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Ankathie Koi: Große Stimme, Große Gefühle

Die FM4 Acoustic Session war die Feuertaufe für ihren Popfest-Gig, denn auch dort wird sich Ankathie Koi von ihrer ruhigen, akustischen Seite zeigen. Dabei präsentiert sie zwei extra fürs Popfest aufgenommene Songs und eine noch unveröffentlichte Nummer vom kommenden Album „Prominent Libido“.

Von Daniela Derntl

Ankathie Koi spielt einen exklusiven Popfest-Gig - am Samstag, 27. Juli um 22 Uhr im TU Kuppelsaal .

ACHTUNG: Zutritt nur mit Zählkarten!

2013 hat die Frau mit dem Kanari-gelben Vokuhila ihre Popfest-Premiere gefeiert, damals noch mit ihrer alten Band Fijuka. 2015 war sie wieder dabei. 2016 hat sie das Festival zusammen mit dem Musikjournalist Gerhard Stöger kuratiert, und 2017 ist sie abermals auf der Seebühne gestanden.

Und heuer – beim zehnjährigen Popfest-Jubiläum – freut sich Ankathie Koi auf ihren fünften Gig am Karlsplatz: „It feels like coming home“, meint sie dazu im Interview: „Ich hab immer eine gute, schöne und positive Beziehung zum Popfest gehabt – sei es als Künstlerin oder Kuratorin. Es war die erste große Plattform für Fijuka. Ich hab es immer geliebt, auch das kuratieren. Patrick Pulsinger hat uns damals gebucht. Und jetzt ist es der nächste Schritt. Alles verändert sich. Es ist immer eine Entwicklung, und ich habe das Gefühl, immer zu Guten.“

Ankathie Koi im Studio 2 bei der FM4 Acoustic Session vor dem Popfest 2019

Claus Diwisch

Dieses Mal wird sich die Stimmgewalt aus Oberbayern allerdings ganz anders zeigen, als sonst. Sie mimt nicht die exaltierte Diva in knallbunten und knallengen Latex-Outfits, flankiert von flirrenden 80s Synthies, Schlagzeug- und Elektro-Wumms. Heuer fährt sie die Krallen ein und zeigt sich von ihrer ruhigeren, persönlichen Seite. Im Kuppelsaal der TU wird sie bei der „Ankathie Koi In Private“ Session ganz allein auf der Bühne stehen. Ohne Verstärkung. Ohne große Show. Einfach, pur und reduziert – mit einer Gitarre, einem Stage-Piano und ihrer vier Oktaven Stimme.

Am 13. September erscheint das neue Ankathie Koi Album „Prominent Libido“.

TOURDATEN:
16.08.19 Eisenerz, Rostfest
24.08.19 Schwarz, Woodlight Festival
26.09.19 Graz, Postgarage
04.10.19 St. Pölten, Cinema Paradiso
15.11.19 Krems, Kino Im Kesselhaus
22.11.19 Dornbirn, Spielboden
23.11.19 Linz, Stadtwerkstatt
29.11.19 Salzburg, Argekultur
07.12.19 Wien, Porgy & Bess

In diesem intimen Setting geht die studierte Jazz-Sängerin zurück an ihre Wurzeln – und stellt sich der Herausforderung mit ein paar extra für den Anlass komponierten Nummern, wie der ruhigen Ballade „One Too Many Times“: „Das ist ein Trennungslied.“, erzählt Ankathie Koi im Interview, „Es gab eine Trennung und ich wollte mich verabschieden und sagen, dass ich extrem in die Person verliebt war. Aber wir mussten trotzdem Schluss machen. Das kennen vielleicht Viele? Dass es einfach nicht geht. Man mag den anderen so fucking gerne, aber es funktioniert einfach nicht. Man kann sich drehen und wenden wie man will. Es haut einfach nicht hin. Und darum geht’s in dem Abschiedslied.“

„One Too Many Times“ ist ein alter Song, den Ankathie Koi extra für das Konzert im Kuppelsaal aus der Lade geholt hat. Viel jünger ist hingegen „It Changed The Way I Think About You Now”. Der Folk-Song ist erst vor wenigen Tagen fertig geworden, und handelt von der schmerzhaften Wahrheit in Beziehungen: „Ich habe eine gute Bekannte, die gerade in so einer Beziehungsphase ist, die recht anstrengend ist. Und da geht’s ganz viel um Wahrheit und Unwahrheit. Und ich habe festgestellt, im Laufe meines Lebens, dass die Wahrheit oft das aller schmerzhafteste ist. Wenn man jemand richtig verletzen will, dann geht das tatsächlich am Besten mit der Wahrheit.“

Nach zwei Songs an der Gitarre wechselt Ankathie Koi an den Flügel, um ihre kommende Weihnachtssingle „The Light“ mit Ehrfurcht gebietender Inbrunst zu durchleiden. Der Song reflektiert die einseitigen Gefühlen nach einer leidenschaftlichen Nacht: „Der Text handelt von einem One-Night-Stand. Das ist auch schon wieder eine Zeitlang her. Der Typ hat mich in der Früh zwar nicht rausgeschmissen, aber es war so dieses Feeling, wenn man in der Früh aufwacht, und die Nacht eigentlich voll, voll super war, und du am Morgen merkst, dass die Person, die da neben dir liegt, einfach nur will, dass du gehst. Die will nicht, wie du, noch nett frühstücken und hat überhaupt nicht vor, dir einen Kaffee zu machen. Sondern der Typ neben mir stellt sich schlafend, und hofft, dass ich einfach geh. Also bitte mach das Licht nicht an, denn du wirst mich sehen, wie sehr ich mich schäme und dass es mir richtig schlecht geht, weil ich gerne hierbleiben würd. Denn ich bin urverknallt und ich mag dich voll gern und ich weiß, ich muss gehen. Fuck!“

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