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Die Neuvorstellungen der Woche: Beth Ditto - „I’m Alive“ | Young Fathers – „In My View“ | Awolnation – „Handyman“ | Ghostpoet ft. Daddy G – „Woe Is Meee“

Von Eva Deutsch

Beth Ditto - „I’m Alive“

Beth Ditto ist mit einem neuen Song zurück. Wobei der genau genommen schon fünfzig Jahre alt ist. Ditto hat sich an einer Coverversion des Rhythm&Blues-Klassikers „I’m Alive“ versucht. Der wurde 1968 veröffentlicht und stammt im Original von Johnny Thunder, einem R’n‘B Sänger aus Florida. (Der von den New York Dolls heißt übrigens Johnny Thunders.)

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Der Versuch ist geglückt, wobei sich Beth Ditto nicht weit aus dem Fenster gelehnt hat. Die Arrangements hat sie beim Alten gelassen, auch das Fuzz-Gitarren-Intro ist exakt gleich geblieben. Wenn aber jemand mit einem Sänger wie Johnny Thunder stimmlich mithalten kann, dann ist das Beth Ditto. Sie sagt, die simple, elementare Lebensfreude des Songs habe sie angezogen. Being alive is radical right now! So let’s live!

Young Fathers – „In My View“

Verstaubte Denkmuster aufbrechen, keine Parolen nachplappern und sein eigenes Herz und Hirn einschalten. Dafür plädieren Young Fathers aus Edinburgh nicht erst seit ihrem letzten Album „White Men Are Black Men Too.“ Das Trio mit nigerianischen, liberianischen und schottischen Wurzeln denkt, lebt und produziert nach wie vor nicht in vorgefertigten Kategorien. Das hört man auch auf ihrer aktuellen Single “In My View”. Downtempo und monochrom, verpackt mit kleinen Provokationen. Ein übergreifendes Thema rückt in den Fokus: Es ist nicht alles, wie es scheint. Nur wann checken das endlich alle?

Awolnation – „Handyman“

Alle Songs zu seinem neuen Album „Here Come The Runts“ hat Aaron Bruno für Awolnation selbst geschrieben, aufgenommen und produziert. Verständlich, ist er in der Vergangenheit öfter eines Besseren belehrt worden, sobald ihn zu viele Menschen musikalisch formen wollten. Das war vor den Platin-Platten und den ausverkauften Tourneen. Mittlerweile ist Aaron Bruno künstlerisch so gefestigt, dass er sich wieder auf die Basics besinnen kann. Zum Beispiel einen klassischen Love-Song zu schreiben. Auf das hätte er schon lange Lust gehabt, meint Bruno. „I’m a sinner, I will consider, I am my father’s son” singt er auf „Handyman“. “I’m not brittle, I’m just a little scared of your temperament.” Eine Liebeserklärung an eine Frau, es kann aber auch der Vater sein. Beides ist schön.

Ghostpoet ft. Daddy G – „Woe Is Meee“

Lebenserfahrung, etwas Bitterkeit, virtuose sprachliche Kompetenz und eine düstere Weltsicht. Nicht mehr und nicht weniger vereint Ghostpoet auf seinen Releases. In seiner aktuellen Single “Woe Is Meee” verwischt er die Grenze zwischen Realität und Fantasie und erzählt die geheimnisvolle Geschichte eines alten Mannes . Daddy G von Massive Attack ist Gastvocalist. Bluesig, zurückgenommen, stark. “Dark Days + Canapés” heißt das dazugehörige neue Album.

Wer soll nächste Woche am höchsten in die FM4 Charts einsteigen?

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