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YUGO

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FM4 Soundpark Weekly

Neue Musik von Yugo, Verifiziert, Oehl und vielen mehr

Körperkult mit Hip Hop Beats, 90ies Rapflow mit Erinnerungsschnappschüssen, Indie-Pop Livesessions und queenartiger Autro-Elektro am Kindergeburtstag. Das sind die neuesten Musikvideos und Singles aus Österreich.

Von Andreas Gstettner-Brugger

Es wird fast schon zur Tradition, den wöchentlichen Streifzug durch die österreichische Musiklandschaft mit Bilderbuch zu beginnen. Nach dem Auftritt im Großen Festspielhaus in Salzburg ist die Open Air Arena zum gelben Feld der Popheroes geworden. Auch wenn diesmal trotz minutenlanger Zugaberufe weitere Songs ausgeblieben sind, war das Publikum aus dem Häuschen. Davor haben sich Bilderbuch selbst einen Traum erfüllen können: die USA zu bereisen. Wie das war? Die Band lässt uns in dem Filmchen „This Is A F*cking Dream“ an dieser Reise teilhaben, und wir blicken auch hinter die Tourkulissen.

Auch eine Tradition ist mittlerweile der geniale Rhymeflow von Scheibsta. Willkommen zu Staffel 4 der „Daily Rap Ups“. Innerhalb von vier Stunden schafft es Scheibsta immer wieder, die vorgegebenen Samples zu einem witzigen und politischen Groove-Statement zu verarbeiten. Von wegen, „nicht gut“.

Wer österreichische Musik bei sich im Garten oder im Wohnzimmer live erleben möchte, kann jetzt noch bis Sonntag beim FM4 Private Sessions Gewinnspiel mitmachen. Denn dann könnte die Indie-Rock-Formation Granada, die gerade in der Blüte ihres Lebens stehen und ihren ersten Amadeus Austrian Music Award mit nach Hause nehmen durften, bei dir ein wunderschönes Konzert spielen.

Die neuen Musikvideos aus Österreich kannst du dir, ganz ohne gewinnen zu müssen, jetzt hier anschauen.

Yugo - „Pretty MF“

Manchmal macht es Spaß, mit der Selbst- und der Fremdwahrnehmung zu spielen. Ganz klar wird nicht, wer hier bei der neuen Nummer von oder über YUGO spricht. In gerade mal zwei Minuten schafft es der Wiener Rapper einen in sich stimmigen, spannenden, humorvollen und doch deepen Track hinzulegen, inklusive Falco-Zitat. Das Video dazu passt perfekt und spielt auch hier mit Körperkult und Selbstdarstellung, wandelt sich auf spannende Weise und kann die anfangs schnell ins Hirn schießenden Vorurteile durcheinanderbringen. Ein starker Song.

Verifiziert - „Lady Boba“

Mit Sneakers durch die Stadt rennen, dabei sich einen Sonnenbrand holen, dazu Zuckereistee schlürfen und den 90er Jahren ein bisschen nachhängen. Leicht melancholisch wirkt der neue Track von Verifiziert. Wobei der Song ja fast als Werbetune für „Lady Boba“ durchgehen könnte. Wäre da nicht der spezielle Sound und Touch von Verifiziert, der es schafft, aus Slogans und scheinbar flockig-leichten Melodien ein intensives und auch tiefgründiges Stück Musik zu formen.

Oehl - „Keine Blumen“

Auch wenn Sänger Ariel Oehl ohne seinen langen Weggefährten Hjörtur Hjörleifsson weitermacht, ist der typische, melancholische und manchmal etwas schwere Sound von Oehl erhalten geblieben. Und das Wagnis, immer wieder einmal in die dunklen Winkel der Seele zu blicken. So ist die neue Single „Keine Blumen“ wieder ein trauriges Lied geworden, das Ari aber gleichzeitig auch glücklich macht. Denn stolzer könnte er über einen Song nicht sein als über diesen. Es ist ein Lied aus 14 neuen Stücken, die auf dem gleich betitelten Album zu hören sein werden. Veröffentlicht wird das gute Werk am 26. August.

Bis dahin hat uns Ari ein wunderschönes Sessionvideo da gelassen. Es unterstützt den unglaublich guten Sound der Nummer. Der Kontrabass, der Chorgesang, die cleveren Schlagzeug- und Percussionsounds, der euphorische Schluss, das alles macht „Keine Blumen“ zu einer intensiven Erfahrung und macht große Vorfreude auf das Album.

Manic Youth - „French Doors“

Manic Youth sind bekannt dafür, die Tragik des Lebens in sehnsüchtige Shoegaze-Popsongs zu verpacken. Das haben sie bei ihrer Platte „Funland“ ausgiebig gemacht, die Ende letztes Jahr erscheinen ist. Diesmal werden mit dem Song „French Doors“ wieder einmal laute Noise-Gitarrenwände aufgestellt, wobei da auch Bläsersounds erklingen dürfen.

Es ist ein Song der EP „Beautiful Split“, die Manic Youth gemeinsam mit :aexattack veröffentlicht haben. Am 11. Mai im Chelsea Wien, am 12. Mai im kwadrat Klagenfurt und am 14. Mai im Triebwerk Wiener Neustadt holen die beiden Bands ihre ursprünglich für letztes Jahr geplanten Albumreleaseshows nach.

Austrofred und Kurt Razelli - „Schlof schee“

Der Freddie Mercury des Autropops, der allseits geliebte Austrofred, hat sich mit Kurt Razelli zusammengetan. Dass dabei aberwitzige und liebevoll produzierte Tracks entstehen, war zu erwarten. Prall gefüllt mit fetten Beats, Samples und humorvollen Texten ist das Werk „life is laff“, das am 20. Mai erscheint. Die beiden trauen sich musikalisch so einiges, so viel sei verraten.

Der Vorbote „Schlof schee“ ist ein Glanzstück der experimentierfreudigen Kollaboration. Wobei es der vielleicht zugänglichste, melodischste Song des Albums ist. Ein Gute-Nacht-Lied, das erklärt, wo der Papa in der Nacht sich herumgetrieben hat, dass er mit einem Kater in der Früh das Kind anweist, bitte, ohne laut zu klappern, mit dem Puppengeschirr alleine zu spielen. Dass auch bei dem Videodreh der Spaß überwogen hat, zeigen die bunten Bilder vom Kindergeburtstag und Autodromfahren.

Auch noch gut und gut zu wissen

  • Am 13. Mai wird Pressyes sein neues Album veröffentlichen. Wir freuen uns auf das fabelhafte, psychedelische Beck-Pop-Werk. Einen Vorboten hat der Multiinstrumentalist, Sänger und Songschreiber jetzt noch schnell rausgehauen: „Marissa“, ein in schimmernde Soundfarbe getauchter Sri-Lanka-Selbstfindungstrip.
  • Soulig und poppig, das ist der Sound von ROMC. Überraschend, gut gereift und frisch, so kann man den wunderbaren Song „One In A Million“ bezeichnen. Jetzt ist die erste EP auf dem heimischen Label Assim Records erscheinen.
  • Perfekte Schuluniformen, perfekte Lippenstiftfarben und perfekter Indie-Rock - das kann die neue Single „Perfect“ von Baiba. Der innere Kampf ums Perfekt-Sein in eine poppige Nummer gegossen.

FM4 Soundpark Weekly

In dieser wöchentlichen Rubrik servieren Lisa Schneider und Andreas Gstettner-Brugger musikalische Häppchen aus Österreich. Neue Bands und Songs, Videos und Konzerthighlights quer durch den stilistischen Gemüsegarten.

  • Man glaubt es kaum. Downtempolegende TOSCA werden am 27. Mai das neues Album „Osam“ veröffentlichen. Der Vorbote „Dementamente“ verspricht schon mal eher experimentelle Zugänge zum gewohnten Laid-back-Vienna-Sound. Die Vocals stammen von Gastsängerin Anna Clementi.
  • Ich weiß nicht, warum ich bei der Band Vague oft an The Cure denken muss, ist aber auch egal. Die Wiener/Berliner Combo veröffentlicht mit „Out Soon“ ein neues Werk, auf dem auch der geschmeidige, bisschen shoegazige Song „Far Away“ zu finden ist.
  • Eine exzeptionelle Stimme hat Sofie Royer, die auf dem legendären Label Stones Throw ihre neue Single „Schweden Espresso“ veröffentlicht. Ein chansonartiges, eigenwillig schönes Popstück mit unglaublich viel Charme im Refrain. Und vielleicht ein bisschen Beatles. Und vielleicht ein bisschen Sinatra-Gesangsmelodie in der Strophe.
  • Wenn dich jemand fragt, wie es dir geht, dann spiel doch einfach den Song von Resi Reiner vor. Denn die beste Antwort im Moment ist vielleicht wirklich „Naja, geht so“. Ein Stück, das man gleich beim ersten Hören liebhaben muss.
  • Sängerin nnoa hat ihre EP „Kinks & Queens“ veröffentlicht. Eine super Sammlung von Pop- und Soulsongs mit den schönen Tracks „Hey It’s Me“ und „Bye Bye“, den es hier in einer Liveversion gibt.
  • Vergangenen Donnerstag im FM4 Soundpark hat Lisa Schneider unter anderem die neue Single von Pressyes, die neue Covernummer von Friedberg und die EP von Baiba vorgestellt.
  • In der FM4 Soundparknacht gab es bei Stefan Trischler eine Listening Session mit dem Pianisten Velvés zu hören und viele Neuvorstellungen aus Österreich.

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