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Hand Mit Auge

Die Wiener Festwochen feiern, aber richtig!

Von Bilderbuch bis Fennesz: Fünf Empfehlungen für das Kulturfestival. Mit Verlosung!

Die Wiener Festwochen starten ganz offiziell am 13. Mail um 21.20 mit einem großen Fest am Rathausplatz. Heuer kümmern sich David Schalko um die Kuratierung und Kruder und Dorfmeister um die Musik des Abends, der wie immer bei freiem Eintritt (und auf ORF2 im Fernsehen) stattfindet. Titel der Sause: „Last Night on Earth“. Und neben den oben genannten werden wohl alle Augen auf die Headliner Bilderbuch und Yung Hurn gerichtet sein.

Update 13.5.: Um den Yung Hurn Auftritt gibt es kurz vor Eröffnung auch eine Kontroverse. Der Wiener Schmusechor gibt in Social Media Posting bekannt, ebenfalls eingeladen worden zu sein, bei der Eröffnung zu performen, habe es aber abgelehnt, mit Yung Hurn auf der Bühne zu stehen, dessen Texte unmissverständlich rassistischen und sexistischen Inhalt hätten. Ein Statement der Wiener Festwochen dazu sei gegenüber dem Chor leider unbefriedigend und ausweichend ausgefallen.

Bilderbuch

Hendrik Schneider

Schalko möchte jedenfalls „im Körpergedächtnis des Publikums die Zonen reaktivieren, die für die rhythmische Bewegung des eigenen Körpers zuständig sind.“ Mit anderen Worten: es darf und soll getanzt werden am Rathausplatz. Weitere Teilnehmer:innen der Eröffnung: Die Tanzkompagnie von Chris Haring „Liquid Loft“, Musikerin Sofia Jernberg oder die Schauspielerin Caroline Peters.

Science Fiction Theater mit Caroline Peters

Stichwort Caroline Peters: die Schauspielerin ist bekannt aus Funk und Fernsehen („Mord mit Aussicht“), Kino und Bühne (Burgtheater!). Für die Wiener Festwochen gestaltet sie gemeinsam mit der Mediengruppe Ledewald ein Stück Science Fiction im Theater Nestroyhof Hamakom. „Die Maschine steht nicht still“. „Ein dystopisches Nicht-Solo für eine Darstellerin & the Machine“, schreibt das Programmheft. Ein Bühnen-Mensch-Maschinen-Abend, der auf einem Science-Fiction-Roman von 1908 beruht.

Caroline Peters

Rafaela Proell

Ein Abend für Peter Rehberg

Letztes Jahr ist der Musiker, Producer und Labelbetreiber Peter Rehberg überraschend gestorben. Mit Mego Records und später Edition Mego war der Wahlwiener einer der Treiber für elektronische Musik ganz ohne Grenzen. Seine eigenen musikalischen Projekte, die er mit einem globalen Netzwerk an Musiker:innen wie Fennesz, Stuart O Malley oder Jim O Rourke umsetzte, sind freie Expeditionen in Noise und Ambient-Texturen, immer mit einem kompromisslosen (Post-)Punk-Gestus gemacht, mitunter von extratrockenem Humor durchzogen. Am 28. Mai laden die Festwochen zum „Tribute to Peter Rehberg and Editions Mego“ ins Werk. An diesem Abend spielen Mego Acts wie Jung an Tagen, Fennesz, General Magic und Tina Frank, Tin Man, Chra oder Electric Indigo. Konzerte.

Peter Rehberg

Peter Gumaskas

Gisèle Vienne und Adèle Haenel spielen Robert Walser

Die französische Choreographin Gisèle Vienne hat mit Peter Rehberg immer wieder zusammengearbeitet. Auch am Tributabend für Rehberg hat sie mitgewirkt. Für die Wiener Festwochen kommt sie jetzt mit einem echten Filmstar im Gepäck für ein Stück Theater, das den Titel „L’etang/Der Teich“ trägt. Der Filmstar ist Adèle Haenel, die mit dem Film „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ berühmt wurde, und hier in einem beklemmenden Zwei-Personen Stück zu sehen sein wird, das auf Robert Walsers Theatertext „Der Teich“ basiert. Ja, es wird auf französisch gespielt. Aber wie so oft beim internationalen Theaterfestival Festwochen gilt auch hier: Keine Angst vor Übertiteln!

Ein neues Museum eröffnet

Es wird ein neues Museum eröffnet. Ab dem 14. Mai wird das „ehemalige“ Belvedere 21 neben dem Wiener Hauptbahnhof zum „Österreichischen Museum für schwarze Unterhaltung und Black Music“ kurz ÖMSCUBM. Vier Kurator:innen versammeln eine Geschichte von schwarzen Künstler:innen und Entertainer:innen, die in der deutschen und österreichischen Unterhaltungsbranche groß geworden sind. Von Tic Tac Toe, Arabella Kiesbauer bis zu Roberto Blanco oder Mola Adebisi. In zahlreichen Erinnerungsstücken, Magazinen, Videos, Schallplatten etc. wird an mehrere Generationen von – wie man heute sagen würde – PoC erinnert, die sich in der weißen Mehrheitsgesellschaft auf die eine oder andere Weise behauptet haben. Das ÖMSUBM ist von 15. Mai bis 11. Juni geöffnet. Ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung.

ÖMSUBM

Hannah Aders

Tickets gewinnen!

Wir verlosen 3*2 Ticket-Gutscheine für das Österreichische Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music. Schreib uns, welche*r PoC Artist bei der nächsten Festwocheneröffnung nicht fehlen darf an game.fm4@orf.at. Einsendeschluss ist der 13. Mai! Und deinen Namen nicht vergessen!

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