FM4-Logo

jetzt live:

Aktueller Musiktitel:

Szenenbild "Cocaine Bear"

UPI

Filmflimmern

Filmflimmern

Die Liste der „Greatest Films of all Time“ bringt Überraschungen, ein „Easy Rider“ Remake wird gedreht, Paul Thomas Anderson bereitet einen neuen Film vor, Luca Guadagnino dreht einen Tennisfilm, Valerie Pachner wird die neue Buhlschaft und es gibt ein neues ORF Kinomagazin.

Von Pia Reiser

Alle 10 Jahre erscheint die Liste der „Greatest Films of all Time“, initiiert vom britischen Magazin „Sight and Sound“. Am 2. Dezember ist die neue Liste veröffentlicht worden und es hat sich einiges getan. Fast doppelt so viele KritikerInnen wie noch 2012 wurden eingeladen, ihre Stimme abzugeben. Auf Platz Eins findet sich erstmals ein Film von einer Frau: „Jeanne Dielman, 23, quai du commerce, 1080 Bruxelles“ von Chantal Akerman führt die Liste an, gefolgt von „Vertigo“ und „Cititzen Kane“. Mehr zu Neuzugängen, wer aus den Top 100 rausgefallen ist und welchen 10 Filmen ich meine Stimme gegeben hab, findet ihr hier.

Statt bunter 1980er-Jahre Mode-Hysterie wie in „Stranger Things“ herrscht im neuen Netflix-Serienhit „Wednesday“ makabre und nihilistische Schwärze. Tim Burtons Spin-off der altgedienten Fernsehfamilie von der dunklen Seite inszeniert Jenna Ortega als ikonische Wednesday Adams. Make-Up Tutorials und Stylingtipps, wie man selbst so aussehen kann wie Wednesday sprießen aus allen Social Media-Böden, ein kleines Goth-Revival ist im Anrollen. Große Begeistertung herrscht aktuell vor allem für eine Tanz-Szene, die Ortega selbst choreographiert hat. Als Einfluss nennt sie dafür nicht nur Archivmaterial von dancing goths, sondern auch eine meiner all-time-favourite Tanzszenen der Filmgeschichte, choreographiert vom großen Bob Fosse in „Sweet Charity“. Mehr zu Wednesday gibt es hier von Natalie Brunner.

Valerie Pachner („Der Boden unter den Füßen“, „Another Coin for the Merry-Go-Round“) ist die neue Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen.

Ab 8.12 gibt es ein neues Kinomagazin im ORF, das sich mit dem österreichischen Film beschäftigt. Viermal im Jahr soll „Trailer.AT“ einen Einblick in aktuelle Produktionen aus Österreich liefern. Produziert wird das Magazin von der Akademie des Österreichischen Films, in der ersten Ausgabe gibt es u.a. Setbesuche bei Elisabeth Scharangs „Wald“, bei „Neue Geschichten vom Franz“ und bei Josef Haders „Andrea lässt sich scheiden“.

Der Trailer an dem man nicht vorbeikommt diese Woche ist der zu „Cocaine Bear“. Ähnlich wie bei „Snakes on a plane“ ist der Titel auch schon eine Kurzzusammenfassung. Elizabeth Banks Komödie beruht auf wahren Begebenheiten, als im Jahr 1985 ein Bär auf ein Päckchen Kokain im Wald gestoßen ist und es gegessen hat. Mit dabei sind Ray Liotta (der in der Postproduktionsphase des Films verstorben ist), Keri Russell - und man hat Alden Ehrenreich aus der Versenkung geholt.

Alles retour: Bei der Oscarverleihung 2023 werden wieder die Preise in allen Kategorien auch in der Awardsshow inkludiert und nicht mehr ausgelagert.

Große Vorfreude auf „Club Zero“, den neuen Film von Jessica Hausner, hier ein Bild von Hausner und Hauptdarstellerin Mia Wasikowska am Set und hier ein erster Still. Laut offizieller Beschreibung betreibt die Figur von Wasikowska als Lehrerin einer Eliteschule einen extremen „Ernährungskult“.

David Gordon Green hat einen Kurzfilm gedreht, der auf einer Special Edition BluRay von „The Green Knight“ veröffentlicht werden wird. Einen ersten Teaser gibts hier.

Die Worte „Body Switch Comedy “ und McG wollte man nicht unbedingt in einem Satz hören, doch da müssen wir jetzt durch. Der „Charlie’s Angels“ Regisseur dreht eine Body Swap Komödie mit Ed Helms und Jennifer Garner.

Kurz hab ich mich heute gefreut, dass David Thewlis an einer Serie über das UK 2-Step Two-Hit-Wonder Artful Dodger beteiligt ist, aber es handelt sich natürlich um eine Dickens-Adaption. „Movin too fast“ hab ich jetzt halt trotzdem für eine Woche im Kopf.

Ich weiss nicht genau, wie er das schafft, aber es gibt schon wieder einen neuen Film von Francois Ozon: „My Crime“ spielt in den 1930er-Jahren und dreht sich um eine des Mordes angeklagte Schauspielerin. Mit dabei sind Isabelle Huppert und Dani Boon.

Ein Remake von „Easy Rider“ kommt auf uns zu.

Paul Thomas Anderson castet bereits für einen neuen Film.

Sehr schönes Verzeichnis von Katzen im Film!

Scarlett Johansson wird die Hauptrolle in der Thrillerserie „Just Cause“ spielen. Bereits in der „Just Cause“ Adaption aus dem Jahr 1995 - bei uns unter dem Titel „Im Sumpf des Verbrechens“ in den Kinos - hat Johansson mitgespielt.

Alles, was es über Zach Snyders „Rebel Moon“ zu wissen gibt.

Ein Tennis-Film von Luca Guadagnino! Mit Zendaya, Josh o’Connor und Mike Faist. Und ohne Horror. Vorfreude auf „Challengers“.

Daniel Kwan, Teil des Regie-Duo The Daniels („Everything Everywhere all at once“) hat zwei Kinderbücher geschrieben.

In der aktuellen Episode des FM4 Filmpodcast sprechen Christian Fuchs, Jan Hestmann und ich über „Bones and All“ und „Fresh“ - nächste Woche schnüren wir ein herrliches Doppelpack aus „Armageddon Time“ und „Sie küssten und sie schlugen ihn“.

Beste Liste: The 12 Best New TV Shows of 2022

Termine

1.12-11.12: This Human World, Wien
3.12: Ich gelobe, Metrokino Kulturhaus, Wien
3.12: Lichtungen– Filmpopup der wiener soundlabs, Breitenseer Lichtspiele, Wien
4.12: Playtime, Filmmuseum, Wien
4.12: US, Filmmuseum, Wien
5.12: Underplayed, Filmcasino, Wien
6.12: The man with the golden arm, Metrokino Kulturhaus

Neu im Kino

Call Jane
Konfrontiert mit einer ungewollten Schwangerschaft, die ihr selbst das Leben kosten könnte landet die wohlsituierte Joy (Elizabeth Banks) in den 1960er Jahren bei den Janes. Eine Organisation, die Frauen einen Schwangerschaftsabbruch ermöglicht. Ein Eingriff, der in den USA damals - außer in von einem Ärztekommittee genehmigen Fällen - verboten ist. Schnell wird Joy von einer, der geholfen wurde, zu einer, die helfen will. Packendes Drama über den Kampf um weibliche Selbstbestimmung von Phyllis Nagy.

Medusa
Regisseurin Anita Rocha da Silveira zeichnet mit „Medusa“ über den kleinen Umweg der Dystopie ein düsteres Bild der brasilianischen Gesellschaft. Eine Gruppe von Frauen zieht nachts durch die Straßen, um andere Frauen zu verprügeln, die sie als „unrein“ einstufen. Satire, Horror, Groteske: „Medusa“ kann alles.

In diesem Sinne: A bear did cocaine! („Cocaine Bear“)

mehr Film:

Aktuell: