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Computerspiel "Wattam"

Funomena / Annapurna

„Wattam“ ist ein kurioses Kuddelmuddel bunter Figuren

Das neue Spiel des japanischen Gamedesigners Keita Takahashi („Katamari Damaci“) ist ein kunterbunter Spielplatz voll mit ulkigen Figuren, die nicht nur Kindern Freude bereiten.

Von Robert Glashüttner

Was assoziieren wir, wenn wir Popkultur und Japan gemeinsam denken? In den meisten Fällen fallen einem Animes, Mangas, verspielte Roboter und allgemein bunte Figuren ein. Genau in so ein zuckerlfarbenes, japanisches Popabenteuer wirft uns „Wattam“. Es ist ebenso überdreht wie absurd und dabei natürlich auch ziemlich niedlich. In „Wattam“ geht es um einen würfelförmigen Bürgermeister mit schwarzer Melone, der in einer vorerst verblüffend leeren Welt neue Freunde treffen möchte.

Kunterbunter Klamauk

Das Mastermind hinter „Wattam“ ist nicht unbekannt: Vor über 15 Jahren hat der japanische Gamedesigner Keita Takahashi sein abgedrehtes Debütspiel „Katamari Damaci“ veröffentlicht. Dabei mussten wir mit einer Kugel alles aufrollen, was nicht niet- und nagelfest war. Der Grund: Mit dem gesammelten Material sollten die verlorenen Sterne und der Mond wieder hergestellt werden.

„Wattam“, entwickelt von Funomena, ist im Vertrieb von Annapurna für Playstation 4 und Windows (Epic Store) erschienen.

„Wattam“ trägt eindeutig die Handschrift von Keita Takahashi: Es ist ähnlich bunt, lustig und inhaltlich höchst kurios - sehr ähnlich wie „Katamari Damaci“. Der Bürgermeister lebt auf einem schwebenden grünen Quadrat und findet mit unserer Hilfe nach und nach neue Bewohnerinnen und Bewohner: einen kleinen Stein, einen großen Stein, eine Nase, eine Eichel, einen Baum, einen Apfel, eine Gabel, und so weiter.

Absurd und abgedreht

„Wattam“ ist purer Spaß am Herumspielen: Wir können stets flugs zwischen den Figuren, die natürlich alle Ärmchen, Beinchen, Augen, Nasen und Ohren haben, hin- und herwechseln, herummarschieren, uns wechselseitig an den Händen nehmen, springen und klettern. Gemeinsam müssen sich die Figuren helfen, wenn da und dort Probleme auftreten. Zum Beispiel, wenn das Telefon seinen Hörer verloren hat und wir zur Sonne fliegen müssen, um ihn zurückzuholen.

Computerspiel "Wattam"

Funomena / Annapurna

Die Figuren wandeln sich manchmal und das in einer teils ebenso einschlägigen wie menschlichen Weise. So spielt man etwa auch mit einem Mund, isst mit ihm andere Nahrungsfiguren wie die Erdbeere oder das Fleisch auf, um anschließend aus ihnen Häufchen zu machen. Mit denen kann man dann natürlich wieder frisch und fröhlich in der Welt herumlaufen. Die anfänglich leere, grüne Wiese wird so immer mehr bevölkert und ist bald Schauplatz für viel buntes Tohuwabohu.

Später können wir auch den „Kontinent“ wechseln und unsere Figuren mit lustigen Schiffchen zwischen den Plattformen hin- und herschippern. Dort finden wir dann neben neuen Charakteren auch rätselhafte Phänomene und geheimnisvolle Dungeons, in denen Schritt für Schritt die Hintergrundgeschichte erklärt wird. Dabei wird unter anderem die Balance zwischen menschlichen Tugenden und Abgründen thematisiert und dass ein starker Gruppenzusammenhalt gut gegen negative Einflüsse Einzelner schützt.

Farbenfrohes Entdecken

Es gibt über 100 Figuren in „Wattam“. Allerdings beherrscht nur der Bürgermeister mit seiner schicken, schwarzen Melone die Partyexplosion, nach der alles, das gerade in der Nähe war, in einem bunten kichernden Knäuel durch die Luft fliegt und einen regenbogenfarbenen Kondensstreifen zieht. Aber vielleicht findet selbst ein besonders geschickter Bürgermeister irgendwann zu ihm passende Zeitgenossen?

Computerspiel "Wattam"

Funomena / Annapurna

„Wattam“ ist eine einzigartige, kurzweilige Game-Kuriosität, die übrigens auch zu zweit spielbar ist. Dabei können beide Spieler*innen zwischen allen großen und kleinen Figuren wechseln, die sich gerade in der Nähe befinden. Weil das Herumspielen im Vordergrund steht und die gestellten Rätselaufgaben recht intuitiv zu lösen sind, eignet sich das Game auch gut zum gemeinsamen Spielen mit einem Kind.

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