FM4-Logo

jetzt live:

Aktueller Musiktitel:

Bildschirmfotos aus dem Computerspiel "Book of Demons"

Thing Trunk

„Book of Demons“ ist ein Indie-„Diablo“ mit Spielkarten

In den Katakomben einer alten Kathedrale lauert das Böse, aber es gibt auch ziemlich viele Schätze dort zu finden. „Book of Demons“ ist ein Hack-and-Slay-Videospiel in einem coolen Kinderbuch-Look, das ein paar besondere Kniffe bietet.

Von Robert Glashüttner

Wie wäre es damit, fiese Monster mal nicht mit Schwertern und anderen Waffen zur Strecke zu bringen, sondern ausschließlich mit Spielkarten? Diese Frage beantwortet das in Polen entwickelt Action-Rollenspiel „Book of Demons“. Man kann es sich ein bisschen so vorstellen wie eine Indie-Version des Game-Klassikers „Diablo“, wo wir auch durch Verliese laufen und unzählige Fieslinge bekämpfen. Nur schwingen wir hier eben keine Äxte, sondern magische Karten.

Tief, tief hinab

Wir sind ein Held oder eine Heldin in einer beliebigen mittelalterlichen Kleinstadt. Die Katakomben der nahegelegenen Kathedrale haben sehr viele Stockwerke hinab in die Tiefe. Der Teufel wartet ganz, ganz weit unten auf unser Eintreffen - besonders furchteinflößend mit einem Quietscheentchen in der Hand.

„Book of Demons“, entwickelt und vertrieben von Thing Trunk, ist bereits Ende 2018 für Windows und MacOS erschienen. Erst seit kurzem gibt es das Spiel auch fürs Ipad und für die Nintendo Switch.

Ihr merkt schon: „Book of Demons“ nimmt sich erfreulicherweise selbst nicht sonderlich ernst, deshalb stört es auch nicht, dass die Hintergrundgeschichte eine Aneinanderreihung von Klischees ist. Das Spiel präsentiert sich visuell wie ein aufklappbares Bilderbuch: Die Umgebung und alle Figuren sind absichtlich flach und steif designt, was für einen amüsanten und charmanten Look sorgt.

Bildschirmfotos aus dem Computerspiel "Book of Demons"

Thing Trunk

Auch unser Held oder unsere Heldin bewegt sich etwas holprig durch die Gegend - ein bisschen so, als ob man eine Brettspielfigur manuell Feld für Feld weiterbewegen würde. In den Verliesen gibt es vorgefertigte Bahnen als Wege, und man kämpft, indem man die Monster totklickt, die in der unmittelbaren Nähe sind. So weit, so „Diablo“. Interessant wird es dann, wenn wir die ersten Karten einsammeln. Da gibt es passive Karten, die etwa Angriffs- oder Verteidigungswerte verbessern, oder aktive Zauberkarten, die zum Beispiel eine magische Attacke auslösen oder meine Lebenspunkte wieder auffüllen.

More monster, more problems

„Book of Demons“ ist anfangs recht einfach und einsteigerfreundlich, aber zu selbstsicher sollte man auch nicht durch die Dungeons wackeln. Denn bald schon werden die Monster größer und wendiger. Manche springen uns aus dem Nichts an und klopfen auf die Spielfigur ein. Wenn wir kleine Räume betreten, sollten wir besonders aufmerksam sein: Denn vor allem auf engem Raum überrumpeln uns viele Gegner oft ziemlich schnell.

Bildschirmfotos aus dem Computerspiel "Book of Demons"

Thing Trunk

Geschwindigkeit und Geistesgegenwart sind hier gefragt, aber auch Taktik und richtiges Positionieren der Spielfigur. So gibt es etwa Gegner, die besonders unangenehm werden, wenn wir sie zu schnell niederringen möchten. Durch solche Features wirkt das Gamedesign dem stupiden Zu-Tode-Klicken entgegen. „Book of Demons“ ist ein kurzweiliges, gut gelungenes Action-Rollenspiel, das sich übrigens auch gut für kurze Spielesessions eignet. Wem die normalen Katakomben-Läufe zu einfach werden, die oder der kann wahlweise auch in den Hardcore-Modus schalten, wo nicht nur alles dreimal so schwer ist, sondern man alles verliert, wenn man im Dungeon zur Strecke gebracht wird. Der Weg zum Quietscheentchen-Teufel ist kein Honigschlecken!

Neue Card Games in der FM4 Spielekammerl-Show

Heute (Donnerstag, 28. Mai) spielen Chris Stipkovits und ich in der dieswöchigen FM4 Spielekammerl-Show aktuelle digitale Kartenspiele. „Book of Demons“ ist dabei verhältnismäßig schon ein Klassiker, komplett neu sind hingegen „Monster Train“ (FM4 hat berichtet), „Signs of the Soujourner“ und „ManaRocks“. Gestreamt wird wie immer durchgehend von 17-21 Uhr auf twitch.tv/radio_fm4 und auf fm4.orf.at/spielekammerl.

mehr Game:

Aktuell: