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Veronika Bohrn-Mena

Lukas Lottersberger / Radio FM4

Blumenaus 20er-Journal

Veronika Bohrn Mena und die Sichtbarmachung des verdrängten Begriffs der Klasse

Veronika Bohrn Mena ist Arbeitsmarkt-Expertin und die Expertin für prekäre Arbeitsverhältnisse schlechthin. Und sie erklärt, warum der Begriff der „Klasse“ wieder sichtbar gemacht werden muss.

Von Martin Blumenau

Es war das Meta-Thema vieler Bonustrack-Gespräche des letzten Jahres, egal ob mit Melisa Erkurt, Judith Kohlenberger, Natascha Strobl oder auch jungen Jugendvertreterinnen und -aktivistinnen: Das zentrale Problem unserer Gesellschaft, die immer weiter auseinandergehende ökonomische Schere, lässt sich auf eine sehr starke Klasseneinteilung zurückführen. Das sieht nicht mehr wie zu Marx’ oder Kreiskys Zeiten aus, weil sich die Arbeitsverhältnisse in den letzten 30, vom Neoliberalismus dominierten Jahren massiv verändert haben. Und durch eine starke Fragmentierung ist auch das Gefühl, dass praktisch alle, die von Erwerbsarbeit mehr schlecht als recht leben können, in einem Boot sitzen, verlorengegangen.

Und weil Sichtbarmachung der erste Schritt zur Erkenntnis ist, wollte ich so schnell wie möglich die ausgewiesenste Expertin dafür zum Gespräch bitten: Veronika Bohrn Mena, vormals Sprecherin der Plattform Generation Praktikum, ÖH-Sozialreferentin, jetzt Arbeitsmarkt-Expertin beim ÖGB und Autorin von z.B. „Die neue ArbeiterInnenklasse – Menschen in prekären Verhältnissen“.

VBM spricht in dieser Radio/Online/Podcast-Stunde Klartext, auch zum Thema Journalismus - warum nämlich die neue Klassengesellschaft in den Medien kaum thematisiert wird und außer Unverständnis für Abgehängte, die sich dann gerne an falsche Propheten klammern, sehr wenig an Lebensrealität des Prekariats Abbildung findet. Ihre (traurige, aber wahre) Analyse dazu findet sich etwa in der Mitte des Gesprächs (nach 25 Minuten).

Zufälligerweise (obwohl: Zufälle gibt’s ja nicht) sind gerade dieser Tage zwei neue österreichische Projekte gelauncht worden, die exakt dort ansetzen. Zum einen Melisa Erkurts Chefredaktion, ein Insta-Projekt und Stefan Apfls Digital-Verlag hashtag.

Über all dies, und unsolidarischen Individualismus, die Lüge über die Chancengleichheit, harten Klassenkampf und die Mitschuld der Popkultur sprechen wir hier:

FM4 Blumenaus 20er-Journal-Podcast

Mit interessanten Menschen über interessante Themen sprechen. Von Schule oder Uni bis hin zu Umwelt, Gesellschaftspolitik, Musik oder auch Sport. Martin Blumenaus mitternächtlicher FM4 Bonustrack zum Nachhören in FM4 Blumenaus 20er-Journal-Podcast

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