahlbeteiligung nieder, die bei der vergangenen Wahl im Jahr 2017 auf einen historischen Tiefststand von 24,5 Prozent gefallen ist.

Wie bereits 2017, treten auch heuer wieder neun Fraktionen bundesweit an. Die Listenersten bzw. Spitzenkandidatinnen und -kandidaten haben auf unserem „Hochschul-Hochstuhl“ Platz genommen und sich unseren Fragen gestellt.

VSStÖ

Der Verband Sozialistischer Student_innen war gemeinsam mit GRAS und FLÖ Teil des letzten ÖH-Bundesvorsitzteams. Der „Vaust“, wie die Fraktion umgangssprachlich genannt wird, setzt bei der ÖH-Wahl 2019 auf altbekannte Themen wie soziale Absicherung und forciert ein Fortbestehen der linken ÖH-Koalition, um der schwarz-blauen Bundesregierung die Stirn bieten zu können.

Hier geht’s zum ausführlichen Fraktionsporträt.

Dora Jandl kandidiert als Spitzenkandidatin für den VSSTÖ. Ambra Schuster hat das Interview geführt.

GRAS

Die Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS) waren ebenfalls Teil der letzten Koalition im ÖH-Vorsitz. Sie fordern ein freies Studium ohne Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren, bei dem sich alle entfalten können sollen. Auch sie stehen für eine linke ÖH-Exekutive, die sich klar gegen die Regierung positioniert. GRAS hat dieses Jahr ein Spitzenduo aufgestellt, das aus Adrijana Novakovic und Dietlinde Oberklammer besteht.

Hier geht’s zum ausführlichen Fraktionsporträt.

Adrijana Novakovic und Dietlinde Oberklammer kandidieren als Spitzenkandidatinnen für die GRAS. Das grasgrüne Spitzenduo hat sich den Fragen von Lena Raffetseder gestellt.

FLÖ

Vor gut 30 Jahren gegründet, sind die Unabhängigen Fachschaftslisten Österreichs (FLÖ) mittlerweile eine feste Größe bei den ÖH-Wahlen. Sie präsentieren sich als vernetzte Expert*innen, die vor allem auf lokaler Ebene für die Studierenden da sein wollen und ihren Fokus auf bessere Studienbedingungen und mehr Mitsprache von Studierenden in Uni-Gremien setzen. Desmond Grossmann, 22-jähriger Physikstudent an der Uni Graz, ist seit mehreren Jahren für die ÖH tätig und führt in diesem Jahr die bundesweite Liste an.

Hier geht’s zum ausführlichen Fraktionsporträt.

Desmond Grossmann kandidiert als Spitzenkandidat für die FLÖ. Lukas Lottersberger hat das Interview mit dem FLÖ-Listenersten geführt.

AG

Die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft, kurz AG, war bei den letzten ÖH-Wahlen zwar die stimmenstärkste Fraktion, war aber in der vergangenen Periode in der Opposition. In der kommenden Periode will die Fraktion wieder in der Exekutive sitzen. Neben klassischen Forderungen wie mehr Beratung und Service, will die AG auch ein österreichweites Studierenden-Öffi-Ticket und eine Skripten-Datenbank. Gesellschaftspolitik soll draußen bleiben, sagt Spitzenkandidat Dominik Ramusch. Der Kärntner studiert Forstwirtschaft auf der Wiener Universität für Bodenkultur.

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Dominik Ramusch kandidiert als Spitzenkandidat für die AG. Das Interview hat Sophie Liebhart geführt.

JUNOS Studierende

Die Jungen Liberalen Studierenden (JUNOS Studierende) wollen „Elite-Unis für alle“. Sie sind die einzige Fraktion, die für die Einführung von Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen sind. Doch die Studiengebühren sollen erst nach dem Studium fällig werden und die Zugangsbeschränkungen wolle man „fair“ gestalten. Spitzenkandidat für die NEOS-Studentenorganisation ist der 22-jährige Wirtschaftsrechtstudent Nino Rohrmoser.

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Nino Rohrmoser kandidiert als Spitzenkandidat für die JUNOS. Lena Raffetseder hat ihm die Fragen gestellt.

RFS

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) ist laut eigenen Angaben die einzige Fraktion, die offen die aktuelle Bundesregierung unterstützt. Auch hier gibt es ein Spitzenduo: Die 23-jährige Wirtschaftsrechtstudentin Tatjana Schraml und RFS-Bundesobmann Lukas Heim. Zum Interview kam jedoch lediglich die Listenerste Schraml. Die Fraktion ist gegen Studiengebühren für Österreicher*innen, EU-Ausländer*innen und Studierende aus Drittstaaten sollen jedoch zahlen. Außerdem fordert die Fraktion, dass Gender-Sternchen, Gender-Gap oder Binnen-I in wissenschaftlichen Arbeiten optional sein sollten und keine Auswirkung auf die Note haben sollten.

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Tatjana Schraml kandidiert als Spitzenkandidatin für den RFS. Ambra Schuster hat die freiheitliche Studentin interviewt.

KSV-LiLi

Eine der zwei kommunistische Fraktionen bei der ÖH-Wahl ist der Kommunistische Student_innenverband - Linke Liste (KSV-LiLi). Dieser wird von der KPÖ-Bundespartei unterstützt. Der KSV-LiLi lehnt Hierarchien ab und stellt deshalb keinen Spitzenkandidatin auf, sondern hat „Öffentlichkeitsarbeiter*innen“. Listenerste ist Babsi Ordinaireteur (auf dem Wahlzettel steht ihr bürgerlicher Name Arved Clute-Simon), die sich selbst als nicht-binär identifiziert. Die 26-jährige Gender-Studies-Studentin verteidigt das allgemeinpolitische Mandat der ÖH und möchte es auch nutzen.

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Babsi Ordinaireteur kandidiert als Spitzenkandidat*in für den KSV-LiLi. David Riegler hat die einzige nichtbinäre Kandidatin interviewt.

KSV-KJÖ

Der Kommunistische Student_innenverband - Kommunistische Jugend Österreich (KSV-KJÖ) wird von der steirischen KPÖ unterstützt und schickt den 26-jährigen Geschichte- und Jusstudenten Dario Tabatabai als Spitzenkandidaten ins Rennen. Der Fraktion sind guter Service für Studierende und allgemeinpolitische Themen gleichermaßen wichtig. Außerdem möchte man stärker auf die prekäre finanzielle Situation vieler Studierender aufmerksam machen und hier Verbesserungen erzielen.

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Dario Tabatabai kandidiert als Spitzenkandidat für den KSV-KJÖ. Er hat die Fragen von David Riegler beantwortet.

No Ma’am

Politische Forderungen sucht man bei der Spaßliste No Ma’am vergebens. Die Fraktion aus Linz fordert seit 1997 hauptsächlich „Freibier“ und will damit den Weltfrieden erreichen. Seit ihrer Gründung wird den Mitgliedern der Spaßliste, die in Linz auch für ihre Partys bekannt sind, Frauenfeindlichkeit vorgeworfen - vor allem wegen des Namens, der eine Referenz auf einen fiktiven misogynen Verein aus der TV-Serie „Eine schrecklich nette Familie“ ist. Der 22-jährige „No Ma’am“-Spitzenkandidat Moritz Mager studiert an der Johannes-Kepler-Universität Linz Kunststofftechnik und will das bisherige Mandat in der ÖH-Bundesvertretung - mit den altbekannten Forderungen im Ärmel - halten.

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Moritz Mager kandidiert als Spitzenkandidat für No Ma’am. Er beantwortet die Fragen von Lukas Lottersberger.

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