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Szenenbild "Goldman v Silberman"

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Filmflimmern

Filmflimmern

Christian Bale dreht mit David O. Russell, „Parasite“ kommt in Serienform auf uns zu, ein Kurzfilm der Safdie-Brothers mit Adam Sandler, honest posters für die Oscarfilme - und endlich: Die Verbindung zwischen „Ad Astra“ und Shania Twain! Außerdem: Filmstarts, die Termine der Woche und die besten Flüche aus „Succession“.

Von Pia Reiser

Die Safdie-Brothers haben gemeinsam mit Adam Sandler einen Kurzfilm namens „Goldman v Silverman“ gedreht, den man sich hier anschauen kann. „Uncut Gems“ wird ab 31.Jänner auf Netflix zu sehen sein, das Outfit, das Adam Sandler in dem herrlich weirden Film der Safdie-Brüder trägt, hat einige an ein Outfit von Billy Dee Williams in „Star Wars“ erinnert, u.a. Williams selbst. Eventuell startet hier auf Twitter die Geschichte einer wunderbaren Bromance.

Die sechs Oscar-Nominierungen für Bong Joon Hos „Parasite“ sind eine kleine Sensation, da nicht-englisch-sprachigen Produktionen selten eine Nominierung in den Königskategorien gelingt. Für HBO wird Bong Joon Ho gemeinsam mit Adam McKay „Parasite“ in Serienform nochmal erzählen.

Als Regisseure für ein englischsprachiges Film-Remake von „Parasite“ schlägt Bong Joon Ho Ken Loach und Mike Leigh vor.

Bon Joon Hos Studentenfilm „Incoherence“ aus dem Jahr 1994 kann man sich auf Youtube ansehen. Noch mehr Bong Joon Ho gibt es noch am 17. und 31. Jänner im Filmcasino Wien.

Außer Cynthia Evoria sind dieses Jahr erneut nur weiße SchauspielerInnen bei den Oscars nominiert. Evoria spielt in „Harriet" die ehemalige Sklavin und Abolitionistin Harriet Tubbman, ein weiteres Beispiel dafür, dass die Oscars schwarze SchauspielerInnen hauptsächlich dann wahrnehmen, wenn es um Sklaverei geht. Trevor Noah meinte dazu "... just imagine if every white actor that was nominated got it for playing a supervisor at Whole Foods.“

Da es in den oscarnominierten Filmen dieses Jahr sehr oft um weiße (Männer) geht, hat Vulture eine praktische Liste zusammengestellt, was denn die Männer in diesen Filmen wütend macht bzw antreibt.

Neue PräsidentInnen überall: Cate Blanchett ist Präsidentin der Jury des Filmfestivals Venedig (die zweite Frau in der Geschichte des Festivals), Spike Lee übernimmt die Jury-Präsidentschaft in Cannes (der erste schwarze Jury-Präsident in Cannes) und bei der Berlinale übernimmt Jeremy Irons, ein Schauspieler, der bereits einige Male mit sexistischen (ein Mann, der einer Frau am Arbeitsplatz auf den Hintern greift will damit „can we be friendly“ sagen) und homophoben (vielleicht sogar weniger homophob als einfach bizarr) Aussagen auf sich aufmerksam gemacht hat (und diese Aussagen danach wieder bedauert, bzw sich entschuldigt hat).

Working title „Amsterdam“: Juhu, Christian Bale macht einen weiteren Film mit David O. Russell

bondfranchisesowoke: Nicht nur hat man Phoebe Waller-Bridge („Fleabag“) zur Überarbeitung des Drehbuchs von „No Time to Die“ dazugeholt, jetzt wird auch noch Billie Eilish den Bond-Titelsong übernehmen.

Ihr kennt die Lumiere-Brüder, ihr kennt George Melies, aber kennt ihr auch Alice Guy-Blaché? Eine Dokumentation namens „Be Natural“ erzählt die Geschichte der Filmemacherin, auf die jahrzehntelang beim Erzählen der Filmgeschichte immer ein wenig vergessen worden ist.

Dario Argento wird einen Giallo namens „Black Glasses“ drehen, Tochter Asia Argento ist mit dabei

Marvel wird dankenswerter nicht via CGI verstorbene SchauspielerInnen zurück auf die Leinwand bringen. Im Gegensatz zu Thanos Selbsteinschätzung ist das nämlich nicht inevitable.

Spike Jonze widmet sich in einer neuen Doku den Beastie Boys.

Judd Apatows „The King of Staten Island“ mit Pete Davidson in der Hauptrolle wird das SXSW Festival eröffnen.

Taika Watitis „Jojo Rabbit“ läuft nächste Woche in den österreichischen Kinos an, eventuell übernimmt Waititi auch Regie beim nächsten „Star Wars“-Installment.

Über „Ad Astra“ mit Brad Pitt ist viel geschrieben worden, erst jetzt aber hat jemand den Bezug zu Shania Twains Song „That don’t impress me much“ gefunden. Danke, Popkultur.

Honest Poster Design für die oscarnominierten Filme

Beste Liste: The best insults from „Succession“, Season 2
Picture This!: Alice Guy-Blaché at work

Neu im Kino

1917 (7/10)
Sam Mendes’ Erster-Weltkrieg-Drama hat xy Oscar-Nominierungen eingeheimst. „Zwei britische Soldaten sollen - quer über die Front - eine Botschaft überbringen. Die scheinbar unmögliche Mission führt die Soldaten über Schlachtfelder, durch Schützengräben, Flüsse, verbrannte Landschaften und zerbombte Dörfer. 110 Minuten lang folgen wir mit einer wackelfreien Kamera den beiden Protagonisten, erleben mit ihnen den Horror beinahe in Echtzeit“, so Christian Fuchs. Vor allem formal besticht „1917“. Christian Fuchs’ Interview mit Sam Mendes kann man noch im FM4 Player anhören oder hier lesen.

Film 1917

Universal Pictures

Ghost Town Anthology (6/10)
Nach dem Tod eines jungen Mannes bei einem Autounfall gerät das beschauliche Leben in einem kleinen Ort nahe Quebec aus dem Ruder. Und dann tauchen mysteriöse Gestalten auf. Denis Cote mischt Genre-Elemente in sein Drama und hat keine Berührungsängste mit dem Surrealen. Ein unheimliches Märchen, ein ungewöhnlicher Film und eine visuelle Sensation erzählt vom Sterben der Dörfer und der Angst vor dem Fremden, so Anna Katharina Laggner. Ein Interview mit Regisseur Denis Cote, das FM4 Redakteur Johnny Bliss bei der Viennale 2019 geführt hat, gibt es via FM4 Interview Podcast.

Szenenbild: "Ghost Town Anthology"

Stadtkino

Lindenberg! Mach Dein Ding
Ich dachte ja, Udo Lindenberg würden wir früher oder später bei der Verfilmung von „Panikherz“ auf der Leinwand begegnen, aber nein, er kriegt ein eigenes Biopic. „Lindenberg! Mach dein Ding!“ erzählt von der Kindheit, Jugend und dem Durchbruch des Musikers und vor allem, wie sich Udo aus der kulturellen Schockstarre befreit, so Natalie Brunner. Lindenberg wird Jan Bülow, einem neuen Burgtheater-Ensemble-Mitglied gespielt - und der ist brilliant. Ein Film, der die grässlichen Konventionen, die mit MusikerInnen-Biopics oft einhergehen, größtenteils ignoriert. Natalie Brunner hat Jan Bülow zum Interview getroffe, das kann man noch im FM4 Player anhören.

Szenenbild: "Lindenberg: Mach Dein Ding"

div

Bad Boys For Life (7/10)
25 Jahre nach „Bad Boys“ (und 17 Jahre nach Teil 2) kehren Will Smith und Martin Lawrence als Miami Cops zurück. Diesmal führt allerdings nicht Michael Bay Regie, sondern das belgische Duo Adil El Arbi und Billal Fallah - und die inszenieren das Duo mit Fokus auf die komödiantischen Elemente, zwei Cops in der Midlife-Crisis.

Szenenbild "Bad Boys For Life"

Sony

Termine

17.01: Snowpiercer, Filmcasino, Wien
17.01: Nosferatu - Eine Sinfonie des Grauens, Metro Kinokulturhaus, Wien
18.01: Joker, Gartenbaukino, Wien
19.01: Out of Africa, Metro Kinokulturhaus, Wien
19.01: Synonymes, Le Studio, Wien
20.01: Blade Runner, Metro Kinokulturhaus, Wien
22.01: Buñuel im Labyrinth der Schildkröten, Filmhaus, Wien
22.01: To catch a thief, Leokino, Innsbruck

Grace Kelly in "To catch a thief"

paramount

„To catch a thief“ am 22. Jänner im Leokino, Innsbruck

In diesem Sinn: More human than human is our motto. („Blade Runner“)

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