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Screenshot des Spiels Festival Tycoon

Dreihaus aka Johannes Gäbler / Future Friends Games

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„Festival Tycoon“: Sei dein eigener Festival-Boss!

Gehen dir Musikfestivals auch so stark ab? Dein Hunger kann nun digital gestillt werden. Im neuen Spiel „Festival Tycoon“ kann man sein eigenes Festival-Imperium bauen. Plus: Das Spiel kommt aus Wien!

Von Chris Stipkovits

Bereits etwa drei Jahre vor der Pandemie hat der Wiener Spieleentwickler Johannes Gäbler die Idee für „Festival Tycoon“. 2019 gibt er die erste Demo frei, nun veröffentlicht er auf Steam das Spiel im Early Access - und bekommt durchwegs positives Feedback. So einiges hat sich seitdem getan.

Aus der Vogelperspektive sieht man ein kleines, grünes Spielfeld mit ein paar Bäumen und Felsen. Hier soll ein brandneues Festival entstehen! Ein Nova Rock - Österreichs an den Besucher*innenzahlen gemessen größtes Festival - wird es allerdings nicht werden.

Das Festival-Unternehmen ist frisch gegründet und man hat „nur“ ein paar zehntausend Credits zur Verfügung, um das beste digitale Festival zu veranstalten. „Festival Tycoon“ ist in zwei Phasen unterteilt.

Screenshot des Spiels Festival Tycoon

Dreihaus aka Johannes Gäbler / Future Friends Games

Phase 1: Planen und Bauen

Die Credits reichen für einen kleinen Eingang und eine mittelgroße Bühne. Schnell sind die Campingbereiche definiert; dort braucht es auch ein bisschen Dekoration, sonst beschweren sich die Besucher*innen, dass das Festival lieblos ist.

Festival Tycoon wird von Dreihaus aka Johannes Gäbler entwickelt, von Future Friends Games veröffentlicht und ist für Microsoft Windows PCs erschienen.

Die Dekorationen werten zwar die Schönheit des Festivals auf, brauchen aber auch Platz – und der ist wertvoll, denn schnell ist die relativ kleine Startkarte voll. Johannes Gäbler hat mir einen Pro-Tipp verraten: Lichterketten brauchen wenig Platz und kommen bei den Besucher*innen immer gut an. Etwas, das ich durchaus nachvollziehen kann.

Bei den Campingplätzen und bei der Bühne braucht es natürlich Toiletten, und damit diese nicht verstopfen, werden Hausmeister eingestellt. Securities kümmern sich schon beim Einlass um die Verhinderung von Rangeleien, und wenn die „Secus“ doch zu spät eintreffen, um Schlägereien zu schlichten, dann kümmern sich die Sanitäter*innen um die Verletzungen. Das ist nur ein Teil der Angestellten, der auf einem Festival benötigt wird – und alles kostet.

Moneymaker

Sponsoren bringen das Geld. Dafür wollen sie aber auch etwas. Vielleicht will ein Sponsor eine Band pushen - die muss dann unbedingt auf der Bühne spielen. Eigentlich passt die Metal-Band aber gar nicht zu meinem EDM-Festival, und ein zweiter Sponsor will nur Indie-Musik. Also ihr seht schon, als Spieler*in muss man das ordentlich planen. Natürlich wollen Sponsoren auch noch Werbung auf den Plakatwänden, doch dann gibt es weniger Platz für Dekorationen, und das gefällt den Besucher*innen gar nicht so gut.

Phase 2: Die Livephase

Hat man die Bands gebucht, die Sponsoren in der Tasche und noch so einiges mehr erledigt, dann kann das Festival starten! Hübsch animierte kleine Pixelfiguren stellen sich beim Eingang an und bauen ihre Zelte im Campingbereich auf, holen sich die ersten Getränke und tanzen vor der einzigen Bühne des Festivals.

In der Livephase kann man nachträglich nichts mehr an den Gebäuden ändern. So habe ich in einem Festival vergessen, Sanitäter*innen einzustellen – und das kommt teuer. Jede Verletzung musste so mit 250 Credits geheilt werden. Zum Vergleich: Ein Festivalticket kostet 120 Credits.

In „Festival Tycoon“ muss man auf noch viel mehr Acht geben. Stellt man keinen angemessen Backstage-Bereich für die Bands zur Verfügung, dann beschweren sie sich auf ihren Social-Media-Accounts, dass sie im Gras sitzen müssen. Gibt es zu wenig Essensstände oder Bars, bilden sich Warteschlangen, und die Besucher*innen werden sauer. Meine Weinbar war sehr beliebt, die Warteschlange ging fast durch das gesamte Festivalgelände. Kümmert man sich nicht um den Müll, dann setzt es in den Social-Media-Kanälen auch zu diesem Punkt Kritik.

Es macht so richtig Spaß, in „Festival Tycoon“ eine Veranstaltung von Anfang bis Ende durchzuplanen. Mit jedem neuen Run lernt man neue Dinge dazu, und ich bemerke, wie ich den Ehrgeiz entwickle, das perfekte Festival zu veranstalten.

Gelungen ist es mir zwar noch nicht, aber das spornt an, die Dinge zu verbessern. Einen Sandbox-Modus zum Austoben gibt es auch. Von einem gemütlichen Indie-Festival wie dem Acoustic Lakeside in Kärnten bis zu einem großen Festival wie dem FM4 Frequency kann viel in „Festival Tycoon“ umgesetzt werden.

Johannes Gäbler ist live bei uns auf Twitch

Johannes kommt heute in unserem Twitch-Stream vorbei. Ab 17.00 Uhr werden wir gemeinsam in „Festival Tycoon“ eintauchen und miteinander plaudern – und auch mit euch. Außerdem verschenken wir einen Steam Code für „Festival Tycoon“. Wenn ihr Fragen an Johannes habt, könnt ihr sie gerne im Chat stellen. Schaut vorbei! Später geht es weiter mit „Life Is Strange: True Colors.“

Stream verpasst?

Kein Problem. Hier geht es zum Stream:
@@twitch:1164221958@@

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