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Cari Cari

Andreas Jakwerth

Soundpark Weekly

Neues von Cari Cari, Keke, Manu Delago u.v.m.

Psychodelischer Wüstenrock für Guinness, chillige Malibu-Traum-Beats, cleverer S/W-Nu-Jazz und die neuesten Singles aus Österreich, inkusive kleinem Geheimtipp.

Von Andreas Gstettner-Brugger

Wieder angekommen im „normalen“ Leben nach dem FM4 Frequency Festivalwahnsinn? Der Einen oder dem Anderen dürften noch die Ohren klingeln vom Auftritt des rising stars Mavi Phoenix, oder vielleicht ist euch noch der Gig der Österreicher Please Madame und Flut auf der Weekender Stage in Erinnerung. Für manche vielleicht auch eine richtige heimische Überraschung am großen Festival.

Marco Wanda und Roboter in neuem Video

Wanda

Vielleicht fühlt ihr euch auch noch ein bisschen wie ein Roboter und habt auch das eine oder andere Emoji im Auge, wie der kleine Blechkamerad von Wanda im neuen Video zu „Nach Hause gehen“.

Aber jetzt, wo wieder der Alltag einkehrt, machen sich entspannte Beats und chillige Vibes hier breit. Und apropos Überraschung: Die Wiener Band Euphoniques ist ein kleiner Gehemtipp für die heißen Tage. Der entspannt soulige R’n’B Sound, die geschmeidigen Vocals von Marjorie Etukudo und die Wah-Wah-Gitarre von Elena Todorova, die auch für das Songwriting verantwortlich ist, machen Lust auf laue Party-Loungenächte und mehr Songs der jungen Band.

Die Single „Coming Back“ ist übrigens ein Song über die innere, positive Ausrichtung, die man sich vor allem in schwierigen Zeiten behalten soll. Tanzen, auch wenn es regnet.

Cari Cari - „ANAANA“

Was haben Patti Smith, Kanye West, Louis Armstrong und Cari Cari gemeinsam? Abgesehen davon, dass diese Künstler*innen ausgezeichnete Musik machen, sind ihre Songs der Soundtrack zu TV-Werbespots von Guinness. Der dunkle Bier-Spot, bei dem „Anaana“ von Cari Cari zu hören ist, wird bei der Rugby Weltmeisterschaft 2019 in Japan ausgestrahlt. Nach dem legendären Gig am Primavera Festival sind Cari Cari mittlerweile auf Platz 6 der meist gebuchten Newcomer Europas.

Ihr offizielles Video zur Single kommt jedoch ganz ohne alkoholischen Drink aus. Allerdings können die psychedelischen Muster, die aufblitzenden Skelette und die indianische Wüstenrock-Symbolik durchaus eine bewusstseinserweiternde Wirkung haben.

Keke - „Malibu“

Weitaus entspannter legt es da die Rapperin Keke an. Sie träumt zu ebenso verträumten, weichgespülten Beats vom Malibu Beach, vom süßen Leben, dem nicht mal die Hater etwas anhaben können. Im Gegensatz zu den eher harten Posen und harten Zeilen von „Paradox“ herrscht bei „Malibu“ die pastellige Harmonie im blauen Heißluftballon. Ein einfacher Song, der sofort ins Ohr geht und sich dort mit seinem reduzierten Arrangement und dem Mantra-artigen Refrain festhakt. Dass es sich hier um einen richtigen, gepflegten summer tune handelt, macht Keke auch mit ihrem Verweis auf The Wailers deutlich.

Peer Kusiv ft. AVEC - „On My Mind“

Dem Künstlernamen Peer Kusiv nach zu urteilen liebt der deutsche Produzent aus dem hohen Norden alles, was mit Rhythmus und Beats zu tun hat. Alles was klickt, klackt, pulsiert, dahingrooved, besonders dann, wenn ein sanfter Synthie-Bass sich dazuschmiegt. Das ganze darf hier in unserer „Österreicher-Rubrik“ deshalb vorgestellt werden, weil er sich für die neue Single „On My Mind“ keine geringere als die bezaubernde AVEC geangelt hat. Ihre hypnotisierende, weiche Stimme passt perfekt zu dem entspannten und doch energiegeladenen Groove der Nummer. Es geht um die Flucht aus der Großstadt, die Flucht vor dem Erfolgsdruck. Hauptsache „weit weg“. Eine Fluchtnummer mit Suchtpotential.

Manu Delago - „Zeitgeber“

Spätestens seit dem Tiroler Musiker Manu Delago wissen die meisten, was ein Hang ist. Der mittlerweile in London lebende Musiker, der gerne mit Björk auf der Bühne steht und auf der ganzen Welt unterwegs ist, hat einen neuen Song veröffentlicht, der durch seine vertrackte Rhythmik verblüfft und gleichzeitig wundervolle Bläsersätze und schöne Melodien vorzuweisen hat. Ein modernes, gefinkeltes, detailverliebtes, genial ausgechecktes Nu-Jazz-Stück, das mit jedem Mal Hören dazugewinnt. Das großartige Video von Jeb Hardwick lässt die Augenlider zucken und hat in seiner Schwarz/Weiß-Ästhetik auch ein bisschen was unheimliches. Dieser Vorbote erhöht die Spannung auf das neue Album „Circadian“, das am 13. September erscheint.

Auch noch gut und gut zu wissen

  • „Wunderbarer cooler, unkitschiger deutschsprachiger Pop. Sehr eigenständig, klug und künstlerisch besonders.“ Das sagt Herbert Grönemeyer über die österreichische Pop-Truppe Oehl und nimmt sie auch gleich mit auf seine „Tumult Tour“ im Herbst.
  • Das Elektropop-Duo Palastic lebt lieber einfach - also einfach verliebt. „Life is easier“, eine schöne Sommerpopnummer, die die Liebe feiert.

FM4 Soundpark Weekly

In dieser wöchentlichen Rubrik servieren Lisa Schneider und Andreas Gstettner-Brugger musikalische Häppchen aus Österreich. Neue Bands und Songs, Videos und Konzerthighlights quer durch den stilistischen Gemüsegarten.

  • Neues bahnt sich an bei den GODS (früher Bensh genannt), zumindest eine Hälfte hat das Projekt Young Rule gegründet. Der Trailer kommt schon mal spannend daher. Futuristischer Austro-Brit-Elektro.
  • Produzent, Musiker und Wunderwuzzi der Töne, Marco Kleebauer, bleibt nach dem Mavi Phoenix-Rework bei dem Wort ugly. Diesmal hat er dem wundervollen „Never Be Yours“ von My Ugly Clementine einen sommerlichen Dub verpasst. Die Single erscheint kommenden Freitag.
  • Und für alle H.P. Zinker-Fans gibt’s jetzt die Möglichkeit, das Album „Mountain Of Madness“ mit dem grenzgenialen 3D-Cover von Stefan Sagmeister in LP-Format zu erhalten. Auch inklusive Platzgumer-Buch und neu gedruckten T-Shirts! Einfach beim Crowdfunding mitmachen!
  • Und in der letzten Soundpark-Sendung hat Christian Pausch die Petrol Girls eingeladen und schon ganz exklusiv vorab mit Alicia Edelweiss über ihr kommendes Album geplaudert und die Songs gespielt.

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