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Was machen Musiker*innen in Quarantäne?

Sie stehen im Studio oder in ihren Proberäumen und touren durch die Gegend um Konzerte zu spielen – Musikerinnen und Musiker stehen vor derselben Herausforderung wie wir alle: Isoliert in Quarantäne, soziale Kontakte reduzieren, Lebensalltag komplett umstellen.

Von Alica Ouschan

Was man so mitbekommt, spielen Viele schon fleißig virtuelle Konzerte über Social Media Live-Streams - siehe zum Beispiel die FM4 Stay at Home Sessions von Nino aus Wien oder, heute Abend, Kreiml & Samurai, aber auch etwa Chris Martin von Coldplay oder der Death Cab for Cutie-Sänger Ben Gibbard. Andere nutzen die Isolation natürlich auch, um neue Songs zu schreiben und zuhause aufzunehmen. Das Berliner Multitalent BLVTH hat gestern den ersten Teil seiner Quarantine-Songs veröffentlicht.

Von Songtutorials bis Querflötenritual

Einige Künstler*innen stecken ihre kreative Energie aber auch in neue Projekte und nutzen die Zeit, um mit ihren Fans zu connecten. Die Chemnitzer Band Blond hat zum Beispiel diese Woche einen Podcast gestartet. In der ersten Folge von „Da muss man dabei gewesen sein“, haben die Schwestern Nina und Lotta seltsame Funfacts und lustige Geschichten aus dem Reich der Tiere erzählt - auch mal was Neues.

Die Indie Band Hinds aus Madrid war vor ein paar Wochen noch als Vorgruppe der Strokes auf Europatour. Jetzt postet die Band Song-Tutorials auf ihrem Instagram-Account, um den Fans auch in Isolation eine kleine Freude zu bereiten.

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go grab your instrument ASAP

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Die Wiener Girl-Punk Band Schapka veröffentlicht jeden Tag auf Facebook eine Seite ihres sogenannten Corona-Zines. Ein Zine ist ein kleines selbstgemachtes Buch, für das die Mitglieder der Band Seiten über Themen gestalten, die sie beschäftigen oder die für die Allgemeinheit interessant sein könnten: Selbstgemalte Infografiken über Corona, Songtexte oder ein Rezept zum Brotbacken.

Lizzo hat auf Instagram ein Meditationsanleitungsvideo gepostet, in dem sie ihre Fans nicht nur über Stressreduktion aufklärt, sondern auch ihr Zimmer ausräuchert und Querflöte spielt.

Manu Delago hätte gestern eigentlich in Paris spielen sollen und hat stattdessen seinen Film „Parasol Peak“ fürs Heimkino auf Facebook zur Verfügung gestellt. Anschließend gab’s ein Live Q&A mit dem Musiker. Der Film selbst verbindet zwei der größten Leidenschaften Manu Delagos: Musik und Berglandschaften – große Empfehlung!

Not macht auch in Krisenzeiten erfinderisch

Zum Schluss noch etwas Lustiges: Denn auch in Zeiten wie diesen macht Not zum Glück immer noch erfinderisch. So hat sich in Wien ganz spontan eine neue Cloudrap-Gruppe geründet. Eine WG aus dem 16. Bezirk veröffentlicht unter dem Namen „Isolation 1160“ täglich einen neuen Track, um ihr Leben in Quarantäne musikalisch zu dokumentieren.

Schön, das Musikerinnen und Musiker ihre kreative Energie auch in Krisenzeiten dazu verwenden uns Fans auf so viele verschiedene Arten zu beglücken.

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